Obrist aus dem Kanton Aargau > Argentinien
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Wolf
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Obrist aus dem Kanton Aargau > Argentinien
Die im Folgenden beschriebene Familie Obrist kommt im Dezember 1854 in Argentinien an - sie gehören zu den ersten Schweizer Siedlern in der Colonia Esperanza in Santa Fe.
Johann Obrist, 45 Jahre (* um 1810)
oo vor etwa 1845 (wo?)
Maria Rupeli (Ruppell? - evtl. Roppel?), 34 Jahre (* 1821)
Kinder:
Maria, 9 Jahre (* um 1846)
Heinrich, 7 Jahre (* um 1848)
Elisabeth, 4 Jahre (* um 1851)
Margareth, 1 Monat (* 1854)
Gesichert ist nur die Herkunft aus dem Aargau. Es wird vermutet, dass die Familie aus Gansingen stammt - das ist aber derzeit nicht belegt. Dagegen spricht evtl., dass die Familie reformiert - Gansingen aber vorwiegend katholisch war - was aber auch mit ein Grund für eine Auswanderung gewesen sein könnte. Gemäss dem Verzeichnis der Kirchenbücher im Kanton Aargau (gedruckte Version von 2006) gingen die reformierten Bewohner von Gansingen vor 1888 nach Säckingen (D) zur Kirche. Zumindest die bei familysearch vorhandenen Kirchenbücher reformiert Säckingen beginnen allerdings auch erst 1859.
Im Mai 1864 lebt die Familie nicht mehr in der Colonia Esperanza, sondern in einer 1863 gegründeten neuen Schweizer Kolonie. Nur wenige Ehe- oder Sterbeeinträge der Kinder existieren - als Herkunft wird immer nur der Aargau angegeben. Auch in weiteren untersuchten Unterlagen in Argentinien finden sich keine detaillierteren Angaben. Wer kann helfen, den Herkunftsort der Familie zu finden?
=========================================
Siehe unten für Anmerkungen und Korrekturen.
Johann Obrist, 45 Jahre (* um 1810)
oo vor etwa 1845 (wo?)
Maria Rupeli (Ruppell? - evtl. Roppel?), 34 Jahre (* 1821)
Kinder:
Maria, 9 Jahre (* um 1846)
Heinrich, 7 Jahre (* um 1848)
Elisabeth, 4 Jahre (* um 1851)
Margareth, 1 Monat (* 1854)
Gesichert ist nur die Herkunft aus dem Aargau. Es wird vermutet, dass die Familie aus Gansingen stammt - das ist aber derzeit nicht belegt. Dagegen spricht evtl., dass die Familie reformiert - Gansingen aber vorwiegend katholisch war - was aber auch mit ein Grund für eine Auswanderung gewesen sein könnte. Gemäss dem Verzeichnis der Kirchenbücher im Kanton Aargau (gedruckte Version von 2006) gingen die reformierten Bewohner von Gansingen vor 1888 nach Säckingen (D) zur Kirche. Zumindest die bei familysearch vorhandenen Kirchenbücher reformiert Säckingen beginnen allerdings auch erst 1859.
Im Mai 1864 lebt die Familie nicht mehr in der Colonia Esperanza, sondern in einer 1863 gegründeten neuen Schweizer Kolonie. Nur wenige Ehe- oder Sterbeeinträge der Kinder existieren - als Herkunft wird immer nur der Aargau angegeben. Auch in weiteren untersuchten Unterlagen in Argentinien finden sich keine detaillierteren Angaben. Wer kann helfen, den Herkunftsort der Familie zu finden?
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Siehe unten für Anmerkungen und Korrekturen.
Wolf Seelentag, St.Gallen
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Peter.D
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Re: Obrist aus dem Kanton Aargau > Argentinien
Wie kommt man auf Gansingen? Falls es dort in der ersten Hälfte des 19. Jh. bereits Reformierte gab, gingen die sicher nicht nach Säckingen zur Kirche - die evangelische Gemeinde gab es dort tatsächlich erst ab 1859 mit eigener Kirche 1862, ganz abgesehen von der viel zu grossen Distanz. Die evangelischen Kirchen in Bözberg oder gar Mandach und Bözen wären viel näher gewesen. Die Obrist von Riniken hatten ihre Kirche in Umiken.
Falls die Familie legal ausgewandert ist und den Pass nicht erst bei einem Konsulat ausstellen liess, müsste die Passerteilung im StAAG dokumentiert sein. Die Pässe wurden damals von der Bezirksverwaltung ausgestellt: für Gansingen also in Laufenburg und für Riniken in Brugg, wo ich die Passkontrolle im Scope aber nicht sehe.
Interessant ist auch, dass gemäss der Diss von Berthold Wessendorf die erste Auswanderergruppe (darunter auch Aargauer) erst Ende Januar 1856 in Santa Fé eintraf.
Peter
Falls die Familie legal ausgewandert ist und den Pass nicht erst bei einem Konsulat ausstellen liess, müsste die Passerteilung im StAAG dokumentiert sein. Die Pässe wurden damals von der Bezirksverwaltung ausgestellt: für Gansingen also in Laufenburg und für Riniken in Brugg, wo ich die Passkontrolle im Scope aber nicht sehe.
Interessant ist auch, dass gemäss der Diss von Berthold Wessendorf die erste Auswanderergruppe (darunter auch Aargauer) erst Ende Januar 1856 in Santa Fé eintraf.
Peter
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Wolf
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Re: Obrist aus dem Kanton Aargau > Argentinien
Vorneweg: ich habe die Anfrage aus Argentinien nur weitergeleitet - die obigen Angaben beruhen also nicht auf eigener Forschung.
Herkunft aus Gansingen: "Some descendants say that they were from Gansingen, Aargau, Suiza, but I could not find any document to say it was so."
Kirchgenössigkeit Gansingen: Säckingen hat mich auch gewundert - aber ich zitiere aus dem o.g. Kirchenbuchverzeichnis:
Laufenburg und Umgebung (einschl. Gansingen): Vor 1913 Disaporagenossenschaft Kleinlaufenburg (D), vor 1888 evang. Gemeinde Säckingen (D).
Evtl. bezieht sich das halt nicht auf die ganze "Umgebung"(?).
