Familie Schweizer im Tessin oder Norditalien
Moderator: Wolf
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Markus
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Familie Schweizer im Tessin oder Norditalien
Am 2.6.1852 wird in Bazenheid SG Eduard Schweizer geboren. Die Eltern sind Sigmund Schweizer und Magdalena Sütterlin.
Die Familie ist evangelisch.Bürgerort Kirchberg SG
Eduard Schweizer wurde später als Ballonpionier Eduard Spelterini bekannt.
Verschiedene Quellen besagen dass die Familie Schweizer in die Provinz Como ausgewandert ist.
Eduard Schweizer besuchte anscheinend die Schule in Lugano TI.
Ich suche das Sterbedatum und den Sterbeort des Ehepaars Schweizer-Sütterlin. Das Zivilstandsregister Kirchberg SG liefert leider keinen Eintrag.
Hat jemand eine Idee wo die Suche beginnen könnte?
Hat jemand Erfahrung mit der Suche in Italien?
Danke für jeden Hinweis!
Die Familie ist evangelisch.Bürgerort Kirchberg SG
Eduard Schweizer wurde später als Ballonpionier Eduard Spelterini bekannt.
Verschiedene Quellen besagen dass die Familie Schweizer in die Provinz Como ausgewandert ist.
Eduard Schweizer besuchte anscheinend die Schule in Lugano TI.
Ich suche das Sterbedatum und den Sterbeort des Ehepaars Schweizer-Sütterlin. Das Zivilstandsregister Kirchberg SG liefert leider keinen Eintrag.
Hat jemand eine Idee wo die Suche beginnen könnte?
Hat jemand Erfahrung mit der Suche in Italien?
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Zuletzt geändert von Markus am Fr 14. Apr 2023, 03:47, insgesamt 2-mal geändert.
Markus Frick, Unterbazenheid
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griffy
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Re: Familie Schweizer im Tessin oder Norditalien
Oberegger Anzeiger, Nummer 26, 26. Juni 1931
Über die Wittwe Emma Spelterini:Am 16. Juni 1931, zwei Wochen nach seinem 79. Geburtstag, starb Spelterini kurz vor Mitternacht in seinem Haus in Zipf. Damit doch ein paar Menschen Spelterini auf seinem letzten Weg begleiteten, wurden ein paar Kirchgänger aufgeboten. Auf seinen Wunsch spielte in der Kirche eine lokale Musikkapelle die «Serenade» von Enrico Toselli, am Grab das «Largo» von Georg Friedrich Händel. Am 31. Juli 1932 fand in Bazenheid eine Spelterini-Gedenkfeier statt.[7]
Die Witwe Emma Spelterini wohnte noch sieben Jahre in Zipf, heiratete 1939 in Yverdon-les-Bains den Hausarzt Henri Duruz und starb am 27. Oktober 1963.
Wikipedia
Todesanzeige : Journal d'Yverdon, 29 octobre 1963, Nº 253, p. 9ETAT-CIVIL D'YVERDON - Septembre 1939 - Publications de mariages
Duruz Henri, de Bofflens, et Spelterini Emma-Andrianna, de Kirchberg, tous deux à St-Gall.
Quelle: Journal d'Yverdon, 23 septembre 1939, Nº 150, p. 4
Nachruf auf französisch mit Foto: Yverdon Revue, Novembre 1963, Nº 368, p. 3
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Markus
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Re: Familie Schweizer im Tessin oder Norditalien
Danke Griffy. Die Geschichte von Spelterini ist mir natürlich bekannt.
Was fehlt sind Angaben zu den Eltern.
Danke für die ergänzeneden Angaben zum Emma Karpf!
Was fehlt sind Angaben zu den Eltern.
Danke für die ergänzeneden Angaben zum Emma Karpf!
Markus Frick, Unterbazenheid
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griffy
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Re: Familie Schweizer im Tessin oder Norditalien
Peinlich! Tut mir leid Markus! Manchmal sollte man wirklich schlafen gehen, und die Fragen mit frischen Augen später wieder lesen!
In jedem Fall habe ich etwas gelernt. Und ein paar Angaben auf Wikipedia überprüfen können.
In jedem Fall habe ich etwas gelernt. Und ein paar Angaben auf Wikipedia überprüfen können.
