Hallo zusammen
Wer kennt sich aus mit dem Thema Wanderbücher von Gesellen?
Konkret bin ich in den Gemeinderatsprotokollen von Iffwil auf den Hinweis gestossen, dass ev. mein potentieller Vorfahre um ein Leumundszeugnis angefragt hatte, um ein Wanderbuch zu erlangen.
Wie genau sehen solche Wanderbücher aus? Unter welchen Vorlagen wurden sie ausgestellt? Wer hat sie ausgestellt? Gibt es irgendwelche Register, in denen alle Gesellen (konkret die Schneidergesellen) eingetragen wurden?
Gruss
P.S.: Ich fand bereits einen Hinweis auf das Archiv Mohren in der Burgerbibliothek Bern, wo offensichtlich eine Kontrolle der durchgereisten und besteuerten Schneidergesellen (1825–1894) zu finden ist.
Für mich interessant sind übrigens die Jahre 1839-1850
Wanderbuch von Gesellen
Für nicht kantonsspezifische Fragen. Vos messages ne concernant pas spédifiquement un canton. For your non canton specific questions.
Moderator: Wolf
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Hortulana
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amslehan01
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Wanderbuch von Gesellen
Schau mal hier nach
http://de.wikipedia.org/wiki/Wanderjahr ... und_Brauch
Grüsse aus Zug
- Editiert von Wolf am 09.05.2008, 23:36 -
http://de.wikipedia.org/wiki/Wanderjahr ... und_Brauch
Grüsse aus Zug
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Hortulana
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Wanderbuch von Gesellen
Danke für den Hinweis...
Dann fehlen mir also nur noch Angaben dazu, wo ich Akten zu Aufnahmegesuchen, Anfragen für Wanderbücher sowie Registern aller Schneidergesellen (Kanton Bern) finde.
Dann fehlen mir also nur noch Angaben dazu, wo ich Akten zu Aufnahmegesuchen, Anfragen für Wanderbücher sowie Registern aller Schneidergesellen (Kanton Bern) finde.
Hortulana
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henryjoon
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Wanderbuch von Gesellen
Guten Abend,
ich habe eine Kopie des Wanderbuches meines Urgrossvaters (1833 - 1900); er war von 1855 - 1860 auf der "Walz". Aus dem Oberthurgau über Mosnang, Oberuzwil, Zofingen, Basel, nach Norden bis Kopenhagen dann zurück nach Deuschland und nach Osten bis Breslau (Wroclaw), anschliessend nach Süden bis Wien.
Das Wanderbuch wurde vom lokalen Statthalter ausgestellt und von den kantonalen Behörden bestätigt. Es enthält eine Beschreibung der Person (natürlich ohne Foto) und bestätigt, dass der Geselle sich über Ausbildung und Herkunft auswies, die Vorschriften, die der Geselle zu beachten hatte sind aufgeführt. Von jedem Ort, wo der Geselle arbeitete gab es einen Eintrag (Hat hier 13 Wochen zur Zufriedenheit der Meister gearbeitet. Zieht weiter) am Ende des Aufenthaltes. Fand er keine Arbeit und hatte kein Geld mehr, so heisst es auch öfters "hat Reisegeld, zieht weiter".
Interessant ist u.a. dass die Kontrollen in Deutschland viel häufiger waren als in der Schweiz oder Oesterreich. In Deutschland enthält das Wanderbuch manchmal zwei Einträge pro Tag, in Oessterreich zwei in einem Monat. Der Geselle (zumindst in Deutschland) hatte anzugeben wohin er wollte und erhielt dann eine Frist das Ziel zu erreichen (Berlin: in sieben Tagen bis Magdeburg). Allerdings wich mein Urgrossvater auch von Ziel ab.
ich habe eine Kopie des Wanderbuches meines Urgrossvaters (1833 - 1900); er war von 1855 - 1860 auf der "Walz". Aus dem Oberthurgau über Mosnang, Oberuzwil, Zofingen, Basel, nach Norden bis Kopenhagen dann zurück nach Deuschland und nach Osten bis Breslau (Wroclaw), anschliessend nach Süden bis Wien.
Das Wanderbuch wurde vom lokalen Statthalter ausgestellt und von den kantonalen Behörden bestätigt. Es enthält eine Beschreibung der Person (natürlich ohne Foto) und bestätigt, dass der Geselle sich über Ausbildung und Herkunft auswies, die Vorschriften, die der Geselle zu beachten hatte sind aufgeführt. Von jedem Ort, wo der Geselle arbeitete gab es einen Eintrag (Hat hier 13 Wochen zur Zufriedenheit der Meister gearbeitet. Zieht weiter) am Ende des Aufenthaltes. Fand er keine Arbeit und hatte kein Geld mehr, so heisst es auch öfters "hat Reisegeld, zieht weiter".
Interessant ist u.a. dass die Kontrollen in Deutschland viel häufiger waren als in der Schweiz oder Oesterreich. In Deutschland enthält das Wanderbuch manchmal zwei Einträge pro Tag, in Oessterreich zwei in einem Monat. Der Geselle (zumindst in Deutschland) hatte anzugeben wohin er wollte und erhielt dann eine Frist das Ziel zu erreichen (Berlin: in sieben Tagen bis Magdeburg). Allerdings wich mein Urgrossvater auch von Ziel ab.
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Hortulana
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Wanderbuch von Gesellen
Hallo
Leider kann ich davon, das Wanderbuch meines potentiellen Ur-Ur-Urgrossvaters (1817-1851) jemals zu Gesicht zu bekommen, nur träumen. Ich denke nicht, dass es noch existiert. Aber ich hoffe trotzdem irgendwelche Informationen durch die Gemeinschaft der Schneider (Zunft Mohren) zu finden.
Gruss
Leider kann ich davon, das Wanderbuch meines potentiellen Ur-Ur-Urgrossvaters (1817-1851) jemals zu Gesicht zu bekommen, nur träumen. Ich denke nicht, dass es noch existiert. Aber ich hoffe trotzdem irgendwelche Informationen durch die Gemeinschaft der Schneider (Zunft Mohren) zu finden.
Gruss
Hortulana
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