Erste Auswanderung 1854?: Die Angaben scheinen auf Unterlagen zu Esperanza zu beruhen. Weiter wird auf den Bericht eines Teilnehmers (Organisators?) verwiesen: "According to the notes of Robert Zehnder from Birmenstorf, Aargau, during their trip, Juan Obrist appears as Jakob Obrist, but except this mention, in all the family records in Argentina he is called a "Juan Obrist" or "Juan Obrest"."
Herkunft aus Gansingen: "Some descendants say that they were from Gansingen, Aargau, Suiza, but I could not find any document to say it was so."
Kirchgenössigkeit Gansingen: Säckingen hat mich auch gewundert - aber ich zitiere aus dem o.g. Kirchenbuchverzeichnis:
Laufenburg und Umgebung (einschl. Gansingen): Vor 1913 Disaporagenossenschaft Kleinlaufenburg (D), vor 1888 evang. Gemeinde Säckingen (D).
Evtl. bezieht sich das halt nicht auf die ganze "Umgebung"(?).
Erste Auswanderung 1854?: Die Angaben scheinen auf Unterlagen zu Esperanza zu beruhen. Weiter wird auf den Bericht eines Teilnehmers (Organisators?) verwiesen: "According to the notes of Robert Zehnder from Birmenstorf, Aargau, during their trip, Juan Obrist appears as Jakob Obrist, but except this mention, in all the family records in Argentina he is called a "Juan Obrist" or "Juan Obrest"."
Wolf Seelentag, St.Gallen
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Peter.D
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Re: Obrist aus dem Kanton Aargau > Argentinien
Ich zitiere aus Wessendorf p. 294:
Die erste Auswanderergruppe von 147 Personen hatte Dünkirchen am
9.November 1855 verlassen; die Überfahrt nach Buenos Aires dauerte
fast 2 1/2 Monate, und erst gegen Ende Januar trafen die Leute in
Santa Fé ein. Dort mußten sie zuerst etwa zwei Wochen in einer Art
Kaserne untergebracht werden, weil die Kolonie noch nicht für ihre
Aufnahme bereit war. In der ersten Februarhälfte betraten die ersten Schweizer
das Gelände der künftigen Siedlung «Esperanza». In den nächsten
Wochen folgten weitere Transporte; bis etwa Mitte Juni waren rund
1400 Personen auf der Kolonie.
Bereits bei der ersten Gruppe hatten sich auch einige Aargauer
befunden. Der Berner Sommer-Geiser, der im Auftrag der Begierung auf
dem vierten Schiff mitreiste und über die Organisation und die
Erfolgsaussichten des Unternehmens berichtete, zählte allein unter seinen 214
Mitpassagieren nicht weniger als 67 Aargauer (26)
(26) Sommer-Geiser, Bericht über die Reise nach Santa Fé, usw., Bern 1857.
Keine Ahnung wo sich dieser Bericht heute befindet. Gibt es Schiffsregister von Dünkirchen aus jener Zeit?
Ergänzung: der Bericht von Sommer-Geiser befindet sich im StABE.
Peter
Die erste Auswanderergruppe von 147 Personen hatte Dünkirchen am
9.November 1855 verlassen; die Überfahrt nach Buenos Aires dauerte
fast 2 1/2 Monate, und erst gegen Ende Januar trafen die Leute in
Santa Fé ein. Dort mußten sie zuerst etwa zwei Wochen in einer Art
Kaserne untergebracht werden, weil die Kolonie noch nicht für ihre
Aufnahme bereit war. In der ersten Februarhälfte betraten die ersten Schweizer
das Gelände der künftigen Siedlung «Esperanza». In den nächsten
Wochen folgten weitere Transporte; bis etwa Mitte Juni waren rund
1400 Personen auf der Kolonie.
Bereits bei der ersten Gruppe hatten sich auch einige Aargauer
befunden. Der Berner Sommer-Geiser, der im Auftrag der Begierung auf
dem vierten Schiff mitreiste und über die Organisation und die
Erfolgsaussichten des Unternehmens berichtete, zählte allein unter seinen 214
Mitpassagieren nicht weniger als 67 Aargauer (26)
(26) Sommer-Geiser, Bericht über die Reise nach Santa Fé, usw., Bern 1857.
Keine Ahnung wo sich dieser Bericht heute befindet. Gibt es Schiffsregister von Dünkirchen aus jener Zeit?
Ergänzung: der Bericht von Sommer-Geiser befindet sich im StABE.
Peter
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Maria Eugenia
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Re: Obrist aus dem Kanton Aargau > Argentinien
Thank you Wolf for inserting my help request in this forum. Hope it will help me to help Obrist's descendents, here in Argentina.
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Maria Eugenia
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Re: Obrist aus dem Kanton Aargau > Argentinien
Peter:Peter.D hat geschrieben: Sa 21. Jun 2025, 17:23 Wie kommt man auf Gansingen? Falls es dort in der ersten Hälfte des 19. Jh. bereits Reformierte gab, gingen die sicher nicht nach Säckingen zur Kirche - die evangelische Gemeinde gab es dort tatsächlich erst ab 1859 mit eigener Kirche 1862, ganz abgesehen von der viel zu grossen Distanz. Die evangelischen Kirchen in Bözberg oder gar Mandach und Bözen wären viel näher gewesen. Die Obrist von Riniken hatten ihre Kirche in Umiken.
Falls die Familie legal ausgewandert ist und den Pass nicht erst bei einem Konsulat ausstellen liess, müsste die Passerteilung im StAAG dokumentiert sein. Die Pässe wurden damals von der Bezirksverwaltung ausgestellt: für Gansingen also in Laufenburg und für Riniken in Brugg, wo ich die Passkontrolle im Scope aber nicht sehe.
Interessant ist auch, dass gemäss der Diss von Berthold Wessendorf die erste Auswanderergruppe (darunter auch Aargauer) erst Ende Januar 1856 in Santa Fé eintraf.
Peter
Descendents of the Obrist family say their ancestors were from Gansingen, however, they did not provide me any document to certify it.
Acording to several Argentina historicians of this period, the first group of colons arrived from Switzerland in January 27, 1856 :" 27 de enero de 1856 a Esperanza" (ref.: G. Gori, "Familias Fundadoras de la Colonia Esperanza", MUSEO DE LA COLONIZACIÓN, Publicación N* 3, LIBRERÍA Y EDITORIAL C O L M E G N A S.A., SANTA FE, ARGENTINA, available on-line, in Spanish, https://doc.rero.ch/record/29178/files/BCV_PA_22235.pdf)
I have asked to the State of Aargau archive (staatsarchiv@ag.ch) for this information, assuming as you say that if they moved to Colonia Esperanza in a very well organized group of families (they had to be families of at least 4 persons to be accepted as colons), there should be some kind of documentation in this register. However the answer has been that they had no information!
