Quellen zur Einbürgerung in der Schweiz im 19. Jahrhundert

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AMO
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Einreise in die Schweiz 1878

Beitrag von AMO » Sa 26. Mai 2007, 15:14

Liebes Forum,Ich bin erst seit heute hier angemeldet. Mein Name ist Colette Llorca, stamme aus Deutschland, in Frankreich verheiratet.
Ich hätte gern gewusst, ob es möglich ist, die Einreise einer aus Deutschland (Preussen) 1878 in die Schweiz eingereisten Person zu ermitteln. Die Abmeldepapiere in DEU sind im 2.Weltkrieg verbrannt.
Es handelt sich um meinen Urgrossvater Maria Heinrich August Meyer *8.4.1853 Köln, der "durch Urkunde der Königlichen Regierung hierselbst (Köln) vom 9. Juli 1878 aus dem preussischen Staatsverbande nach der Schweiz entlassen worden ist".
Für Eure Antwort jetzt schon ein dickes Dankeschön!
Gruss
Colette



Wolf
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Quellen zur Einbürgerung in der Schweiz im 19. Jahrhundert

Beitrag von Wolf » So 27. Mai 2007, 17:14

Hallo Colette,

ich nehme einmal an, es geht nicht um eine einfache Einreise (dazu gibt es ziemlich sicher keine Quellen), sondern um eine Einbürgerung in der Schweiz - darauf weist das Zitat "aus dem preussischen Staatsverbande ... entlassen" hin, also die Aufgabe der preussischen Staatsbürgerschaft; ich habe mir deshalb erlaubt, den Titel entsprechend anzupassen.

Doch nun zur Frage: Unterlagen zur Einbürgerung wird man zuerst in der jeweiligen Gemeinde suchen, wo die gesuchte Person eingebürgert wurde. Problem: man muss diese Gemeinde erst einmal kennen. Bei einem eher seltenen Namen kann hier das Familiennamenbuch helfen - aber Meyer (und evtl. ähnliche Schreibweisen) sind leider nicht gerade selten. Ich habe trotzdem einmal das Familiennamenbuch durchgesehen: unter der Schreibweise Meyer ist leider keine Einbürgerung 1878 einer deutschen Familie genannt. Nun ist es natürlich möglich, dass die Einbuergerung kurz vorher oder auch erst später stattgefunden hat, oder dass die Familie sich in der Schweiz Meier oder Mayer oder ... schrieb - aber das lässt leider zu viele Moeglichkeiten offen, um eine sinnvolle Anfrage starten zu können.

Hat jemand eine bessere Idee ??


Wolf Seelentag, St.Gallen
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Dagmar
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Quellen zur Einbürgerung in der Schweiz im 19. Jahrhundert

Beitrag von Dagmar » So 6. Jan 2008, 14:21

vielleicht über den Geburtsnamen der Ehefrau?



Thomas
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Quellen zur Einbürgerung in der Schweiz im 19. Jahrhundert

Beitrag von Thomas » So 6. Jan 2008, 15:58

Aber 1877 gab es eine Meyer-Einbürgerung aus Deutschland in der Stadt Basel, was m.E. passen könnte.

Mein Urgrossvater mütterlicherseits wurde nämlich auch 1909 in der Schweiz eingebürgert, aber erst ein Jahr später, 1910, aus dem k.u.k. österreichischen Staatsverband entlassen. Zu sagen ist noch, dass mein Grossvater bereits 1891 in der Schweiz seine Schweizer Ehefrau geheiratet hatte, dass er also schon lange vor dem Bürgerrechtswechsel eingereist war.

Gruss

Thomas


Thomas Illi, Wolfhausen

Georgius

Quellen zur Einbürgerung in der Schweiz im 19. Jahrhundert

Beitrag von Georgius » So 6. Jan 2008, 16:08

Im Familiennamenbuch der Schweiz ist 1877 in Basel eine Einbürgerung eines Meyer aus Deutschland erwähnt.
mit Gruss Georgius
- Editiert von Wolf am 06.01.2008, 16:44 -



AMO
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Re: Quellen zur Einbürgerung in der Schweiz im 19. Jahrhunde

Beitrag von AMO » So 8. Mai 2011, 18:10

Liebe Leute, die mir 2008 geschrieben haben!
Weil ich damals vom Bedienen eines PC noch zu wenig verstand, habe ich Eure Antworten nie lesen können. Durch die Adressenumstellung des Forums bin ich wieder auf die Seite gekommen.
Danke an die, die eine Einbürgerung vermuten, bzw. in Basel 1877 gefunden haben, das macht Sinn.
Georgius: Wie kann ich den vollen Namen des eingebürgerten MEYER erfahren? Suche im online Familiennamenbuch ergab nur FN MEYER, 1877, Basel.

