Eaton (Iten / Itten / Itin / Ittin) aus der Schweiz

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Wolf
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Eaton (Iten / Itten / Itin / Ittin) aus der Schweiz

Beitrag von Wolf » Mi 30. Jan 2008, 15:00

Aus den USA erreicht mich folgende Anfrage:
Hello,
I am the director of the Cudahy Family Library in Cudahy, Wisconsin. Our city celebrated 100 years and we are doing research on our first president’s family, Barney Melchoir Eaton. We think he is from Switzerland, his father was Franz Paul and mother Barbara. I have looked under different spellings too, Edon, Edin, Eton, etc. Do you have access to a database where you could check this name for me? I think he was born in 1821. Do you know places for me to check for this information? Thanks.
Rebecca Roepke
Cudahy Family Library
Gesucht werden also Angaben zu Barney Melchoir Eaton, geboren um 1821 als Sohn von Franz Paul und Barbara, von dem angenommen wird, er komme aus der Schweiz. Eaton wäre dann offensichtlich eine anglisierte Schreibweise - die wahrscheinlichsten Schweizer Schreibweisen - mit Bürgerorten seit vor 1800 wären:
Iten: Mellingen AG, Valzeina GR, Sattel SZ (seit 19.Jhdt), Oberägeri ZG, Unterägeri ZG, Zug ZG.
Itten: Aeschi bei Spiez, Spiez (beide BE).
Itin: Arisdorf, Buckten, Hersberg, Wenslingen (alle BL).
Ittin: Wenslingen BL.

Wer erforscht Iten oder die anderen Schreibweisen und könnte seine Daten nach einem passenden Barney (Barnabas, Bernhard?) Melchior durchsehen?

Corinne Iten hat viele Iten-Linien in den USA erforscht. Corinne - hast Du auch anglisierte Namensschreibweisen erfasst?


Wolf Seelentag, St.Gallen
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Svenja
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Eaton (Iten / Itten / Itin / Ittin) aus der Schweiz

Beitrag von Svenja » Mi 6. Feb 2008, 02:40

Inzwischen habe ich mehrere Mails mit Rebecca Roepke ausgetauscht.
Somit hat sich folgender Zwischenstand ergeben:

1. Ich habe in meinen Unterlagen über die Iten aus dem zugerischen Ägerital weder
einen Barnabas/Bernhard/Bartholome noch einen Melchior/Meinrad/Michael Iten
gefunden, der 1820/21 (oder 10 Jahre +/-) geboren worden ist und dessen Eltern
Franz Paul und Barbara Iten hiessen.

2. Bei familysearch findet man ebenfalls keinen, auf den dies alles zutrifft. Aber es
gibt dort einen Barney Myron Eaton, der in Louisiana und in Milwaukee, Wisconsin
lebte. Er war zuerst mit einer Louisa Lyx/Lick/Link verheiratet und später mit einer
Christine Quintin (evtl. Quentin?).

3. Es war zwar tatsächlich so, dass viele Iten sich in den USA Eaton oder ähnlich
schrieben, das heisst aber nicht, dass jeder Eaton früher mal ein Iten war. Eaton
ist nämlich auch ein britischer Familienname, der wohl vor allem in Schottland
und Irland verbreitet war.

4. Ich glaube nicht, dass der Gesuchte Barney Melchior seine Wurzeln in der Schweiz
hatte, jedenfalls nicht im Ägerital. Erstens habe ich ihn dort nicht gefunden, zweitens
begann die Auswanderung vom Ägerital nach Amerika erst in en 1850er Jahren und
drittens habe ich bis jetzt noch keine Iten gefunden, die nach Louisiana ausgewandert sind.

5. Im Buch „Wisconsin men of worth“ steht geschrieben, dass der Vater von Barney
Melchior Iten die Emerald Isle (vermutlich Irland) verliess und in die Schweiz ging.
Dort kam Barney Melchior 1820/21 zur Welt und besuchte die Schule. Im Alter von
14 Jahren, also ca. 1834/35, wanderte er nach Louisiana aus. (Passagierlisten?)