That's why I am digging in the dark ... However, as I've done in other cases involving Swiss settlers in Colonia Esperanza, with fewer resources, and have managed to find information, here I'm looking for some clues.
Thanks for your comments and your help!
Maria Eugenia, from Argentina
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Walter
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Re: Obrist aus dem Kanton Aargau > Argentinien
Wurde denn schon mal das für Gansingen zuständige Zivilstandsamt Laufenburg konsultiert?Wolf hat geschrieben: Fr 20. Jun 2025, 22:03 Wer kann helfen, den Herkunftsort der Familie zu finden?
LG, Walter
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Peter.D
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Re: Obrist aus dem Kanton Aargau > Argentinien
Hello Maria Eugenia,
Assuming that the Obrist family really came from Gansingen, I would recommend the following steps:
1. Contact the Dorfchronik - Team Gansingen and ask if they have a list of emigrants around 1855 and if there is a Johann Obrist on it. In any case, there were numerous emigrants in Gansingen around the middle of the 19th century.
2. Ask the Aargau State Archives whether there is an Obrist from Gansingen on the passport lists from Laufenburg around 1855.
3. Find out whether there are lists of ship passengers (ship manifests) at the port of departure in Dunkirk in 1855 or at a port of arrival in Argentina in 1856.
4. As Walter already suggested this morning, contact the regional Civil registry office in Laufenburg. As the couple Obrist-XXX (name of the wife unclear or distorted) obviously married a few years before emigrating (due to the age of the children), they should be listed in the family register 1818ff of Gansingen (Ortsbürgerregister). The office will inform you in advance of the cost of the search and of a possible extract from the register.
Peter
Assuming that the Obrist family really came from Gansingen, I would recommend the following steps:
1. Contact the Dorfchronik - Team Gansingen and ask if they have a list of emigrants around 1855 and if there is a Johann Obrist on it. In any case, there were numerous emigrants in Gansingen around the middle of the 19th century.
2. Ask the Aargau State Archives whether there is an Obrist from Gansingen on the passport lists from Laufenburg around 1855.
3. Find out whether there are lists of ship passengers (ship manifests) at the port of departure in Dunkirk in 1855 or at a port of arrival in Argentina in 1856.
4. As Walter already suggested this morning, contact the regional Civil registry office in Laufenburg. As the couple Obrist-XXX (name of the wife unclear or distorted) obviously married a few years before emigrating (due to the age of the children), they should be listed in the family register 1818ff of Gansingen (Ortsbürgerregister). The office will inform you in advance of the cost of the search and of a possible extract from the register.
Peter
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Maria Eugenia
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Re: Obrist aus dem Kanton Aargau > Argentinien
Thank you Peter:
I've already looked for local information here in Argentina. Unfortunately, the ship passenger lists (manifests) at a port of arrival in Argentina in those early years of my country were lost due to flooding at the customs office caused by the rising waters of the River Plate in Buenos Aires.
But I'll keep your other advice in mind. Thanks again!
Maria Eugenia
I've already looked for local information here in Argentina. Unfortunately, the ship passenger lists (manifests) at a port of arrival in Argentina in those early years of my country were lost due to flooding at the customs office caused by the rising waters of the River Plate in Buenos Aires.
But I'll keep your other advice in mind. Thanks again!
Maria Eugenia
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Maria Eugenia
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Re: Obrist aus dem Kanton Aargau > Argentinien
Concerning Johann Obrist wife, Maria. I have been looking to all the different ways her last name has been handwritten here in Las Colonias, and looking at Das Familiennamenbuch der Schweiz, I found some phonetical similarities with Ruppli, and if this is the case, she might have born in Fischbach-Göslikon (AG). However, don't know if in this town was a reformed church by 1820.
Do you have any information about this?
Thanks,
Maria Eugenia
Do you have any information about this?
Thanks,
Maria Eugenia
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Wolf
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Anmerkungen und Korrekturen
Die Familie Obrist gehört nicht zu den Vorfahren von Maria Eugenia - sie hilft anderen Forschenden. Ich habe die Frage dann zusammenfassend zitiert. Missverständnisse bei der Kommunikation mögen zu Unstimmigkeiten beigetragen haben. Ich will deswegen hier versuchen, den Stand der Forschung zurechtzurücken.
Datum der Ankunft in Argentinien: Die Quelle für die Angabe Dezember 1854 ist nicht bekannt. Gemäss der Diss von Berthold Wessendorf kamen die ersten Schweizer Siedler erst im Januar 1856 in Argentinien an und liessen sich in Santa Fe (Kolonie "Esperanza") nieder. Das passt auch zu den Reisetagebuch von Robert Zehnder, zu dessen Reisegruppe auch Johannes Obrist gehörte: in einer Transkription des Reisetagebuchs wird er als Jak(ob) Zehnder geführt - ich neige dazu, das für einen Lesefehler zu halten - ich lese eher Joh(ann) Zehnder, wie er auch in allen anderen Quellen genannt wird (Juan etc.).
Die Liste der Familienmitglieder stammt aus dem Buch Familias Fundadoras de la Colonia Esperanza (Seite 66). Die Frage ist: in welchem Jahr wurden diese Daten (Altersangaben) erfasst? Wenn wir annehmen, dass der auf Seite 72 genannte, 21-jährige Zehender Roberto der 1836 geborene Schreiber des Reisetagebuches ist, spricht das für eine Erfassung um 1857: das erscheint insofern plausibel, als die Siedler der 1856 gegründeten Kolonie kurz danach erfasst wurden. Damit hätten wir
Johann Obrist, 45 Jahre (* um 1812)
oo vor etwa 1848 (wo?)
Maria Rupeli (Ruppell? - evtl. Ruppli oder Roppel?), 34 Jahre (* 1823)
Kinder:
Maria, 9 Jahre (* um 1848)
Heinrich, 7 Jahre (* um 1850)
Johannes, 4 Jahre (* um 1853)
Elisabeth, 4 Jahre (* um 1853)
Margareth, 1 Monat (* um 1857) - schon in Argentinien geboren.
