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Ce thème contient 9 messages.
Auskunft vom Zivilstandsämtern ? 05.07.2009, 21:04hhg
Wie kriegt man Auskunft von den Zivilstandsämtern? Anfragen, schon klar, aber muss man gewisse Verwandtschaftsverhältnisse nachweisen? Wann ungefähr sind die Register angelegt worden? Mir geht um Daten zwischen 1700 und 1880 mit meinem Familiennamen, der gemeinsame Vorfahre dürfte aber schon länger zurück liegen ...
Auskunft vom Zivilstandsamt 06.07.2009, 17:26Stephleuen
Hallo Helmut

Anfragen auf dem Zivilstndesamt erhält man nur in direkter Linie - also Vater, Grossvater etc.

Die Kirchenbücher vorallem im Kanton Bern beginnen bei 1530 - 1600 und dauern bis 1874. Ab 1875 werden die Personen in den Registern der Zivilstandesämter erfasst. Die Burgerrodeln oder Bürgerrrodel beginnen um 1823 mit dem Gesetz über die Einwohnergemeinde und Burgergemeinde.

Erfahrungsgemäss wirst Du im Kanton Bern über Personen die vor 1850 gelebt haben aus den Zivilstandsregister keine Auskunft erhalten es sei den es handle sich um direkte Vorfahren also Vater, Grossvater und Urgrossvater. Für Auskünfte über Personen mit denen Du nicht in dieser direkten Beziehung stehst musst Du bei diesen eine Vollmacht einholen.

Die Auskünfte können verschieden erfolgen:
Du verlangst schriftlich die entsprechenden Familienblätter - kann aber ganz schön teuer werden.
Du gehst nach vorheriger Anmeldung persönlich vorbei und erledigst die Arbeiten, soweit dies von Gesetzeswegen, möglich ist selber. Dazu benötigst Du im Kanton Bern eine Bewilligung vom Kantonalen Amt für Bürgerrechts- und Zivistandsdienst in Bern. Diese ist so viel ich weiss ein halbes Jahr gültig und kostet einen schönen Batzen. Dabei musst Du genau angeben was Du wissen willlst und für welchen Zweck du die Daten benötigst.

Gruss Stepahn Leuenberger
Auskunft vom Zivilstandsamt 06.07.2009, 17:55tuxtux
Ich habe vom Zivilstandsamt Basel sehr schnell und unbürokratisch Daten erhalten. Hat mich eigentlich überrascht. Denn eigentlich hatte ich nur eine E-Mail geschrieben, um zu erfahren, wie ich zu Daten kommen könnte. Daraufhin schrieb mir eine nette Mitarbeiterin des Zivilstandsamtes zurück, was genau ich denn wissen möchte und ob ich denn eine Urkunde dazu brauche. Da ich dies verneinte, erhielt ich die gewünschten Daten innerhalb weniger Tage per E-Mail und ganz umsonst.
Wobei zu berücksichtigen wäre das meine Daten nicht bis 1700 zurückreichen.
Auskunft vom Zivilstandsamt 06.07.2009, 17:55hhg
Hallo Stephan,

sowas habe ich schon gedacht. Datenschutz hat ja durchaus seine Berechtigung, der Familienforschung ist er leider oft hinderlich.

Vielleicht kann ich ja bei den vermuteten Nachkommen das Interesse an ihren Vorfahren wecken.

Dir auf jeden Fall ein weiteres Mal meinen Dank fur deine Hilfsbreitschaft!

Helmut
Auskunft vom Zivilstandsamt 06.07.2009, 20:06Wolf
Grundlage ist die Zivilstandsverordnung, speziell der Artikel 60:
Die Aufsichtsbehörde bewilligt die Bekanntgabe von Personenstandsdaten, sofern die Beschaffung der Daten bei den direkt betroffenen Personen nicht möglich oder offensichtlich nicht zumutbar ist, zum Zweck:
a. der wissenschaftlichen, nicht personenbezogenen Forschung;
b. der personenbezogenen Forschung, namentlich der Familienforschung.