6. Gemäss Rebecca Roepke ist im Census von 1880 bei den Einträgen seiner Kinder
sein Geburtsort wie folgt angegeben: Bei zweien ist er in der Schweiz, bei einem in
Deutschland und bei einem in Wertenburg geboren worden. Mit Wertenburg ist
vermutlich Württemberg gemeint oder könnte auch Werdenberg gemeint sein?

7. Rebecca Roepke hat auch einen schwedischen Eintrag gefunden, wo ein B.M.
Edin erwähnt wird, der 1836 nach Amerika auswanderte. Ob auch sein Geburtsjahr,
Geburtsort und der Wohnort in Amerika genannt wird, weiss ich leider nicht. Da ja
Schweden und die Schweiz oft verwechselt werden, halte ich das auch für möglich.

8. Zudem ist Rebecca Roepke auch auf der Suche nach mehr Informationen über
Barneys erste Frau Louisa Lyx/Lick. Angeblich kam sie aus Paris evtl. aber auch
aus einem anderen Ort in Frankreich. Bevor sie Barney Eaton heiratete war sie
mit einem Gottlieb Link verheiratet, seine Herkunft ist mir nicht bekannt.

Bemerkung zu Nr. 8:
Meines Wissens ist es ziemlich schwierig in Paris einen Geburtseintrag zu finden,
wenn man nicht weiss, in welchem Stadtteil (Arrondissement) oder in welchem
Vorort sie geboren worden ist. Wenn sie in einem anderen Ort in Frankreich
geboren worden ist, müsste man mindestens wissen in welchem Département,
dann könnte man im zuständigen Archive Départementale weiter forschen.

Gruss aus der Innerschweiz
Corinne


Meine Genealogie-Datenbank ist online einsehbar:
Venez voir mon arbre généalogique online:
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Zusätzliche Infos über meine Vorfahren, historische
Hintergründe, viele ITEN in den USA:
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Walter
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Eaton (Iten / Itten / Itin / Ittin) aus der Schweiz

Beitrag von Walter » Mi 6. Feb 2008, 11:50

1. Ich habe in meinen Unterlagen über die Iten aus dem zugerischen Ägerital weder
einen Barnabas/Bernhard/Bartholome noch einen Melchior/Meinrad/Michael Iten
gefunden, der 1820/21 (oder 10 Jahre +/-) geboren worden ist und dessen Eltern
Franz Paul und Barbara Iten hiessen.
Bei Familysearch gefunden:

Johann Franz Jost Melchior Iten * 11 MAY 1821 (Unteraegeri)
Eltern:
Franz Paul Iten (* 29 FEB 1784 Unteraegeri / † 02 JUN 1857)
Barbara Iten (* 30 OCT 1788 Oberaegeri / † 27 NOV 1848)

Das ist zwar kein Barney (Bernhard, Bartholome), aber immerhin ein Melchior Iten!

Beim auch erwähnten Barney Myron Eaton wird als Geburtsdatum der 10.Nov. 1821 angegeben, geboren in der Schweiz.
Eltern: Franz Paul Eaton und Barbara.
Dieser Barney Myron Eaton heiratete 1840 in New Orleans, Bernard, Lousiana eine Louisa Lyx (Lick) (* 1825 in New Orleans, Bernard, Lousiana / † 1870), alles laut Familysearch.
Eine Vermutung, vielleicht hat der erwähnte Ort Bernard zum Namen Barney geführt!?

Es bleiben also immer noch genug Fragezeichen!

Walter


LG, Walter

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Eaton (Iten / Itten / Itin / Ittin) aus der Schweiz

Beitrag von Thomas » Mi 6. Feb 2008, 12:09

Ich möchte bei dieser Gelegenheit wieder einmal folgendes zu bedenken geben: Viele USA-Auswanderer in der Mitte des 19. Jahrhunderts hatten durchaus Gründe, ihre persönlichen Daten (Namensschreibweise, Vornamen, Herkunftsort, Geburtsdatum) zu verändern, um in der “Neuen Welt“ unbelastet von ihrer Vergangenheit in Europa nochmals ganz neu zu beginnen.