Danke an alle!

Colette



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Re: Quellen zur Einbürgerung in der Schweiz im 19. Jahrhunde

Beitrag von Peter.D » So 8. Mai 2011, 18:57

Hallo Colette, wenn sich Ihr Urgrossvater tatsächlich in der Stadt Basel oder mindestens im Kanton Basel-Stadt einbürgern liess, haben Sie beste Chancen, seine Dokumente zu finden. Das Staatsarchiv besitzt nämlich für diese Zeit nicht nur detaillierte Register, sondern bewahrt auch viele Originaldokumente zum Prozess der Einbürgerung auf; darunter befinden sich oft auch handschriftliche Anträge der Gesuchsteller.
Ich würde das Staatsarchiv einfach mal anfragen, ob Ihr Urgrossvater in den Registern zu finden ist:

http://www.staatsarchiv.bs.ch/benuetzun ... mulare.htm

Im Familiennamenbuch sind jedoch nur diejenigen Familien aufgeführt, die 1962 noch in irgendeiner Schweizer Gemeinde das Schweizer Bürgerrecht besassen. Wenn der Zweig Ihres Urgrossvaters in der Schweiz also z.B. zwischen 1879 und 1962 ausgestorben ist, ist seine Einbürgerung auch nicht mehr in diesem Verzeichnis aufgeführt.
Wenn sich keine Einbürgerung in Basel-Stadt finden lässt, müssten Sie in allen anderen 25 Kantonen anfragen - und eventuell gibt es gar nicht überall Register auf kantonaler Ebene!

Peter



Stephleuen
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Re: Quellen zur Einbürgerung in der Schweiz im 19. Jahrhunde

Beitrag von Stephleuen » So 8. Mai 2011, 20:47

Liebe Colette

Mir scheint diese Angelegenheit etwas kompliziert. In Bern gibt es ein Bundesamt für Zivilrechtsfragen. Ich weiss nicht mehr wie es genau heisst. Ich würde Dir empfehlen Dich bei der Kanzlei des Departementes des Innern einmal telefonisch zu erkundigen oder eventuell bei der Bundespolizei an der Taubenhalde in Bern. Dieses Bundesamt ist auch für Adoptivkinder zuständig die ihre genetischen Eltern suchen.

Gut wäre es wenn Du weitere Nachkommen von Deinem Urgrossvater kennen würdest. Hast Du die Daten Deines Grossvaters. Für mich stellt sich noch die Frage ist das Dein Urgrossvater mütterlicherseits oder väterlicherseits? Hat er tatsächlich das Schweizerische Staatsbürgerrecht müsste der Bürgerort herausgefunden werden können. Ist Dein Urgrossvater väterlicherseits müstest Du eigentlich das schweizerische Staatsbürgerrecht haben und über das betreffende Bundeamt Dein Bürgerort herausgefunden werden können.

Beste Grüsse

Stephan Leuenberger



Stephan Leuenberger
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Re: Quellen zur Einbürgerung in der Schweiz im 19. Jahrhunde

Beitrag von AMO » So 8. Mai 2011, 22:18

Die Sache IST kompliziert!
Es handelt sich um einen Urgrossvater mütterlicherseits, also habe ich sicher kein Schweizer Staatsbürgerrecht.
Meine Grossmutter mütterlicherseits ist das einzige überlebende Kind aus seiner Ehe mit meiner Ug-Mutter gewesen. Ihre ältere Schwester und ein jüngerer Bruder starben ohne Nachkommen.