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Peter.D
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Re: Familie Schweizer im Tessin oder Norditalien
Hallo Markus
Die Provinz Como umfasste bis weit ins 20. Jh. auch noch die heutigen Provinzen Lecco und Varese, war also riesig. Ohne Kenntnis der Gemeinde kann nur ein Zufall helfen. Das gilt auch für den Kanton Tessin. Einwohner- und Fremdenkontrollen wurden - wenn überhaupt - nur gemeindeweise geführt.
Einige Male konnte ich Auwanderer aus der Mitte des 19. Jh. über die militärischen Stammkontrollen oder über die Matrikeln der Schweizer Vertretung im Ausland finden. So frühe Stammkontrollen sehe ich im StASG auf die Schnelle nicht, aber du kannst ja mal anfragen.
Die Matrikeln der Botschaften und Konsulate sind höchst unterschiedlich im Bundesarchiv vorhanden. In Buenos Aires habe ich Tessiner Auswanderer ab ca. 1850 finden können. Für Como war m.W. das Konsulat in Mailand zuständig. Auch hier einfach anfragen.
Peter
Die Provinz Como umfasste bis weit ins 20. Jh. auch noch die heutigen Provinzen Lecco und Varese, war also riesig. Ohne Kenntnis der Gemeinde kann nur ein Zufall helfen. Das gilt auch für den Kanton Tessin. Einwohner- und Fremdenkontrollen wurden - wenn überhaupt - nur gemeindeweise geführt.
Einige Male konnte ich Auwanderer aus der Mitte des 19. Jh. über die militärischen Stammkontrollen oder über die Matrikeln der Schweizer Vertretung im Ausland finden. So frühe Stammkontrollen sehe ich im StASG auf die Schnelle nicht, aber du kannst ja mal anfragen.
Die Matrikeln der Botschaften und Konsulate sind höchst unterschiedlich im Bundesarchiv vorhanden. In Buenos Aires habe ich Tessiner Auswanderer ab ca. 1850 finden können. Für Como war m.W. das Konsulat in Mailand zuständig. Auch hier einfach anfragen.
Peter
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griffy
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Re: Familie Schweizer im Tessin oder Norditalien
Ich frage mich, inwieweit die Geschichte um die Jugend in Lugano und Como überhaupt stimmt. War das alles nur eine selbst erfundene Legende von Spelterini?
«Von Sehnsucht nach dem Süden gepackt ... » oder einfach Insolvenz?Geschenke des Himmels
von Alex Capus
Das grösste Geheimnis in Eduard Spelterinis Leben war, dass er, der von London bis Moskau und von Kopenhagen bis Kapstadt berühmt wurde als König der Lüfte und Bezwinger der Schwerkraft, der mit Fürsten, Generälen und den grössten Wissenschaftlern seiner Zeit auf vertrautem Fuss stand und in den mondänsten Hotels von Paris, Wien, Konstantinopel und Kairo ein und aus ging - dass er seiner Herkunft nach gar kein Weltbürger war, sondern am 2. Juni 1852 in einem weltabgeschiedenen Bauerndorf namens Bazenheid im Toggenburg zur Welt gekommen ist. Auch hiess er mit bürgerlichem Namen nicht Spelterini, sondern war der leibliche Sohn des Schankwirts und Bierbrauers Sigmund Schweizer und dessen Ehefrau Maria Madgalena, geborene Sütterli. Bis an sein Ende hat er das keinem Menschen verraten. Weshalb, weiss man nicht.
Sicher ist, dass der kleine Eduard hier die ersten Jahre seiner Kindheit verbrachte, Ob er aber auch in Bazenheid zur Schule ging, ist ungewiss. Will man der kurzen Reihe seiner Biografen glauben, die sich fast alle vertrauensvoll aufeinander berufen, verschwand Eduard schon als Achtjähriger aus dem Toggenburg. Um das Jahr 1860 soll es gewesen sein, dass sein Vater, von Sehnsucht nach dem Süden gepackt, Bierstube und Brauerei verkaufte und ein Heimwesen in der Nähe von Como erstand, von wo aus Eduard fortan nach Lugano zur Schule ging, Italienisch lernte und bald auch entdeckt haben soll, dass er über eine sehr schöne Stimme verfugte, die sich bestens zum Singen italienischer Opern und Operetten eignete.