Gruss

Thomas


Thomas Illi, Wolfhausen

Svenja
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Beitrag von Svenja » Mi 6. Feb 2008, 18:23

Hallo Walter

Den ersten von dir genannten Eintrag habe ich noch nicht gefunden.
Auf den ersten Blick sieht es so aus, als ob dies der richtige wäre.
Offensichtlich fehlen bei diesem Eintrag die Todesorte der Eltern,
somit wäre es möglich, dass sie nicht im Ägerital gestorben sind.

Aber diese Personen sind Urägerer, während der Vater des Gesuchten
aber aus Irland stammen soll. Ich weiss aber weder wann und von wem
das von Rebecca erwähnte Buch geschrieben worden ist, noch aus
welcher Quelle der Autor seine Informationen nahm.

Der zweite von dir genannte Eintrag ist genau der, welchen ich oben
erwähnt habe. Aber hier weiss ich nicht, wer diese Angaben auf die
Website gestellt hat, und woher diese Person diese Angaben hatte.
Sicher ist nur, dass die Angaben nicht von Rebecca stammen.
Wir können also nicht sicher davon ausgehen, dass die Eltern
richtig zugeordnet worden sind.


Hallo Thomas

Ich habe die Auswanderung aus dem Ägerital sehr genau erforscht.
Deshalb glaube ich nicht, dass deine Vermutung zutrifft.

Diese Leute wanderten vor allem aus sozialer Not aus (keine Arbeit).
Die Bürgergemeinden gaben den Anreiz dazu, weil sie nicht so viele
"Sozialfälle" haben wollten. Sie bezahlten den Auswanderern eine
bestimmte Summe Geld, dafür mussten diese auf ihr Recht auf
Allmendland verzichten.

Zudem glaube ich nicht wirklich, dass man um 1835 in Amerika seinen
Namen ändern musste, um unbelastet von seiner Vergangenheit ein
neues Leben beginnen zu können. Dort kannte einem doch sowieso
niemand, also wusste auch niemand, was man früher angestellt hatte.
Damals hat wohl kaum jemand bei der Heimatgemeinde nachgefragt.


Falls jemand mehr über meine Forschung nach Auswanderern
vom Ägerital nach Amerika, speziell solche mit dem Namen Iten,
wissen möchte, in meiner Signatur ist der Link zu meiner Website.

Gruss
Corinne


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Beitrag von Walter » Do 7. Feb 2008, 00:13

Hallo Corinne

Der Hinweis auf die Herkunft des Vaters von Barney Melchior Eaton aus Irland (Emerald Isle?) scheint mir eher der Versuch zu sein, eine Erklärung für die Namen Barney und Eaton zu finden. Eine Einwanderung eines Iren in die Schweiz und die spätere Auswanderung seines Sohnes nach Amerika scheint mir doch sehr unwahrscheinlich, die Schweiz war im 19.Jh. doch eher ein Auswanderungsland! Die Vornamen der Eltern (Franz Paul und Barbara) passen doch auch viel besser in die Schweiz!

Der von mir erwähnte Johann Franz Jost Melchior Iten war das 9. Kind (von total 14). Es finden sich bei Familysearch keine weiteren Daten, weder Heirat noch Sterbeeintrag! Das würde doch auch für eine Auswanderung sprechen. Nur für den Name Barney gibt es leider noch keine vernünftige Erklärung!

Die Daten von Familysearch zu Barney Myron Eaton sind natürlich nicht gesichert, aber ich würde doch versuchen im erwähnten Ort (New Orleans, Bernard, Louisiana) weitere Daten und Hinweise zu dieser Person und seiner ersten Frau zu finden.

Im Moment bin ich recht zuversichtlich mit Johann Franz Jost Melchior Iten die richtige Person in der Schweiz gefunden zu haben. Aber wie schon erwähnt, sicher ist das noch nicht, es bleiben noch genug offene Fragen.