Heimatort und Konfession: Ohne entsprechende Quellenangaben wird angenommen, dass es sich bei diesen Obrist um eine reformierte Familie aus Gansingen handelt (nur die Herkunft aus dem Aargau scheint gesichert zu sein). Dies ist zwar nicht ausgeschlossen - aber Gansingen war eine katholische Gemeinde. Wahrscheinlicher ist daher, dass es sich eher um eine katholische Familie aus Gansingen oder eine reformierte Familie aus einem anderen Ort handelt. Seit vor 1800 sind Obrist verbürgert in Riniken (vorwiegend reformiert), Baden (gemischt), Gansingen, Leibstadt, Leuggern, Magden, Sulz, Wallbach (alle vorwiegend katholisch). Neben Gansingen lohnt es sich also vmtl. zu versuchen, in Riniken Hinweise zu finden.
Mädchenname der Ehefrau Maria: Leider werden im Buch Familias Fundadoras de la Colonia Esperanza die Familiennamen der Ehefrauen grundsätzlich nie genannt. In argentinischen Quellen scheinen die Schreibweisen Rupeli oder Rupell aufzutauchen. Im Familiennamenbuch der Schweiz finden sich dazu z.B. Ruppli (Fischbach-Göslikon AG, vorwiegend katholisch) oder Roppel (Biel-Benken und Füllinsdorf BL). Am ehesten lässt sich die Frage vmtl. durch den Heiratseintrag mit Johann Obrist beantworten - dieser wäre vmtl. auch aus anderen Gründen der grösste Schritt vorwärts.
Datum der Ankunft in Argentinien: Die Quelle für die Angabe Dezember 1854 ist nicht bekannt. Gemäss der Diss von Berthold Wessendorf kamen die ersten Schweizer Siedler erst im Januar 1856 in Argentinien an und liessen sich in Santa Fe (Kolonie "Esperanza") nieder. Das passt auch zu den Reisetagebuch von Robert Zehnder, zu dessen Reisegruppe auch Johannes Obrist gehörte: in einer Transkription des Reisetagebuchs wird er als Jak(ob) Zehnder geführt - ich neige dazu, das für einen Lesefehler zu halten - ich lese eher Joh(ann) Zehnder, wie er auch in allen anderen Quellen genannt wird (Juan etc.).
Die Liste der Familienmitglieder stammt aus dem Buch Familias Fundadoras de la Colonia Esperanza (Seite 66). Die Frage ist: in welchem Jahr wurden diese Daten (Altersangaben) erfasst? Wenn wir annehmen, dass der auf Seite 72 genannte, 21-jährige Zehender Roberto der 1836 geborene Schreiber des Reisetagebuches ist, spricht das für eine Erfassung um 1857: das erscheint insofern plausibel, als die Siedler der 1856 gegründeten Kolonie kurz danach erfasst wurden. Damit hätten wir
Johann Obrist, 45 Jahre (* um 1812)
oo vor etwa 1848 (wo?)
Maria Rupeli (Ruppell? - evtl. Ruppli oder Roppel?), 34 Jahre (* 1823)
Kinder:
Maria, 9 Jahre (* um 1848)
Heinrich, 7 Jahre (* um 1850)
Johannes, 4 Jahre (* um 1853)
Elisabeth, 4 Jahre (* um 1853)
Margareth, 1 Monat (* um 1857) - schon in Argentinien geboren.
Heimatort und Konfession: Ohne entsprechende Quellenangaben wird angenommen, dass es sich bei diesen Obrist um eine reformierte Familie aus Gansingen handelt (nur die Herkunft aus dem Aargau scheint gesichert zu sein). Dies ist zwar nicht ausgeschlossen - aber Gansingen war eine katholische Gemeinde. Wahrscheinlicher ist daher, dass es sich eher um eine katholische Familie aus Gansingen oder eine reformierte Familie aus einem anderen Ort handelt. Seit vor 1800 sind Obrist verbürgert in Riniken (vorwiegend reformiert), Baden (gemischt), Gansingen, Leibstadt, Leuggern, Magden, Sulz, Wallbach (alle vorwiegend katholisch). Neben Gansingen lohnt es sich also vmtl. zu versuchen, in Riniken Hinweise zu finden.
Mädchenname der Ehefrau Maria: Leider werden im Buch Familias Fundadoras de la Colonia Esperanza die Familiennamen der Ehefrauen grundsätzlich nie genannt. In argentinischen Quellen scheinen die Schreibweisen Rupeli oder Rupell aufzutauchen. Im Familiennamenbuch der Schweiz finden sich dazu z.B. Ruppli (Fischbach-Göslikon AG, vorwiegend katholisch) oder Roppel (Biel-Benken und Füllinsdorf BL). Am ehesten lässt sich die Frage vmtl. durch den Heiratseintrag mit Johann Obrist beantworten - dieser wäre vmtl. auch aus anderen Gründen der grösste Schritt vorwärts.
Wolf Seelentag, St.Gallen
Mitglied der Genealogisch-Heraldischen Gesellschaft Ostschweiz (GHGO) - https://www.ghgo.ch/
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Wolf
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Re: Anmerkungen und Korrekturen
• Maria Eugenia hat mir per Mail bestätigt, dass das Ankunftsjahr 1854 ein Missverständnis war.
• Im Buch Familias Fundadoras de la Colonia Esperanza wird auf Seite 17 vermerkt, dass die Altersangaben sich auf den September 1857 beziehen (mangels Spanisch-Kenntnissen hatte ich das halt nicht gefunden).
• Weiter hat sie mir eine Vergleichstabelle geschickt mit Altersangaben aus einer Volkszählung von 1869: Dass es bei aus solchen Altersangaben berechneten Geburtsjahren Abweichungen von ein bis zwei Jahren gibt, ist erfahrungsgemäss normal.
• Im Buch Familias Fundadoras de la Colonia Esperanza wird auf Seite 17 vermerkt, dass die Altersangaben sich auf den September 1857 beziehen (mangels Spanisch-Kenntnissen hatte ich das halt nicht gefunden).
• Weiter hat sie mir eine Vergleichstabelle geschickt mit Altersangaben aus einer Volkszählung von 1869: Dass es bei aus solchen Altersangaben berechneten Geburtsjahren Abweichungen von ein bis zwei Jahren gibt, ist erfahrungsgemäss normal.