Vom Ug-Vater selbst habe ich: Maria Heinrich August MEYER *1853 Köln, Papiermacher, Werkmeister und Werksführer, und die Gewissheit, dass die 1881 in Heidelberg geschlossene Ehe mit Ug-Mama vor 1895 geschieden wurde, Ort bisher unbekannt.
Die Ug-Eltern sollen 1881-1883 in den USA gewesen sein, der Ug-Vater hat sich im Sommer 1883 in Schweinfurt(Bayern) angemeldet mit der Angabe "Heimat Philadelphia". Hat dann in Schweinfurt gearbeitet, 1887 in Rathsdamnitz(Pommern), 1891 in Copitz bei Pirna(Sachsen). Danach habe ich keine Dokumentation über seinen Verbleib.

Ein erhaltener Brief seiner geschiedenen Frau von 1911 fragt in Schweinfurt an, ob Verbleib und Nationalität des Ex-Mannes festzustellen seien, weil der Sohn Otto, *1891 in Copitz, zum Wehrdienst musste, und dazu seine eigene Nationalität festzustellen war.
Da keine Wiedereinbürgerung in Preussen erfolgt war, wurde der Sohn für staatenlos erklärt, hat aber dann in seinem Geburtsland Sachsen gedient, wo er 1913 starb. Seine Schwester, meine Grossmutter Johanne, *1887 in Rathsdamnitz, wurde 1916 in Mannheim bei der Beschaffung der Papiere für ihre Heirat als Amerikanerin eingestuft (mündl. Auskunft von ihr). Das Standesamt in Mannheim war vorläufig nicht sehr ergiebig.

Im Januar 2011 habe ich in Köln in der evang. Antoniterkirche die Taufen und teilweise die Konfirmationen von 10 Geschwistern meines Ug-Vaters gefunden, keinen einzigen Sterbeeintrag, nur den seines Vaters Hermann vom 5.11.1876. Eine 1864 geb. Schwester soll in der Schweiz Erzieherin gewesen sein und dann einen Amerikaner geheiratet haben (mündl. Familientradition).
Haus und Geschäft des Vaters Hermann MEYER bestehen bis 1878, wo auch seine Witwe in der Adressenliste zu finden ist. Danach nur das Geschäft, mit einer anderen Adresse, bis 1880 unter dem Namen der Brüder Heinrich August und Paul J. MEYER
Der 1855 geb. Paul Josef hat 1888 in New York geheiratet (Familysearch).

Das könnte auf einen Aufenthalt mehrerer Familienmitglieder nach 1880 in der Schweiz und anschliessend in den USA hindeuten.

Ich werde es beim Staatsarchiv nach Peter D.'s Hinweis versuchen. Danke!

Gruss aus Frankreich
Colette



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Re: Quellen zur Einbürgerung in der Schweiz im 19. Jahrhunde

Beitrag von Stephleuen » Mo 9. Mai 2011, 07:47

Liebe Colette

Zwischen einem Aufenthalt in der Schweiz und einem Schweizerischen Staatsbürgerrecht ist ein sehr grosser Unterschied. Die Erwerbung des Schweizerischen Staatsbürgerrechtes war und ist es heute noch, ein kompliziertes, aufwendiges und teures Verfahren. Hätte Dein Urgrossvater das schweizerische Staatsbürgerrecht erworben währe das spätestens bei der Heirat Deiner Grossmutter in den standesamtlichen Akten vermerkt gewesen.

Meine Eltern hatten Freunde, der Mann in Deutschland aufgewachsen und seine Frau ebenfalls. Er wurde im zweiten Weltkrieg für den Russlandfeldzug eingezogen. Noch wärend dem Krieg heiratete er. Dabei kam zum Vorschein, dass er Schweizer war. Er wurde aus der Wehrmacht entlassen und in die Schweiz überführt.

Besitzt man einmal das Schweizerische Staatsbürgerrecht, erlischt es nicht mehr. Selbst wenn mehrere Generationen nicht mehr in der Schweiz leben. Also müsste auch beim standesamtlichen Personenstand Deiner Grossmutter ersichtlich sein, dass sie Schweizerin ist.

Bevor ich mich nun im StA-Basel auf eine mühsame und aufwendige Suche machen würde, würde ich mich in Bern beim Eidgenössischen Departement des Innern informieren ob aus der Zeitspanne 1850 - 1917 Einwanderungs - Aufenthalts- Emigranten- Listen existieren und in welchem Archiv sich diese befänden. Vielleicht kann sogar das Bundesarchiv in Bern helfen.

