Im Schweizer Familiennamen Buch (Swiss Surnames) wird die Familie Aescher von Därstetten als eine Familie gekennzeichnet die 1815 das Bürgerrecht von Därstetten erhaltene hat. Es ist jedoch kein Herkunftsort / Land angegeben und noch verwirrender ist das man von dieser Familie noch bis ca. 1640 Daten in den Kirchenbücher von Därstetten findet. Mich würde einfach interessieren woher diese Familie Aescher gekommen ist und vorallem warum sie erst 1815 das Bürgerrecht erhalten hat. Könnte ihr mir da irgendwie helfen ?
Gruss Chiren
Aescher von Därstetten BE
Moderator: Wolf
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Thomas
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Aescher von Därstetten / Bürgerrecht
Im Familiennnamenbuch von 1968 ist Aescher wie folgt gekennzeichnet: Därstetten 1815 (*). Der Stern bedeutet, dass die alte Herkunft unbekannt sei oder dass das erwähnte Bürgerrecht aufgrund besonderer gesetzlicher Bestimmungen (Adoption, Scheidung etc.) bestehe.
Im älteren Familiennamenbuch aus dem Jahr 1940 ist Aescher dagegen noch ganz normal mit "a" für Därstetten aufgeführt, was bedeutet, dass das Geschlecht in Därstetten "alt", d.h. seit vor 1800, verbürgert ist, was ja auch mit den KB-Einträgen übereinstimmt. Auch im Historisch-Biographischen Lexikon der Schweiz (HBLS) wird Aescher als altes Bürgergeschlecht von Därstetten erwähnt. Aufgeführt sind drei Notare aus dem Geschlecht, nämlich Jakob A. (1708), Johann A. (1713) und Jakob A. (1781). Der letztgenannte wurde 1798 nach dem Einmarsch der Franzosen ins oberste helvetische Gericht gewählt.
Auch Billeter
hat die Aescher von Därstetten seit 1640 erforscht.
Den Eintrag im Familiennamenbuch von 1968 halte ich schlicht für einen Fehler, denn die ursprüngliche Herkunft der Aescher von Därstetten scheint gesichert. Zu beachten ist allerdings, dass sich vor 1800 auch die Zürcher Stadtadligen Escher bzw. von Escher "Aescher" nannten und auch schrieben. Ein Zusammenhang zum Berner Geschlecht besteht jedoch nicht.
Gruss
Thomas
Im älteren Familiennamenbuch aus dem Jahr 1940 ist Aescher dagegen noch ganz normal mit "a" für Därstetten aufgeführt, was bedeutet, dass das Geschlecht in Därstetten "alt", d.h. seit vor 1800, verbürgert ist, was ja auch mit den KB-Einträgen übereinstimmt. Auch im Historisch-Biographischen Lexikon der Schweiz (HBLS) wird Aescher als altes Bürgergeschlecht von Därstetten erwähnt. Aufgeführt sind drei Notare aus dem Geschlecht, nämlich Jakob A. (1708), Johann A. (1713) und Jakob A. (1781). Der letztgenannte wurde 1798 nach dem Einmarsch der Franzosen ins oberste helvetische Gericht gewählt.
Auch Billeter
hat die Aescher von Därstetten seit 1640 erforscht.
Den Eintrag im Familiennamenbuch von 1968 halte ich schlicht für einen Fehler, denn die ursprüngliche Herkunft der Aescher von Därstetten scheint gesichert. Zu beachten ist allerdings, dass sich vor 1800 auch die Zürcher Stadtadligen Escher bzw. von Escher "Aescher" nannten und auch schrieben. Ein Zusammenhang zum Berner Geschlecht besteht jedoch nicht.
Gruss
Thomas
Thomas Illi, Wolfhausen
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Wolf
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Aescher von Därstetten / Bürgerrecht
Es gibt (zumindest bei weiter verbreiteten Namen) eine potentiell plausible Erklärung für die Diskrepanz der Familiennamenbücher von 1940 bzw. 1968: bei der Erfassung der Daten für 1940 wurde nur kontrolliert, ob das Familien des Namens vor 1800 als Bürger nachgewiesen waren; bei der zweiten Erfassung wurde kontrolliert, ob Vorfahren der heutigen Bürger bis vor 1800 nachgewiesen waren. Daraus kann sich folgende Situation ergeben: es gab Bürger des betreffenden Namens vor 1800 - diese Linie ist aber ausgestorben. Später kamen nicht verwandte Namensträger und erwarben das Bürgerrecht - z.B. 1815. Dann wäre das Geschlecht 1940 als "a", aber 1968 als "1815" gekennzeichnet.
Ob diese Erklärung auch bei Aescher zutrifft, kann ohne Kontrolle der Originalquellen nicht festgestellt werden. Da der Name aber nicht weit verbreitet ist (im Gegenteil) ist das allerdings hier nicht besonders wahrscheinlich.
Wenn Chiren den Sachverhalt genau feststellen kann, wäre ich für eine entsprechende Mitteilung dankbar: in einem eigenen Beitrag werden nämlich etwaige Korrekturen am Familiennamenbuch gesammelt.
Ob diese Erklärung auch bei Aescher zutrifft, kann ohne Kontrolle der Originalquellen nicht festgestellt werden. Da der Name aber nicht weit verbreitet ist (im Gegenteil) ist das allerdings hier nicht besonders wahrscheinlich.
Wenn Chiren den Sachverhalt genau feststellen kann, wäre ich für eine entsprechende Mitteilung dankbar: in einem eigenen Beitrag werden nämlich etwaige Korrekturen am Familiennamenbuch gesammelt.
Wolf Seelentag, St.Gallen
Mitglied der Genealogisch-Heraldischen Gesellschaft Ostschweiz (GHGO) - https://www.ghgo.ch/
Eingesetzte Software: Ahnenforscher
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Walter
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Aescher von Därstetten BE
Bei FamilySearch finden sich viele frühe AESCHER in Zweisimmen, einige km hinter Därstetten! So wäre eine spätere Zuwanderung doch durchaus möglich.
Walter Stauffenegger
Walter Stauffenegger
LG, Walter
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chiren
Aescher von Därstetten BE
Besten Dank für die zahlreichen Informationen.. das erklärt für mich so einiges.
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