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
Wolf Seelentag, St.Gallen
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Re: Obrist aus dem Kanton Aargau > Argentinien
Yes, I've received their answer. They sent me the passport list from Bezirksamt Laufenburg and there is no Obrist on the list.Walter hat geschrieben: So 22. Jun 2025, 07:30Wurde denn schon mal das für Gansingen zuständige Zivilstandsamt Laufenburg konsultiert?Wolf hat geschrieben: Fr 20. Jun 2025, 22:03 Wer kann helfen, den Herkunftsort der Familie zu finden?
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Debra Palmer
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Re: Obrist aus dem Kanton Aargau > Argentinien
Hello
I checked the Bevölkerungstabellen of 1850 in Gansingen for Johann Obrist and his wife Maria Rupeli, and unfortunately, didn't find this couple, who were married around 1848.
It is assumed that Johann was from Gansingen. So, it's possible that before he got married, he was listed in the earlier census of 1837 in Gansingen. I checked that census and found a Johan/Johannes Obrist in five different entries. All of the five entries have a corresponding entry (same house number) in the census of 1850 - see below. In house numbers 67, 164 and 165, each Johan/Joh. Baldhasar? Obrist was unmarried in 1850 when the census was taken. Both entries of house numbers 30 and 152, did not list a Johan Obrist in 1850 and I assume it's because each of them had moved out of Gansingen or had died. Without the discovery of a source such as the Bevölkerungstabellen of 1850 or the marriage record for Johann Obrist and Maria Rupeli, we can only speculate whether Johann Obrist was really from Gansingen but I think at least the information in these censuses is interesting.
See attachments of censuses.
Census of 1837
1. Johan Obrist, house number 30 in Gansingen
2. Johan Obrist, house number 67 in Büren
3. Johan Obrist, house number 152 in Galten
4. Johan Obrist, house number 164 in Galten
5. Johannes Obrist, house number 165 in Galten
Census of 1850
1. Johan Obrist, not listed, house number 30 in Gansingen
2. Johan Obrist, born 1796, unmarried, house number 67 in Büren
3. Johan Obrist, not listed, house number 152 in Galten
4. Johan Obrist, born 1823, unmarried, house number 164 in Galten
5. Joh. Baldhasar? Obrist, born 1826, unmarried, house number 165 in Galten
I took a quick look at the Aargau Bevölkerungstabellen of 1850 for the following places and didn't find Johann Obrist and his wife Maria Rupeli:
Baden, Elfingen, Etzgen, Hottwil, Kaisten, Laufenburg, Leibstadt, Monthal, Oberhofen, Riniken, Sulz, plus a few other places.
Can you recommend where else (in 1850) they might have been a resident of?
I checked the Bevölkerungstabellen of 1850 in Gansingen for Johann Obrist and his wife Maria Rupeli, and unfortunately, didn't find this couple, who were married around 1848.
It is assumed that Johann was from Gansingen. So, it's possible that before he got married, he was listed in the earlier census of 1837 in Gansingen. I checked that census and found a Johan/Johannes Obrist in five different entries. All of the five entries have a corresponding entry (same house number) in the census of 1850 - see below. In house numbers 67, 164 and 165, each Johan/Joh. Baldhasar? Obrist was unmarried in 1850 when the census was taken. Both entries of house numbers 30 and 152, did not list a Johan Obrist in 1850 and I assume it's because each of them had moved out of Gansingen or had died. Without the discovery of a source such as the Bevölkerungstabellen of 1850 or the marriage record for Johann Obrist and Maria Rupeli, we can only speculate whether Johann Obrist was really from Gansingen but I think at least the information in these censuses is interesting.
See attachments of censuses.
Census of 1837
1. Johan Obrist, house number 30 in Gansingen
2. Johan Obrist, house number 67 in Büren
3. Johan Obrist, house number 152 in Galten
4. Johan Obrist, house number 164 in Galten
5. Johannes Obrist, house number 165 in Galten
Census of 1850
1. Johan Obrist, not listed, house number 30 in Gansingen
2. Johan Obrist, born 1796, unmarried, house number 67 in Büren
3. Johan Obrist, not listed, house number 152 in Galten
4. Johan Obrist, born 1823, unmarried, house number 164 in Galten
5. Joh. Baldhasar? Obrist, born 1826, unmarried, house number 165 in Galten
I took a quick look at the Aargau Bevölkerungstabellen of 1850 for the following places and didn't find Johann Obrist and his wife Maria Rupeli:
Baden, Elfingen, Etzgen, Hottwil, Kaisten, Laufenburg, Leibstadt, Monthal, Oberhofen, Riniken, Sulz, plus a few other places.
Can you recommend where else (in 1850) they might have been a resident of?
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Zuletzt geändert von Debra Palmer am So 21. Sep 2025, 22:20, insgesamt 11-mal geändert.
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Debra Palmer
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Re: Obrist aus dem Kanton Aargau > Argentinien
The corresponding entry in 1850 for the Johan Obrist of house number 30.
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Debra Palmer
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Re: Obrist aus dem Kanton Aargau > Argentinien
The entry in 1837 for the Johan Obrist of house number 152.
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Debra Palmer
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Re: Obrist aus dem Kanton Aargau > Argentinien
The corresponding entry in 1850 for the Johan Obrist of house number 152.
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Peter.D
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Re: Obrist aus dem Kanton Aargau > Argentinien
Hello DebraDebra Palmer hat geschrieben: So 21. Sep 2025, 01:58 I took a quick look at the Aargau Bevölkerungstabellen of 1850 for the following places and didn't find Johann Obrist and his wife Maria Rupeli:
Baden, Elfingen, Etzgen, Hottwil, Kaisten, Laufenburg, Leibstadt, Monthal, Oberhofen, Riniken, Sulz, plus a few other places.
According to Maria Eugenia, Johann Obrist was Protestant, which doesn't fit with Gansingen. Of the Obrist family's places of origin in the canton of Aargau still listed in 1962, only Riniken and Brugg were predominantly Reformed around 1850, all the others were largely Catholic. Have you already looked at Brugg?
Peter
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Debra Palmer
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Re: Obrist aus dem Kanton Aargau > Argentinien
Yes, I looked at the Brugg 1850 census and didn't see Johann Obrist and his wife Maria Rupeli.Peter.D hat geschrieben: So 21. Sep 2025, 17:39 According to Maria Eugenia, Johann Obrist was Protestant, which doesn't fit with Gansingen. Of the Obrist family's places of origin in the canton of Aargau still listed in 1962, only Riniken and Brugg were predominantly Reformed around 1850, all the others were largely Catholic. Have you already looked at Brugg?
