Lateinische Form des Familiennamens
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Andreas D.
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Lateinische Form des Familiennamens
Hallo,
meine Vorfahren stammen aus der Picardie.
Die französische Ursprungsform meines Namens lauten "du Putel" und ist ein Herkunftsname
(Toponomie) für Sumpft, Moor - kleines Wasserloch.
Nachdem ich die Familie bis ins 16 Jhd. gut erforschen konnte, suche ich nach der lateinischen
Schreibweise des Namens, da die schriftlichen Aufzeichnungen vor dieser Zeit überwiegend
in lateinischer Form verfasst wurden. Gefunden habe ich
"de Putelo"im Jahr 1241 oder "de Putello" im Jahr 1370
bin mir aber nicht sicher, ob es wirklich die lateinische Form ist. Der Name ist auch in Frankreich
so selten, dass sich die Namensträger auf wenige Familien zusammenführen lassen. Den ältesten
Namenseintrag in der französischen Form habe ich im Jahr 1297 gefunden.
Kann mir jemand bei der lateinischen Abwandlung dieses Namens behilflich sein.
Vielleicht ist auch Putel"us" richtig.
Danke für Eure Hilfe !!!!!
meine Vorfahren stammen aus der Picardie.
Die französische Ursprungsform meines Namens lauten "du Putel" und ist ein Herkunftsname
(Toponomie) für Sumpft, Moor - kleines Wasserloch.
Nachdem ich die Familie bis ins 16 Jhd. gut erforschen konnte, suche ich nach der lateinischen
Schreibweise des Namens, da die schriftlichen Aufzeichnungen vor dieser Zeit überwiegend
in lateinischer Form verfasst wurden. Gefunden habe ich
"de Putelo"im Jahr 1241 oder "de Putello" im Jahr 1370
bin mir aber nicht sicher, ob es wirklich die lateinische Form ist. Der Name ist auch in Frankreich
so selten, dass sich die Namensträger auf wenige Familien zusammenführen lassen. Den ältesten
Namenseintrag in der französischen Form habe ich im Jahr 1297 gefunden.
Kann mir jemand bei der lateinischen Abwandlung dieses Namens behilflich sein.
Vielleicht ist auch Putel"us" richtig.
Danke für Eure Hilfe !!!!!
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Thomas
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Lateinische Form des Familiennamens
Das gesuchte lateinische Wort ist vermutlich “puteal“, was “Brunneneinfassung“ bedeutet.
Die Präposition “de“ (“von“) verlangt den Ablativ, also heisst es korrekt: “de puteale“.
Gruss
Thomas
Die Präposition “de“ (“von“) verlangt den Ablativ, also heisst es korrekt: “de puteale“.
Gruss
Thomas
Thomas Illi, Wolfhausen
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Andreas D.
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Lateinische Form des Familiennamens
Hallo Thomas,
vielen Dank für den Hinweis - aber ich suche nicht das lateinische Wort,
sondern die lateinische Schreibweise des Namens.
In dem Dokument aus dem Jahr 1241 steht ....... Martinus de Putelo, sex jugera .....
Die Frage ist, ob de Putelo eine lateinische Schreibweise des Namens sein kann.
Es gibt mehrere Plätze in Nordfrankreich: Z. B. ... Terroir - du Putel- , so dass die Urform
und die Bedeutung des Namens geklärt ist, aber in den lateinischen Dokumenten wurde der Name
entsprechend angepasst. Da mittlerweile viele lateinische Dokumente und Bücher im Internet erforschbar
sind, suche ich nach Übereinstimmungen.
Ich denke die Präposition spielt hier nur eine Nebenrolle, da ich den Namen mit mehreren
Zusätzen in Dokumenten gefunden habe .... du Putel, de Putel, le Putel .....
Viele Grüße
Andreas
vielen Dank für den Hinweis - aber ich suche nicht das lateinische Wort,
sondern die lateinische Schreibweise des Namens.
In dem Dokument aus dem Jahr 1241 steht ....... Martinus de Putelo, sex jugera .....
Die Frage ist, ob de Putelo eine lateinische Schreibweise des Namens sein kann.
Es gibt mehrere Plätze in Nordfrankreich: Z. B. ... Terroir - du Putel- , so dass die Urform
und die Bedeutung des Namens geklärt ist, aber in den lateinischen Dokumenten wurde der Name
entsprechend angepasst. Da mittlerweile viele lateinische Dokumente und Bücher im Internet erforschbar
sind, suche ich nach Übereinstimmungen.
Ich denke die Präposition spielt hier nur eine Nebenrolle, da ich den Namen mit mehreren
Zusätzen in Dokumenten gefunden habe .... du Putel, de Putel, le Putel .....
Viele Grüße
Andreas
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le_tisserand
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Lateinische Form des Familiennamens
Ohne ein Experte für das Thema zu sein:
Eine genaue Übersetzung des Familiennamens kommt meines Erachtens nur in Frage, wenn die Bedeutung des ursprünglichen Namens augenfällig ist. Einen Weber kann man leicht in einem Textor, einen Weiß in einen Candidus umtaufen.
Bei anderen Namen kann ich mir durchaus vorstellen, dass man sie einfach durch die jeweiligen Wortendungen (-us, -o) an den restlichen lateinischen Text anpasste.
Einfach meinem Gefühl nach kann de Putelo schon eine "latinisierte" Form des Namens du Putel sein, vielleicht gibts da aber noch eine wissenschaftlichere Erklärung.
Eine genaue Übersetzung des Familiennamens kommt meines Erachtens nur in Frage, wenn die Bedeutung des ursprünglichen Namens augenfällig ist. Einen Weber kann man leicht in einem Textor, einen Weiß in einen Candidus umtaufen.