.... und damit hört die eidgenössische Gemeinsamkeit auch schon auf: das wird von Kanton zu Kanton, ja teilweise von Gemeinde zu Gemeinde sehr unterschiedlich interpretiert. Da bleibt nur Eines: nachfragen, ....
1) ob die gesuchte Person im Register identifiziert werden kann (das hängt wesentlich davon ab, welche Informationen man schon hat) - wird von den meisten Zivilstandsämtern ohne grosse Probleme beantwortet - und, wenn ja,
2) was zu tun ist, um Daten zu bekommen.
Wolf Seelentag, St.Gallen
Danke 07.07.2009, 07:30hhg
... danke euch allen für die feed-backs. Ich probiersch einfach ...
Auskunft vom Zivilstandsamt 22.04.2010, 17:14Aspis
Heute wollte ich in unserem Stadthaus bei der Einwohnerkontrolle nach einem Dienstkollegen fragen, der nicht mehr im Telefonbuch zu finden ist. (Das Zivilstandsamt verwies mich dorthin). Eine Auskunft kostet 10.- Franken.
Nur um zu wissen, wo der ist? - Deshalb verzichtete ich auf eine Auskunft. Im Telefonbuch (weisse Seiten) gibt es gleich vier mit demselben Namen. Im tel.search ist er nicht drin.

Hingegen hatte ich mit der Frage, \"Wo ist unser Küsche\" (Küchenchef im Militär) in der Migroszeitung Erfolg. Habe ihn gefunden (Migros-Magazin von 19. April 2010).
In derselben Ausgabe suchte auch grad jemand nach Vorfahren.
Wie man sieht, kann auch dieser Weg manchmal auch bei Ahnenforschern, wie von Wolf oder von Stephleuen in anderem Zusammenhang mitempfohlen, zum Erfolg führen.

http://migros.1st.ch/bittemeldedich/sInput.asp

Danke & Gruss Theo
Gruss Theo

Meine Gebiete: Bruggmann von Degersheim-Magdenau/SG, Strässle von Bütschwil/SG, Mumenthaler von Trachselwald/BE, Maibach von Dürrenroth/BE
Auskunft vom Zivilstandsamt 22.04.2010, 19:57Thomas
Ich finde es grundsätzlich richtig, dass Ämter für derartige Auskünfte (bescheidene) Gebühren nach dem Verursacherprinzip verlangen. Jedenfalls möchte ich nicht an Orten Steuern bezahlen müssen, wo Beamte ihre steuerfinanzierte Arbeitszeit damit verbringen, privaten Wissensdurst zu stillen.

Gruss

Thomas
Thomas Illi, Wolfhausen
Auskunft vom Zivilstandsamt 22.04.2010, 21:17Stephleuen
Citation:
Original von Thomas
Ich finde es grundsätzlich richtig, dass Ämter für derartige Auskünfte (bescheidene) Gebühren nach dem Verursacherprinzip verlangen. Jedenfalls möchte ich nicht an Orten Steuern bezahlen müssen, wo Beamte ihre steuerfinanzierte Arbeitszeit damit verbringen, privaten Wissensdurst zu stillen.

Gruss

Thomas


Ich habe meine Daten und die Daten meiner Familie sperren lassen. Trotz Gebühren für solche Informationen erwerben sich diverse und äusserst subjekte Firmen Adressen von den Einwohnerkontrollen um die Personen mit Werbung zu belästigen. In Genf arbeitet eine Computerfirma mit solchen Methoden und beschäftigt für diese sinnlose Arbeit stundenlang Personal der Einwohnerkontrollen - trotz gebühren. Ich möchte nicht wissen mit welchen Beschäftigungen steuerfinaziertes Personal ihre Arbeitszeit verplämperln. Ich war aber mit einer Gemeindeschreiberin befreundet und hatte daher Einblick in eine Gemeindeschreiberei einer grösseren Ortschaft. Was ich da gesehen habe und erlebt habe reicht mir. In einer Schule wo ich einmal arbeitete hat der Mat.-Chef in der ersten Sommerferienwoche ein SBB-Pallette voll Koppierpapier aufgefüllt. Nach den Sommerferien waren gerade mal 10 Pack à 500 Blatt vorhanden. Auf dem Koppiergerät wurden vielleicht 2000 Kopien erstellt. Die Lehrerschaft ist auch steuerfinaziertes Personal und erlaubt sich derartige Diebstähle! In einer anderen Schule wurden für den Männerchor ganze Chorsätze von Liedern für Konzerte und Auftritte auf Kosten der Steuerzahler koppiert. Von einer Grossbank in Bern weiss ich, dass wenn diese Personalessen hatten, erschien das Personal mit leeren Aktenkoffern und am Schluss wurden die vollen Weinflaschen eingepackt, das Übrige auf dem Buffet in Tuberware gepackt und nach Hause gefercht. Im Anschluss wurden vermutlich den Kunden die Bankspesen erhöht.

Ob deratige Gebühren für eine einmalige Auskunft immer gerechtfertigt sind bezweifle ich. Ich appeliere hier halt auch an den gesunden Menschenverstand des Verwaltungspersonals.

Beste Grüsse

Stephan Leuenberger
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