Ein Korb für die Freiheit
Beweisen oder widerlegen lässt sich die schöne Geschichte von der Auswanderung in den Süden nicht. In Bazenheid reichen die weltlichen und kirchlichen Archive nicht weit genug in die Vergangenheit, und in Lugano wurde, soweit bekannt, niemals ein Schüler mit Eduards Namen verzeichnet. Entscheidet man sich aber dafür, dieser Geschichte zu folgen, so zog Eduard kurz nach dem achtzehnten Geburtstag, mittlerweile erwachsen und sozusagen zum Italiener herangereift, nach Mailand und dann weiter nach Paris, um sich am Konservatorium zum Opernsänger ausbilden zu lassen. Dort aber erkrankte er an Tuberkulose, führ zur Kur nach Südfrankreich und erhielt in Marseille zufällig Gelegenheit für eine erste Ballonfahrt, als ihm ein ängstlicher Passagier in letzter Minute den Platz in der Gondel überliess.
Das kann alles so gewesen sein - auch wenn am Konservatorium von Paris zur fraglichen Zeit weder ein Student namens Spelterini noch ein solcher namens Schweizer immatrikuliert war. Vielleicht wars aber auch ganz anders. Vielleicht war es so, wie Oberst Ernst Theodor Santschi, ein anderer Pionier der Ballonfahrt und viele Jahre Kommandant der schweizerischen Luftschifftruppen, der Eduard persönlich gekannt hat, Mitte des letzten Jahrhunderts behauptete: dass der junge Eduard erst mit achtzehn Jahren das Elternhaus in Bazenheid verliess, und zwar Hals über Kopf von einem Tag auf den anderen, um in Hamburg eine kaufmännische Lehre zu machen.
Wie auch immer. In jedem Fall muss Eduard irgendwann Mitte der 187oer-Jahre irgendwo erstmals in den Korb eines Fesselballons gestiegen sein. Und in dem Augenblick, da er zum ersten Mal in seinem Leben die Schwerkraft überwand, dem Himmel entgegenschwebte und sich endgültig von der bäuerlichen Scholle löste, die ihn und seine Vorfahren seit Anbeginn der Zeit festgehalten hatte, muss er beschlossen haben, den Namen seiner Väter genauso abzulegen wie das Andenken an seine Herkunft, sich fortan Spelterini zu nennen und fernab aller Erdenschwere ein freies, ungebundenes Leben über entlegenen Ländern und den schönsten Städten dieser Welt zu führen.
Von da an war Spelterini überall und nirgendwo zu Hause. Wie ein Komet tauchte er ab und zu aus fernen Landen auf, für kurze Zeit nur, um ebenso schnell und lautlos wieder zu verschwinden. Niemand wusste, woher er kam, wohin er ging, wovon er seinen Lebensunterhalt bestritt, noch ob er Junggeselle, verheiratet oder Witwer war.
Einigermassen gesichert ist, dass sich Eduard Schweizer-Spelterini ab Mitte der 1870er Jahre oft in Paris aufhielt. (...)
Quelle: Mit dem Ballon über die Alpen, Erste Auflage, Zürich 2011, S. 71
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Markus
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Re: Familie Schweizer im Tessin oder Norditalien
Hallo Griffy.
Besten Dank! Die Frage was an der Geschichte stimmt ist mehr als berechtigt!
Diese Geschichte und der Konkurs ist mir bekannt.
Wo die Suche beginnen soll.... das ist die grosse Frage!
Besten Dank! Die Frage was an der Geschichte stimmt ist mehr als berechtigt!
Diese Geschichte und der Konkurs ist mir bekannt.
Wo die Suche beginnen soll.... das ist die grosse Frage!
Markus Frick, Unterbazenheid
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griffy
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Re: Familie Schweizer im Tessin oder Norditalien
Ich begreife sehr wohl, dass du bereits alles über diese Familie weisst. Aber man darf nicht vergessen, dass die meisten Besucher dieses Forums wahrscheinlich nicht über deine Kenntnisse verfügen.
Die verdienen es, von den Erkenntnissen des obigen Autors zu erfahren, bevor sie ihre Zeit mit vielleicht aussichtslosen Nachforschungen verschwenden.
Die verdienen es, von den Erkenntnissen des obigen Autors zu erfahren, bevor sie ihre Zeit mit vielleicht aussichtslosen Nachforschungen verschwenden.
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