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Peter.D
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Re: Obrist aus dem Kanton Aargau > Argentinien
It is possible that Johann Obrist moved away from Gansingen long before 1850 - if he really came from there. The marriage may well have taken place outside the canton of Aargau. This is also supported by his wife's family name, if it is correct. Incidentally, Debra only found two Protestant individuals in the 1850 federal census of Gansingen.
Gansingen can only be confirmed or ruled out as Johann's place of origin with reasonable certainty by consulting the family register (Ortsbürgerregister) from 1818 onwards, which can only be viewed for a fee at the civil registry office in Laufenburg.
The microfilms of the Ortsbürgerregister previously created by the canton were of insufficient quality and, according to the State Archives, deteriorated already several years ago to such an extent that they can no longer be used. FamilySearch would certainly have done better ...
Peter
Gansingen can only be confirmed or ruled out as Johann's place of origin with reasonable certainty by consulting the family register (Ortsbürgerregister) from 1818 onwards, which can only be viewed for a fee at the civil registry office in Laufenburg.
The microfilms of the Ortsbürgerregister previously created by the canton were of insufficient quality and, according to the State Archives, deteriorated already several years ago to such an extent that they can no longer be used. FamilySearch would certainly have done better ...
Peter
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robertodutruel
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Re: Obrist aus dem Kanton Aargau > Argentinien
In den Aufzeichnungen der Evangelischen Kirche des Río de la Plata in Esperanza (Santa Fe), Argentinien, fand ich diese Zusammenfassung der Familie Obrist.
Daraus geht eindeutig hervor, dass die Familie protestantisch war, und der Eintrag stammt aus der Zeit nach 1872 (dem letzten verzeichneten Geburtsdatum).
Dort finden Sie die Geburtsdaten aller Familienmitglieder.
Auch der Nachname von Johann Obrists Frau ist vermerkt. Er lautet Maria Rubli oder ähnlich. Da ich bezweifle, dass dieses Bild hochgeladen werden kann (es wäre wichtig, da es Ihnen aufgrund Ihrer Kenntnis der Handschrift helfen könnte, die Daten genauer zu bestimmen), transkribiere ich die wichtigsten Informationen.
Johannes Juni 16, 1815
Maria ---- Feb.16, 1825
Kind von Johannes und Maria geb. Rubli
geb. getaufen
Anna Maria-----------16 April 29 August. 1849
Johannes Heinrich-- 2.Mar 24 Marz. 1850
+ Elisabeth ---------- 6. Oct. 23 Oct.1853
Johannes 5. Oct 23.Oct.1853
Johannes B...d 19.Juli 3. August 1857
Joseph 16,Juli 13.Oct.1862
Den Geburtsdaten zufolge wurden die letzten beiden Kinder in Argentinien geboren.
Das ist alles, was ich gefunden habe.
Beste Grüße.
Daraus geht eindeutig hervor, dass die Familie protestantisch war, und der Eintrag stammt aus der Zeit nach 1872 (dem letzten verzeichneten Geburtsdatum).
Dort finden Sie die Geburtsdaten aller Familienmitglieder.
Auch der Nachname von Johann Obrists Frau ist vermerkt. Er lautet Maria Rubli oder ähnlich. Da ich bezweifle, dass dieses Bild hochgeladen werden kann (es wäre wichtig, da es Ihnen aufgrund Ihrer Kenntnis der Handschrift helfen könnte, die Daten genauer zu bestimmen), transkribiere ich die wichtigsten Informationen.
Johannes Juni 16, 1815
Maria ---- Feb.16, 1825
Kind von Johannes und Maria geb. Rubli
geb. getaufen
Anna Maria-----------16 April 29 August. 1849
Johannes Heinrich-- 2.Mar 24 Marz. 1850
+ Elisabeth ---------- 6. Oct. 23 Oct.1853
Johannes 5. Oct 23.Oct.1853
Johannes B...d 19.Juli 3. August 1857
Joseph 16,Juli 13.Oct.1862
Den Geburtsdaten zufolge wurden die letzten beiden Kinder in Argentinien geboren.
Das ist alles, was ich gefunden habe.
Beste Grüße.
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Peter.D
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Re: Obrist aus dem Kanton Aargau > Argentinien
Ich lese ebenfalls Rubli. Dazu würde Elfingen als Heimatort passen, das zur reformierten Kirchgemeinde Bözen gehörte.
Denkbar ist auch, dass Johann Obrist tatsächlich den Heimatort Gansingen hatte und ursprünglich katholisch war, den Heimatort aber schon früh verlassen hatte oder jedenfalls bei den von Debra ausgewerteten Volkszählungen nicht in Gansingen anwesend war.
Offensichtlich hat er dann irgendwo vor der Emigration die reformierte Maria Rubli geheiratet und ist ebenfalls reformiert geworden. Eventuell war die Heirat in Bözen, dessen Kirchenbücher nicht online verfügbar sind. Wenn nicht, bleibt nur die Recherche in den Ortsbürgerregistern von Bözen und Gansingen beim regionalen Zivilstandsamt Laufenburg.
Peter
Denkbar ist auch, dass Johann Obrist tatsächlich den Heimatort Gansingen hatte und ursprünglich katholisch war, den Heimatort aber schon früh verlassen hatte oder jedenfalls bei den von Debra ausgewerteten Volkszählungen nicht in Gansingen anwesend war.
Offensichtlich hat er dann irgendwo vor der Emigration die reformierte Maria Rubli geheiratet und ist ebenfalls reformiert geworden. Eventuell war die Heirat in Bözen, dessen Kirchenbücher nicht online verfügbar sind. Wenn nicht, bleibt nur die Recherche in den Ortsbürgerregistern von Bözen und Gansingen beim regionalen Zivilstandsamt Laufenburg.
Peter
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Wolf
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Re: Obrist aus dem Kanton Aargau > Argentinien
Zuerst einmal: willkommen im Forum
!
Ich habe die Datei von der Dropbox heruntergeladen (und den Link dazu gelöscht, weil er bald nicht mehr funktionieren wird) und im Forum hochgeladen: Leider sind formatierte Tabellen im Forum nicht möglich - also hier meine Transkription als Bild: Vielen Dank für diese wertvollen Angaben.