Es gibt ein Sprichwort das sagt "es führen viele Wege nach". Manche Wege sind direkt und daher die schnellsten. Die Geschichte hat mich aber gelehrt, dass die Direkten Wege nicht immer die richtigen sind. Manchmal führen die Umwege auf direktem Weg ans ziel. Es dauert halt bloss etwas länger. Dafür ist man auf sicherem Weg.

BEste Grüsse

Stephan Leuenberger



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Re: Quellen zur Einbürgerung in der Schweiz im 19. Jahrhunde

Beitrag von AMO » Mo 9. Mai 2011, 18:29

Lieber Stephan,

herzlichen Dank für diese "aufklärenden Worte".

Falls mein Ug-Vater die Schweizer Staatsangehörigkeit erworben haben sollte, hat er zumindest in Deutschland keinen Gebrauch davon gemacht, denn seine Kinder sind offensichtlich nicht als Schweizer eingetragen.
Warum sollte er aber diese Staatsangehörigkeit in den deutschen Ländern nicht benutzen? Hatten denn Schweizer im Kaiserreich Schwierigkeiten zu befürchten? In puncto Anstellung?

Scheint also eher unwahrscheinlich, dass er die Staatsangehörigkeit gehabt hat, vor allem, wenn man bedenkt, dass in dem schon erwähnten Brief angegeben wird, er habe einen Heimatschein in Philadelphia erworben. (Von einer Einbürgerung in den Staaten fehlt bisher aber auch jeder Hinweis, trotz Suche durch Leute, die dort wohnen.)
Das Meldeamt in Schweinfurt hat 1911 die "Angabe" von Philadelphia als Heimatort bestätigt, nicht dass ein Dokument vorgelegen hätte.

Vielleicht hat er versucht, sich erst in der Schweiz, dann in USA einbürgern zu lassen und keinen Erfolg gehabt? Daher die zweimalige Rückkehr nach Deutschland?
Der MEYER wird mir immer undurchsichtiger!

Perplexe Grüsse
Colette



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Re: Quellen zur Einbürgerung in der Schweiz im 19. Jahrhunde

Beitrag von Stephleuen » Di 10. Mai 2011, 07:21

Liebe Colette
Der Titel dieses Threads ist sehr verwirrlich. Für mich spricht alles gegen eine Einbürgerung in der Schweiz, im Moment sogar gegen einen Aufenthalt. Einzig die Tochter als Erzieherin weisst in die Richtung eines Aufenthaltes in der Schweiz. Für mich spricht auch alles gegen eine Einbürgerung in den Staaten der USA. Man muss sich vorstellen was eine Reise in die USA damals kostete und was die Rückreise wiederum kostete.

Haben Sie die Pasagierlisten in Hamburg und im Bremerhafen schon einmal überprüft ob sich Ihr Urgrossvater darunter befindet? Auch für die Rückreise von den USA nach Deutschland müsste er wiederum auf einer Passagierliste erscheinen.

Was mir aber noch viel wichtiger erscheint, zuerst alle Lebensdaten Ihres UG die Ihnen bekannt sind durch amtliche Dokumente lückenlos zu sichern. (Geburt und Ort der Geburt, Eheschliessung und Ort, Scheidung und Ort, Wiedereverheiratung und Ort usw.) In der Genealogie ist es wichtig mit den amtlich bestätigten Daten zu forschen und nicht nach den Erzählungen die in der Familie überliefert werden. Ob diese Erzählungen zutreffen wird sich dann zeigen.

BEste Grüsse

Stephan Leuenberger



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Re: Quellen zur Einbürgerung in der Schweiz im 19. Jahrhunde

Beitrag von Stephleuen » Di 10. Mai 2011, 08:02

Liebe Colette

Einen Hinweis zur Schweiz habe ich auf Deiner Homepage gefunden. Deine Urgrossmutter war eine geborene Sulzer aus dem Badischen. Die Sulzer sind in der Schweiz wie folgt verbürgert:

Sulzer BE Amsoldingen a
Sulzer BE Bern 1866 (Amsoldingen BE)
Sulzer BE Frutigen 1914 *
Sulzer BE Guttannen a
Sulzer BE Meiringen a
Sulzer BS Basel 1926 *
Sulzer BS Basel 1950 (Schaffhausen SH)
Sulzer BS Riehen a
Sulzer NE Cernier 1913 (Amsoldingen BE)
Sulzer SH Schaffhausen a
Sulzer VD Lausanne 1957 (Winterthur ZH)
Sulzer ZH Hettlingen a
Sulzer ZH Winterthur a
Sulzer ZH Winterthur 1879 *
Sulzer ZH Winterthur 1941, 1954 *
Sulzer ZH Winterthur 1922 (Hettlingen ZH)
Sulzer von Wart ZH Zürich 1816 (Winterthur ZH)

Könnte in dieser Tatsache der Bezug zur Schweiz sein. Immerhin sind die Sulzer laut angaben des Historischen Lexikons der Schweiz nach Deutschland verheiratet. Könnte möglich sein dass die Beziehung der Meyer/Mayer nicht durch den Urgrossvater bestand hatten sondern durch die Urgrossmutter.

Beste Grüsse

Stephan Leuenberger



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Re: Quellen zur Einbürgerung in der Schweiz im 19. Jahrhunde

Beitrag von AMO » Di 10. Mai 2011, 16:03

Lieber Stephan,

vielen Dank für die Mühe, die Du Dir mit mir gibst. Den Titel des Thread lasse ich nun zum letzten Mal so stehen, denn ich denke, wir sollten die Diskussion über den MEYER und Konsorten vorläufig hier abbrechen, bis ich das Standesamt in Mannheim weiter befragt habe!

Schweiz und USA: Ob die Ug-Mutter SULZER jemals mit in der Schweiz war, weiss ich nicht, halte es aber für unwahrscheinlich. Sie war aber sicher 1x mit in den USA, denn sie hat sich nach ihren Aussagen schliesslich scheiden lassen, weil ihr Mann wieder in die USA wollte, sie aber die ewige Herumzieherei satt hatte. Ihr Überseekoffer war noch bis 2003 in meinem Besitz, er trug aber keinerlei Kennzeichnung, die über das benutzte Schiff oder die Abfahrts- und Zielhäfen Aufschluss gegeben hätte.

Die Passagierlisten wimmeln von MEYER und es gibt auch einige Heinrich August darunter (Auskunft von einer Amateurgenealogin aus den USA). Ich habe noch keine systematische Suche in Angriff genommen, weil ich das technisch nicht schaffe, denn ich bin PC mässig blöd. Und mein Mann kann kein Deutsch.

Die SULZER in Gauangelloch kommen zumindest nicht direkt aus der Schweiz, sondern sind um 1700 als Lutheraner aus Schmalach in der Markgrafschaft Ansbach in die Heidelberger Gegend gekommen. Dort hat der als erster namentlich bekannte Leonhard SULZER 1706 in Neckargemünd die reformierte Anna Dorothea BLEYLER geheiratet, T.v. Heinrich, deren Familie aus der Schweiz stammen soll.

2. Scheidungsgrund war angeblich, dass der MEYER die Mitgift seine Frau auf die Entwicklung seiner Erfindungen in der Papierbranche verwendet hätte. Beide Familien waren nicht gerade arm, die MEYER hatten eine Papiergrosshandlung in Köln, die Mutter des MEYER stammt aus einer alten Papiermühle in Vlotho. Die SULZER waren Metzger und der SULZER-Vater auch Gastwirt. Geld für die Überfahrt in die USA wird schon da gewesen sein. Ich habe schon mal an das Patentamt in Berlin geschrieben, wie ich die Suche anstellen könnte, hatte aber zuwenig Elemente für eine ernsthafte Suche. In Rathsdamnitz war der MEYER Werksführer und in Copitz Direktor der Papierfabrik gewesen (Beruf auf Geburts- und Taufscheinen verzeichnet).

Ich hätte noch eine Frage wegen Schweizer Nationalität, die aber einen 1699 in Aubonne geborenen Waldenservorfahren betrifft und nicht hierhergehört. Sollte ich dazu einen Thread woanders anlegen, oder würde mir jemand auf meiner Mailadresse colette.llorca(at)orange.fr oder colette.llorca(at)gmail.com antworten?

Grüsse aus Frankreich
Colette



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