Beste Grüsse
Walter


LG, Walter

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Beitrag von Svenja » Do 7. Feb 2008, 06:33

Hallo Walter

"Der Hinweis auf die Herkunft des Vaters von Barney Melchior Eaton aus Irland (Emerald Isle?) scheint mir eher der Versuch zu sein, eine Erklärung für die Namen Barney und Eaton zu finden." Das ist nicht eine Behauptung von mir, sondern Rebecca hat diese Aussage in
einem Buch gefunden. Wie bereits erwähnt weiss ich nicht, woher der Autor dies hatte.

"Eine Einwanderung eines Iren in die Schweiz und die spätere Auswanderung seines Sohnes nach Amerika scheint mir doch sehr unwahrscheinlich, die Schweiz war im 19.Jh. doch eher ein Auswanderungsland!" Dem stimme ich durchaus zu, aber noch ist nicht sicher ob dieser Ire, falls es denn einer ist, überhaupt einmal in der Schweiz war oder doch in Schweden.

Ich habe einen Sohn von Barney Myron Eaton und Louisa Lyx/Lick gefunden.
Barney Augustus Eaton, geb. 29.10.1853 Town of Lake, Milwaukee Wisconsin,
gest. am 09.01.1936.

Bei seinem Heiratseintrag heissen seine Eltern B.M.Eaton und Susan Eaton.
Er hat am 19.06.1877 in Milwaukee, Wisconsin, Katie Quentin geheiratet.
Als Vater wird ein Philip Quentin angegeben, genau wie bei Christin Quintin.

Hat der Sohn etwa die Schwester seiner Stiefmutter geheiratet?

Seine im Census von 1880 genannte Schwester Mary J. Eaton wurde 1857
geboren und hat am 27.11.1873 Ferdinand Coler geheiratet. Seine Eltern
waren John und Margaret Coler.

Census 1880, Lake, Milwaukee, Wisconsin:

Name Relation Marital Status Gender Race Age Birthplace Occupation
Father\'s Birthplace Mother\'s Birthplace

Augustus B. EATON Self M Male W 26 WI Farmer SWI FRA
Katy EATON Wife M Female W 22 GER Keeping House GER GER
Frank J. EATON Son S Male W 2 WI WI GER
Alice EATON Dau S Female W 6M WI WI GER
Mary J. EATON Sister D Female W 22 WI Keeping House SWI FRA
Clarisy M. EATON Niece S Female W 5 WI OH WI
Addie V. EATON Niece S Female W 3 WI OH WI

Das erklärt schon mal, woher Rebecca die Angabe hat, dass Louisa Lyx aus
Frankreich kam, aber hier ist kein Hinweis auf Paris.


P.S: Ich habe nochmal in der Stammtafel der Iten - Talleute zu Ägeri nachgeschaut,
einen Johann Franz Jost Melchior gibt es dort nicht. Meistens sind nur zwei Vornamen
angegeben, deshalb habe ich auch nach allen Kombinationen gesucht, aber erfolglos.
Allerdings sagt dies noch nichts aus, denn es kommt oft vor, dass Auswanderer in
dieser Stammtafel nicht erwähnt sind, weil sich ihre Spuren verloren hatten.

Jedoch finde ich keinen Franz Paul Iten der mit einer Barbara Iten verheiratet war.
und auch keinen Franz Paul Iten, der die bei familysearch angegebenen vier Söhne
hatte (die Töchter sind in der Stammtafel nur bei späteren Generationen angegeben).
Allerdings gibt es einen Franz Paul Iten, der einige Brüder hatte, und bei allen sind
weder Ehefrauen noch Nachkommen aufgeführt, aber er ist eine Generation zu früh.

Gruss
Corinne


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Beitrag von Wolf » So 21. Feb 2010, 16:46

Parallel wurde diese Linie im Thread
http://www.geneal-forum.com/forum_d/sho ... hp?id=9549
diskutiert. Bei Interesse bitte lesen - aber hier weiter diskutieren.


Wolf Seelentag, St.Gallen
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