Du schreibst in Deinem Profil
Jetzt wünsche ich weiter viel Erfolg im und Freude am Forum - Wolf
Das geht durchaus (Dateigrösse unter 1 MB) - siehe viewtopic.php?t=32594.robertodutruel hat geschrieben: So 2. Nov 2025, 15:23Da ich bezweifle, dass dieses Bild hochgeladen werden kann ......
Ich habe die Datei von der Dropbox heruntergeladen (und den Link dazu gelöscht, weil er bald nicht mehr funktionieren wird) und im Forum hochgeladen: Leider sind formatierte Tabellen im Forum nicht möglich - also hier meine Transkription als Bild: Vielen Dank für diese wertvollen Angaben.
Du schreibst in Deinem Profil
Da erfahrungsgemäss diese Profile kaum gelesen werden (ausser von Leuten wie mir), empfehle ich, detaillierte Fragen hier im Forum zu stellen. Am besten zuerst die Hinweise auf viewtopic.php?t=31398 lesen und insbesondere den Punkt viewtopic.php?f=49&t=366#p563 beachten: immer nur eine Familie in einem Thema diskutieren, soweit bekannt dazu den Bürgerort angeben, allenfalls (wie hier) zumindest den Herkunftskanton (wenn sich in der Diskussion der Bürgerort ergibt, kann ich das Thema entsprechend umbenennen).Ich versuche, die Herkunft (Geburts- und Heiratsdaten, Verwandtschaftsverhältnisse zu ihren Herkunftsfamilien in Europa usw.) der Gründer (Zeitraum 1800–1900) herauszufinden. Einige dieser Familien stammten aus dem Kanton Aargau in der Schweiz.
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Wolf Seelentag, St.Gallen
Mitglied der Genealogisch-Heraldischen Gesellschaft Ostschweiz (GHGO) - https://www.ghgo.ch/
Eingesetzte Software: Ahnenforscher
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bus68
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Re: Obrist aus dem Kanton Aargau > Argentinien
Hallo
Zur Herkunft der Obrists kann ich nichts beitragen, aber vermutlich zur Ehefrau Maria Rubli *1825?.
Die "Rublis" waren zu dieser Zeit in Effingen AG heimisch, nicht Elfingen AG.
Es ist manchmal wahrlich schwierig, diese Orte in den Kirchenregistern zu unterscheiden, und wahrscheinlich ist auch der eine oder andere Pfarrer beim Schreiben abgerutscht...
Die Kirchgemeinde bleibt aber so oder so Bözen AG.
Zur Maria Rubli:
Im Jahre 1825 wurde in der Kirchgemeinde Bözen AG kein Kind mit Namen "Rubli" getauft.
Alternative 1:
Eine Alternative wäre eine Anna Maria Rubli, die am 19.02.1826 getauft wird. Das Geburtsdatum ist leider nicht eindeutig lesbar (1.? Hornung 1826).
Von 1840 bis 1875 findet sich keine Heirat dieser Dame im KB Bözen, ebensowenig ein Eintrag im Totenregister 1825-1875.
Alternative 2:
Kirchenbuch Bözen Band 05, S.33: (Mikrofilm des Staatsarchivs Aargau)
No 9
Maria Rubli
*19.02.1823/~23.02.1823
Eltern: Jakob Rubli von Effingen, Jakobs Sohn, und Elisabeth Wülser, von Linn.
Zeugen: Johannes Vogelsanger, aus? d. Vogelsang, und Maria Rubli von Effingen.
Diese Alternative scheint mir recht überzeugend, wenn man die Schreibweise der Ziffern "3" und "5" in der Familienliste (siehe Grafik weiter oben) analysiert. Das Geburtjahr 1823 (statt 1825) ist durchaus plausibel.
Die Eltern haben 1820 in Bözen AG geheiratet. Jakob Rubli ist 1793 in Effingen AG geboren, Elisabeth Wülser 1794 in Linn AG.
Bei Bedarf kann ich weitere Informationen aus den Büchern von Bözen zusammenstellen.
Liebe Grüsse
bus68
Zur Herkunft der Obrists kann ich nichts beitragen, aber vermutlich zur Ehefrau Maria Rubli *1825?.
Die "Rublis" waren zu dieser Zeit in Effingen AG heimisch, nicht Elfingen AG.
Es ist manchmal wahrlich schwierig, diese Orte in den Kirchenregistern zu unterscheiden, und wahrscheinlich ist auch der eine oder andere Pfarrer beim Schreiben abgerutscht...
Die Kirchgemeinde bleibt aber so oder so Bözen AG.
Zur Maria Rubli:
Im Jahre 1825 wurde in der Kirchgemeinde Bözen AG kein Kind mit Namen "Rubli" getauft.
Alternative 1:
Eine Alternative wäre eine Anna Maria Rubli, die am 19.02.1826 getauft wird. Das Geburtsdatum ist leider nicht eindeutig lesbar (1.? Hornung 1826).
Von 1840 bis 1875 findet sich keine Heirat dieser Dame im KB Bözen, ebensowenig ein Eintrag im Totenregister 1825-1875.
Alternative 2:
Kirchenbuch Bözen Band 05, S.33: (Mikrofilm des Staatsarchivs Aargau)
No 9
Maria Rubli
*19.02.1823/~23.02.1823
Eltern: Jakob Rubli von Effingen, Jakobs Sohn, und Elisabeth Wülser, von Linn.
Zeugen: Johannes Vogelsanger, aus? d. Vogelsang, und Maria Rubli von Effingen.
Diese Alternative scheint mir recht überzeugend, wenn man die Schreibweise der Ziffern "3" und "5" in der Familienliste (siehe Grafik weiter oben) analysiert. Das Geburtjahr 1823 (statt 1825) ist durchaus plausibel.
Die Eltern haben 1820 in Bözen AG geheiratet. Jakob Rubli ist 1793 in Effingen AG geboren, Elisabeth Wülser 1794 in Linn AG.
Bei Bedarf kann ich weitere Informationen aus den Büchern von Bözen zusammenstellen.
Liebe Grüsse
bus68
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bus68
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Re: Obrist aus dem Kanton Aargau > Argentinien
Hallo
Zufällig bin ich noch auf eine weitere Verbindung der Rublis und der Obrists gestossen.
