LAUBÖCK in Rosenheim

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Pablo2019
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LAUBÖCK in Rosenheim

Beitrag von Pablo2019 » Fr 17. Feb 2023, 16:52

Hallo zusammen,

ich suche nähere Informationen über den Reichsbahnoberrat Theodor Lauböck, 1920 Gründer der NSDAP-Ortsgruppe in Rosenheim, seine Frau Dora und evtl. Nachkommen.

Vielen Dank vorab für eure Hilfe.

Pablo



Pablo2019
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Re: LAUBÖCK in Rosenheim

Beitrag von Pablo2019 » Fr 17. Feb 2023, 17:06

Update:
Theodor Lauböck, * 20.12.1874
1920 Regierungsrat in der Bauinspektion der Reichsbahnstation Rosenheim
1922 Versetzung nach München
später in Tegernsee wohnhaft
mind. ein Kind: Fritz (wird 1921 der Privatsekretär Hitlers)



Pablo2019
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Re: LAUBÖCK in Rosenheim

Beitrag von Pablo2019 » Di 21. Jan 2025, 13:55

Update:

Theodor Lauböck ist nach seiner Versetzung 1922 nach München dort bis 1929 im jeweiligen Adressbuch nachweisbar:

1922 - 1925 als Oberregierungs-Baurat, wohnhaft Orleansplatz 1 al.
1926 - 1928 als Reichsbahnoberrat, wohnhaft Orleansplatz 1 al.
1929 als Reichsbahnoberrat, jetzt wohnhaft Schumannstr. 6 l

Danach ist er an den Tegernsee umgezogen, wo sich seine Spur verliert.



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Re: LAUBÖCK in Rosenheim

Beitrag von Pablo2019 » Do 23. Jan 2025, 09:46

Jetzt ist plötzlich Bewegung in die Suche Lauböck gekommen.
Theodor Lauböck begann seine berufliche Karriere 1903 bei den Kgl. Bayerischen Staatsbahnen in Nürnberg, wo er im selben Jahr am 12.05. Dorothea Elisa Walburga KOEBER geheiratet hat.

Aus der Ehe gingen 4 Kinder hervor:
1. Fritz, * 1904 in Nürnberg
2. Friederike, * 1905 in Nürnberg
3. Walter, * 1906 in München
4. Erika, * 1908 in München

Offenbar wurde er bereits 1906 nach München versetzt, bevor er später nach Rosenheim kam.
1922 wurde er erneut nach München versetzt und blieb dort bei der Reichsbahn bis zu seiner Pensionierung, vermutlich 1931.
Am 1.1.1931 zog er mit seiner Familie nach Tegernsee um, wo er bereits 1926 ein Anwesen erworben hatte.
Theodor Lauböck starb in Tegernsee am 3.4.1946.

Mich interessieren nun auch die Kinder und die möglichen Kindeskinder. Vielleicht kann mir jemand weiterhelfen. Dafür jetzt schon besten Dank!
LG,
Pablo



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Re: LAUBÖCK in Rosenheim

Beitrag von Pablo2019 » Di 4. Feb 2025, 16:39

Update zum Geburtsort von Theodor Lauböck: * 20. Dezember 1874 in Wunsiedel



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Re: LAUBÖCK in Rosenheim

Beitrag von Josef Both » Di 4. Feb 2025, 17:22

Hallo.
Sieh mal hier:

https://www.stadtarchiv.de/stadtgeschic ... 1920-1933/

und gib mal lauböck in rosenheim zur Suche. Hier ist dann viel zu lesen.

MfG
Josef Both



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Re: LAUBÖCK in Rosenheim

Beitrag von noisette » Mi 5. Feb 2025, 09:18

Guten Tag,
seine Geburt:
Gruss
Francoise
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.



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Re: LAUBÖCK in Rosenheim

Beitrag von Pablo2019 » Fr 3. Apr 2026, 13:00

Update vom 03.04.2026:

Ich habe mittlerweile die beim Staatsarchiv in München unter der Signatur Spruchkammern Karton 1017, Lauböck Theodor verwahrte Entnazifierungsakte von Theodor Lauböck (TL) eingesehen.

TL war, wie bereits bekannt, am 3. April 1946 in Tegernsee verstorben. Wie seine Witwe Dora Lauböck der zuständigen Spruchkammer München-Land mitteilte, wurde ihr nach dem Tod ihres Mannes die Hinterbliebenen-Pension verweigert mit dem Hinweis auf die formale Einstufung von TL als »Belasteter« (Gruppe II). Daraufhin hat sie beim für die Entnazifierung zuständigen Bayerischen Staatsministerium für Sonderaufgaben ein Gesuch gestellt, die formale Einreihung ihres Mannes in Gruppe II neu zu bewerten. Sie fand in der Behörde offenbar Gehör; die von ihr an die Spruchkammer gesandten Unterlagen gingen allerdings verschütt; angeblich wurden sie irrtümlich in einer anderen Verfahrenakte abgelegt und hier erst Anfang 1949 zufällig entdeckt. Jedenfalls schaltete sich das Staatsministerium gleich dreimal in das Verfahren ein und drängte auf die »sofortige Erledigung« des Entnazifizierungsverfahrens. Die Witwe reichte dazu nochmal einige »Persilscheine« von Nachbarn, Bekannten usw. nach, die eidesstattlich erklärten, was für ein guter Mensch ihr Mann war. Tatsächlich wurde das Verfahren dann am 19.09.1948 durchgeführt und wegen der nur dürftigen Ersatz-Unterlagen eingestellt. Fortan durfte die Witwe dann vermutlich ihre Hinterbliebenen-Pension genießen.
Dora Lauböck musste nach dem Tod ihres Mannes das Anwesen in Tegernsee verkaufen und zog zu ihrer Tochter Erika nach Lochham bei Gräfelfing. Diese wiederum war seit 1930 mit einem Rechtsanwalt Dr. Albert von Miller (1895-1959) verheiratet, der selbst aus dem Entnazifizierungsverfahren als »unbelastet« hervorging, obwohl er seit 1934 für den Bruckmann-Verlag tätig war, der den Nazis nahestand und u.a. antisemitisch ausgerichtet war - und ebenfalls einen »Persilschein« für seinen Schwiegervater beisteuerte. U.a. schrieb er: »Mein Schwiegervater gehörte zu den mir selten begegnenden Parteimitgliedern, die in starkem Glauben an eine positive Idee im Nationalsozialismus nur das Gute sehen und hören wollten, da sie selbst in ihrer eigenen Haltung völlig ideell, moralisch untadelig und nur das Gute erstrebend waren.«

Vielleicht weiß jemand mehr über Dr. Albert von Miller, der in seinem vorgenannten »Persilschein« seine eigene »Antinazigesinnung« betonte, obwohl er - wie gesagt - seit 1934 im rechtslastigen Bruckmann-Verlag tätig war, 1937 sogar als Komplementär. Er dürfte ein Nachfahre des 1875 erblich geadelten Ferdinand von Miller gewesen sein, der vier Söhne hatte: Fritz (1840-1921), Ferdinand jun. (1842-1929), Wilhelm (1848-1899) und Oskar (1855-1934), der sich u. a. als Gründer des Deutschen Museums in München einen Namen machte.



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