Russen als Söldner in Deutschland um 1735?

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uhuwerst
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Russen als Söldner in Deutschland um 1735?

Beitrag von uhuwerst » Mi 19. Aug 2009, 20:49

Kann es stimmen, dass junge Russen um 1735 als Söldner für Deutschland angeworben wurden und dann in Deutschland blieben?
Ein entfernter Verwandter äußerte die Theorie, dass einige Russen um 1735 angeworben wurden, um den polnisch stämmigen (?) Herzog von Zweibrücken im Kampf gegen Frankreich zu unterstützen. Einige hätten dann in der Pfalz geheiratet.


uhuwerst

MIG
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Russen als Söldner in Deutschland um 1735?

Beitrag von MIG » Mi 19. Aug 2009, 23:01

Zu der Theorie mit den Russen kann ich nichts sagen.

Ein Hinweis zu dem polnischen Herzog könnte der Name Stanislaus Lesczinsky, einst König von Polen, sein. Dieser lebte im Herzogtum Zweibrücken von 1714-18 als Schützling des Königs Karl XII. von Schweden.

Vgl. Baumann, Kurt: Stanislaus Lesczinsky in Zweibrücken - eine Geschichtslegende, in: Zweibrücken - 600 Jahre Stadt(1352-1952), hg. Hist. Verein Zweibrücken, 1952.

Gruss Michael


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Dilo
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Russen als Söldner in Deutschland um 1735?

Beitrag von Dilo » Mi 19. Aug 2009, 23:06

Ich kenne ehrlich gesagt keinen Herzog von Zweibrücken, der in/um 1735 regierte und polnischer Abstammung war.

Mir ist nur Herzog Christian III. von Zweibrücken-Birkenfeld, 1674-1735, bekannt, auf den wiederum sein Sohn Christian IV., 1722-1775, folgte, beide stammen aus dem Haus Wittelsbach i.w.S.

Um welchen Herzog geht es bitte?



uhuwerst
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Beitrag von uhuwerst » Do 20. Aug 2009, 06:33

Stanislaus Lesczinsky kann passen, ich habe ihn in wikipedia nachgeschaut, im Artikel kommt der Titel Wojewode vor, der fiel im Gespräch über den möglichen Dienstherrn des Peter-Pjotr Werst und auch der Bezug zu Frankreich ist durch die Heirat der Tochter von Stanislaus gegeben. Den erwähnte mein Gesprächspartner nämlich auch, als er versuchte zu erklären, um welchen Herrscher in Zweibrücken es ging. Im wikipedia Text steht, dass Stanislaus ursprünglich aus der Ukraine stammte, das würde ja auch zu der Herkunft aus Russland für meinen Pjotr passen.
Vielen Dank!
Gibt es Belege, dass damals im Gefolge von Stanislaus Leute mitkamen, die dann in der Gegend von Zweibrücken- in meinem Fall in der Pfalz in Börrstadt ansässig wurden?


uhuwerst

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Beitrag von MIG » Do 20. Aug 2009, 06:51

Original von Dilo
Ich kenne ehrlich gesagt keinen Herzog von Zweibrücken, der in/um 1735 regierte und polnischer Abstammung war.

Mir ist nur Herzog Christian III. von Zweibrücken-Birkenfeld, 1674-1735, bekannt, auf den wiederum sein Sohn Christian IV., 1722-1775, folgte, beide stammen aus dem Haus Wittelsbach i.w.S.

Um welchen Herzog geht es bitte?
Da ist ein kleines Missverständnis: Stanislaus Lesczinsky war nicht Herzog von Zweibrücken, sondern lebte nur dort in einer Art Exil als Schützling Karl XII. von Schweden. Der von uhuwerst erwähnt wikipedia Artikel gibt weitere Auskunft.
Gruss Michael


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Beitrag von Dilo » Do 20. Aug 2009, 15:20

aus: http://www.maerkischbuchholz.de/verzeic ... ndat=49652

Des Königs Tabakskollegium
Die Raucherrunde des ,,Soldatenkönigs" bestand nur aus geladenen Gästen, denen der König vertraute. Im ,,Tabakskollegium diskutierte man verschiedene, auch politische Probleme bei Tonpfeife und Bierkrug, oft mit
berühmten Zeitgenossen, wie dem russischen Zaren Peter dem Großen.

Ein besonders willkommener Gast war König Stanislaus Lesczinsky von Polen.

1735 rauchte er bei seinem Aufenthalt mit Friedrich Wilhelm 1. um die Wette, wobei es nie unter 32 Pfeifen abging. Geraucht wurde leichter holländischer Tabak, der in geflochtenen Körbchen auf dem Tisch stand.
Er war sehr ungehalten, wenn ein Gast eine andere, eigene Sorte mitbrachte.
In anderer Hinsicht war der strenge Soldatenkönig tolerant. Wenn er eintrat oder hinausging, durfte niemand aufstehen. Der Königs wollte in diesem Kreis nur als Oberst seines Garderegiments gelten. In dieser Gesellschaft
hatte er den König abgelegt. Jeder Gast erhielt einen Spitznamen. Rücksichten auf das Ansehen der Person gab es dabei nicht.
Das Tabakskollegium war nicht nur ein Ort der Zerstreuung und Kurzweil, es diente auch der Belehrung und Unterhaltung. Im Tabakskollegium wurde große Politik gemacht. In diese Zeit fällt auch die Umbenennung Wusterhausens in ,,Königs Wusterhausen".

ODER aus Wikipedia:

Während die von Frankreich unterstützte Partei (vertreten durch Karl VI., deutscher Kaiser, als König von Spanien Karl III. (geb. 1. October 1685, gest. 20. Oktober 1740) den Schwiegervater des französischen Königs, Stanislaus Lesczinsky, zum Könige ausrief (12. September 1733), wählte eine zweite unter Österreichs und Rußlands Schutz Friedrich August's II. Sohn, August III. (5. October).

Spanien, Sardinien und Frankreich erklärten nun Karl den Krieg.

Also war Stanislaus L. ein Schützling Frankreichs und nicht umgekehrt, wie in "Zweibrücken" misslicherweise interpretiert.



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Beitrag von Dilo » Do 20. Aug 2009, 20:51

Wenn überhaupt Russen in Zweibrücken/Herzogtum Lothringen, dann wohl eher als Kriegsgefangene ....



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Beitrag von Ulrich » Do 20. Aug 2009, 22:12

der Exkönig von Polen wurde kurzfristig als Herzog von Lothringen eingesetzt. Er baute in Zweibrücken ein Lustschloss die heutige Fasanerie auf. Wo man heute fürstlich Essen kann. In deinem anderen Posting dieses hier ist ein doppeltes hab ich dir einen Hinweis auf die Ahnenforschergruppe von Zweibrücken gegeben .


gruss

Uli

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Beitrag von Dilo » Fr 21. Aug 2009, 17:34




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