Der Onkel der Maria Rubli, Hans Jakob Rubli *9.3.1801, heiratet 1829 in Baden AG eine Margaretha Schneider *1801. Deren Mutter heisst Barbara Obrist, die zwar in Baden getauft wurde, aber als "von Riniken AG" notiert ist.
Damit ist eine Verbindung der Rublis von Effingen mit den Obrist von Riniken gesichert.
Eine weitere Suche in den Kirchenbüchern von Umiken AG (zuständig für Riniken AG) wäre für mich die logische Empfehlung...
Eintrag im KB Bözen Band 09, S.15:
No 4
oo 3. Juli 1829 zu Baden
Hs Jakob Rubli, Krummen? sel., von Effingen, *15. März 1801, Eltern: Jakob Rubli, Krumme?, und Barbara Stilli von Bözen
mit
Margaritha Schneider von Birmensdorf (AG), *15. November 1801, Eltern: Jakob Schneider, Barbara Obrist, Riniken.
Liebe Grüsse
bus68
Zufällig bin ich noch auf eine weitere Verbindung der Rublis und der Obrists gestossen.
Der Onkel der Maria Rubli, Hans Jakob Rubli *9.3.1801, heiratet 1829 in Baden AG eine Margaretha Schneider *1801. Deren Mutter heisst Barbara Obrist, die zwar in Baden getauft wurde, aber als "von Riniken AG" notiert ist.
Damit ist eine Verbindung der Rublis von Effingen mit den Obrist von Riniken gesichert.
Eine weitere Suche in den Kirchenbüchern von Umiken AG (zuständig für Riniken AG) wäre für mich die logische Empfehlung...
Eintrag im KB Bözen Band 09, S.15:
No 4
oo 3. Juli 1829 zu Baden
Hs Jakob Rubli, Krummen? sel., von Effingen, *15. März 1801, Eltern: Jakob Rubli, Krumme?, und Barbara Stilli von Bözen
mit
Margaritha Schneider von Birmensdorf (AG), *15. November 1801, Eltern: Jakob Schneider, Barbara Obrist, Riniken.
Liebe Grüsse
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Re: Obrist aus dem Kanton Aargau > Argentinien
Hallo
Der gesuchte Johannes Obrist war heute Bestandteil meiner gemeinnützigen Stunde im Staatsarchiv Aargau.
Ich habe folgenden aussichtsreichen Kandidaten gefunden:
Johannes Obrist, *11. Juni 1811 in Dättwil AG, ~16. Juni 1811 in Baden AG.
Herkunft: von Riniken AG und von Dättwil AG.
Eltern: Johannes Obrist, Susanna Wüst oo 1806.
Obwohl bisher das Geburtsjahr 1815 im Raum stand, kann in obiger Grafik durchaus ein Jahr 1811 gelesen werden. Das würde auch zu den Altersangaben aus Argentinien passen (45 und 59 Jahre).
Taufe im Kirchenbuch Umiken Band 04, S.30:
Johannes Obrist, *???, ~16. Juni 1811 zu Baden
Eltern: Johannes Obrist, von Dättwil und Riniken, und Susanna Wüst, aus dem Birrhard.
Zeugen: Johannes Wüst, aus dem Birrhard, und Barbara Wüst, geborene Obrist ... [unleserlich].
[Bemerkungen zum Taufschein vom 16. Dezember 1618]
[Quelle: ab Mikrofilm MF.1/K04/0023, StAAG]
Geburt im Kirchenbuch Baden Band 02 (Taufen 1792 – 1816), S.14:
No 6
Johannes Obrist, *11. Juni 1811, ~16. Juni 1811
Eltern: Johannes Obrist, von Dättwil, und Susanna Wüst, aus dem Birrhard.
Zeugen: Johannes Wüst, von Birrhard, und Barbara Wüst. née Obrist, von Birrhard.
[Quelle: online verfügbar, siehe Kirchenbücher Kanton Aargau in diesem Forum]
Heirat der Eltern im Kirchenbuch Baden Band 10 (Ehen 1792 – 1816), S.44:
No 35
27. Juni 1806 in Baden
Johannes Obrist, von Riniken der Pfarr Umiken, und von Dättwil, mit
Susanna Wüst, von Birrhard der Pfarr Birr.
[Quelle: online verfügbar, siehe Kirchenbücher Kanton Aargau in diesem Forum]
Liebe Grüsse
bus68
Der gesuchte Johannes Obrist war heute Bestandteil meiner gemeinnützigen Stunde im Staatsarchiv Aargau.
Ich habe folgenden aussichtsreichen Kandidaten gefunden:
Johannes Obrist, *11. Juni 1811 in Dättwil AG, ~16. Juni 1811 in Baden AG.
Herkunft: von Riniken AG und von Dättwil AG.
Eltern: Johannes Obrist, Susanna Wüst oo 1806.
Obwohl bisher das Geburtsjahr 1815 im Raum stand, kann in obiger Grafik durchaus ein Jahr 1811 gelesen werden. Das würde auch zu den Altersangaben aus Argentinien passen (45 und 59 Jahre).
Taufe im Kirchenbuch Umiken Band 04, S.30:
Johannes Obrist, *???, ~16. Juni 1811 zu Baden
Eltern: Johannes Obrist, von Dättwil und Riniken, und Susanna Wüst, aus dem Birrhard.
Zeugen: Johannes Wüst, aus dem Birrhard, und Barbara Wüst, geborene Obrist ... [unleserlich].
[Bemerkungen zum Taufschein vom 16. Dezember 1618]
[Quelle: ab Mikrofilm MF.1/K04/0023, StAAG]
Geburt im Kirchenbuch Baden Band 02 (Taufen 1792 – 1816), S.14:
No 6
Johannes Obrist, *11. Juni 1811, ~16. Juni 1811
Eltern: Johannes Obrist, von Dättwil, und Susanna Wüst, aus dem Birrhard.
Zeugen: Johannes Wüst, von Birrhard, und Barbara Wüst. née Obrist, von Birrhard.
[Quelle: online verfügbar, siehe Kirchenbücher Kanton Aargau in diesem Forum]
Heirat der Eltern im Kirchenbuch Baden Band 10 (Ehen 1792 – 1816), S.44:
No 35
27. Juni 1806 in Baden
Johannes Obrist, von Riniken der Pfarr Umiken, und von Dättwil, mit
Susanna Wüst, von Birrhard der Pfarr Birr.
[Quelle: online verfügbar, siehe Kirchenbücher Kanton Aargau in diesem Forum]
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