Bei anderen Namen kann ich mir durchaus vorstellen, dass man sie einfach durch die jeweiligen Wortendungen (-us, -o) an den restlichen lateinischen Text anpasste.
Einfach meinem Gefühl nach kann de Putelo schon eine "latinisierte" Form des Namens du Putel sein, vielleicht gibts da aber noch eine wissenschaftlichere Erklärung.
LG Alexander
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Thomas
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Lateinische Form des Familiennamens
Meines Wissens wurde im 13. Jahrhundert noch kein Französisch gesprochen, sondern Altfranzösisch, das dem galloromanischen Vulgärlatein noch sehr viel näher stand als der heutigen Nationalsprache Frankreichs. Somit scheint mir die Suche nach dem lateinischen Wort nicht so falsch zu sein. Jedenfalls wurde im 13. Jahrhundert bestimmt nicht “eine lateinische Form“ eines französischen Namens in der heutigen Form geschrieben...
Gruss
Thomas
Gruss
Thomas
Thomas Illi, Wolfhausen
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Andreas D.
- Beiträge: 12
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- Geschlecht: Männlich
Lateinische Form des Familiennamens
Mir ist schon klar, dass in dieser Zeit Altrfranzösisch gesprochen wurde.
Das Wort "Putel" ist die altfranzösische Bezeichnung für "bourbier/mare" im heutigen Französisch.
Ich habe mittlerweile einen passenden Link gefunden, der die entsprechenden Ableitungen erklärt.
http://www.shalp-puteaux.org/histoire/p ... de003.html
Es hilft mir aber insofern nicht weiter, ob der Name Martinus de Putelo in dem lateinischen
Dokument zumindest einen Namensbezug hat.
Aber trotzdem Danke für Eure Hilfe
Das Wort "Putel" ist die altfranzösische Bezeichnung für "bourbier/mare" im heutigen Französisch.
Ich habe mittlerweile einen passenden Link gefunden, der die entsprechenden Ableitungen erklärt.
http://www.shalp-puteaux.org/histoire/p ... de003.html
Es hilft mir aber insofern nicht weiter, ob der Name Martinus de Putelo in dem lateinischen
Dokument zumindest einen Namensbezug hat.
Aber trotzdem Danke für Eure Hilfe
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Stephleuen
- Beiträge: 707
- Registriert: Sa 15. Dez 2007, 14:13
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- Wohnort: Schweiz, Bern
Re: Lateinische Form des Familiennamens
Grundsätzlich muss beachtet werden ob der Name zu dieser Zeit in dieser Region überhaupt schon als Familienname bezeichnet werden kann. In der Schweiz z.B. setzt die Bildung von Zunamen auf dem Lande etwa in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts erst ein. Dabei sind es blosse Zunamen die keinen rechtlichen Status haben. Das sind blosse Anhängsel der Schreiber damit sie nicht vergessen um wen es sich im entsprechenden Schriftsstück genau handelt . Solche Zunamen waren noch nicht einmal erblich vom Vater auf die Kinder übertragen worden. Mir sind sogar Fälle bekannt wo ein Bauer ein Gut verliess und der Name des neuen Gutes annahm während sein Nachfolger ebenfalls den Hofnamen annahm. Die Zunamen blieben diesen Personen und Familien haften.
Ich stelle fest, dass in der Schweiz, namentlich im Kanton Bern, im 13. Jahrhundert in den lateinisch abgefassten Urkunden und Rechtstiteln die althochdeutschen Flurnamen lateinisiert sind.
Im 8. - 11. Jahrhundert hat man von Rechtstitteln auch Abschriften erstellt. Vielfach erkennt man eine Kopie daran, dass an den Vornamen Zunamen angehängt worden sind, während beim Original die Zeugen z.B. nur Kreuze geschrieben haben und die Schreiber hinter die Kreuze die Vornamen angebracht haben.
Ist nun die historische Urkundenlage in einer lockeren Folge, d.H. nur geringe Nennungen, muss die Namensgebung aus einem sehr kritischen Blickwinkel betrachtet werden. Taucht der Name in einer Region ab dem 14. Jh. gehäuft auf kann davon ausgegangen werden dass ein familiärer Zusammenhang zwischen den einzelnen Personen besteht.
Ich würde deshalb nicht partout auf einer lateinischen Schreibweise festhalten und suchen sondern die verschiedenen Schreibweisen sammeln und den Fundort genau festhalten.
Beste Grüsse
Stephan Leuenberger
Ich stelle fest, dass in der Schweiz, namentlich im Kanton Bern, im 13. Jahrhundert in den lateinisch abgefassten Urkunden und Rechtstiteln die althochdeutschen Flurnamen lateinisiert sind.
Im 8. - 11. Jahrhundert hat man von Rechtstitteln auch Abschriften erstellt. Vielfach erkennt man eine Kopie daran, dass an den Vornamen Zunamen angehängt worden sind, während beim Original die Zeugen z.B. nur Kreuze geschrieben haben und die Schreiber hinter die Kreuze die Vornamen angebracht haben.
Ist nun die historische Urkundenlage in einer lockeren Folge, d.H. nur geringe Nennungen, muss die Namensgebung aus einem sehr kritischen Blickwinkel betrachtet werden. Taucht der Name in einer Region ab dem 14. Jh. gehäuft auf kann davon ausgegangen werden dass ein familiärer Zusammenhang zwischen den einzelnen Personen besteht.
Ich würde deshalb nicht partout auf einer lateinischen Schreibweise festhalten und suchen sondern die verschiedenen Schreibweisen sammeln und den Fundort genau festhalten.
Beste Grüsse
Stephan Leuenberger
Stephan Leuenberger
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