Näf in Wattwil SG

Moderator: Wolf

Antworten
Mario A
Beiträge: 68
Registriert: Mi 6. Jun 2018, 07:34
Geschlecht: Männlich
Wohnort: Suisse, Froideville VD

Näf in Wattwil SG

Beitrag von Mario A » Do 29. Jan 2026, 17:17

Hallo in die Runde

Ich komme mit der Anna Maria Näf nicht weiter. Sie ist am 07.02.1790 in Waldschwil/Wattwil geboren. Die Eltern waren Johann Jacob Näf und Verena Brunner.
https://dls.staatsarchiv.sg.ch/records/ ... r_page=192

Die Eltern haben in Ebnat geheiratet, aber sind das die richtigen Eltern?
https://dls.staatsarchiv.sg.ch/records/ ... er_page=21

Vor allem kann ich den Vater und die Mutter nicht weiter zurückverfolgen, kann mir jemand helfen die Herkunftsorte der Eltern zu finden?

Vielen Dank im Voraus.

Gruss
Mario

-----------------------
urspr. Titel: Näf von ?



DST
Beiträge: 329
Registriert: Sa 3. Nov 2007, 07:10
Geschlecht: Männlich
Wohnort: Gebenstorf, AG

Re: Näf von Wattwil / Ebnat

Beitrag von DST » Fr 30. Jan 2026, 09:37

Die Eltern der am 7. Februar 1790 geborenen Anna Maria Näf sind Jacob Näf und Fr. Verena Brunner in "Waldschwÿl".
Die Paten stammen von "der Eich", Ebnath.

Weitere Kinder
- Hs. Melcher: 11. Juli 1784
- Zus: [?] Barbara: 19. November 1786
- Hs. Jakob: 27. April 1788

Ich habe nicht geprüft ob es nach Anna Maria noch weitere Kinder dieses Paars hatte.

In dieser Zeit hatte es relativ wenige Näf, welche als Vater agierten:
- Johannes Näf aus der Egg
- Joseph Näf aus dem Schönenberg

Die Hochzeit der Eltern fand im August 1781 statt.
Der Ort fehlt zwar beim Eintrag, aber der darüberliegende Eintrag war von Wattwil.
Dennoch ist Ebnath nicht ausgeschlossen, da 'Gielen' (zumindest heute) zu Ebnat gehört.
Hr. Jacob Näff (Jüngling? Wittwer?) auf Gielen und Jgfr. Verena Brunnerin.
Bei den Männern wurde das Wort 'Jüngling' von diesem Pfarrer nicht verwendet.

In Anbetracht der wenigen Näf, ist es durchaus plausibel anzunehmen, dass dies die Ehe der Eltern von Anna ist.

Die Brunner und die Näf sind beide alteingesessen in Wattwil und in Ebnat.

Im Bürgerregister von Ebnat ist die Familie nicht zu finden.
Zu Wattwil gibt es ein Bürgerregister IIa (Taufen am 1767 und Ehen ab 1822) - da könnten die weiteren Kinder als Familien zu finden sein.
Dieser Film ist jedoch nicht online verfügbar.

Aufgrund der Hochzeit von 1781 wäre statistisch 1751 etwa das Geburtsdatum von Jakob und 1755 etwa das Geburtsdatum von Verena.
Technisch (18 Jahre) liegt es vor August 1763.

Habe grob die Geburten zwischen 1750 bis 1760 in Wattwil überflogen:

Jakob Näf in Wattwil?
1754 Abraham ison [?] Näff ab dem Schöneberg und Susanna Barbara Grob (-> Sohn Jakob am 7. Heumonat)

Eine Verena Brunner habe ich nicht gefunden.



Walter
Supporter 2022
Beiträge: 3555
Registriert: Mi 30. Nov 2005, 09:36
Geschlecht: Männlich
Wohnort: Schweiz, Region Basel

Re: Näf von Wattwil / Ebnat

Beitrag von Walter » Fr 30. Jan 2026, 11:28

DST hat geschrieben: Fr 30. Jan 2026, 09:37 Hr. Jacob Näff
Das lese ich als "Hs. (Hans) Jacob Näff"


LG, Walter

Wolf
Moderator
Beiträge: 10582
Registriert: Sa 21. Mai 2005, 17:05
Geschlecht: Männlich
Wohnort: St.Gallen, Schweiz

Re: Näf in Wattwil SG

Beitrag von Wolf » Fr 30. Jan 2026, 12:47

Ein Problem ist, dass Näf im Toggenburg recht weit verbreitet waren - und dazu noch die Schreibweise (Näf / Naef / Nef - jeweils mit einem "f" oder "ff") eher willkürlich gehandhabt wurde.
Gielen gehört heute zu Ebnat-Kappel - damals noch zwei getrennte Gemeinden. Von der Geographie her würde ich es eher Kappel zuordnen (weiss jemand hier genau Bescheid?), aber die Ehe ist in Ebnat eingetragen.
Diese Ehebuch wurde 1762 angefangen - ist aber offensichtlich eine spätere Abschrift. Leider fehlen nähere Angaben zu den Brautleuten (ausser Wohnort des Bräutigams) bzw. den Schwiegereltern.
Offensichtlich ist auch "Beni" nicht weitergekommen: Anna Maria ist im Geneal-Tree mit ihren Eltern genannt - aber ohne nähere Angaben zu den Eltern - nur die Geschwister:
● Näf Johann Melcher, geb. 11 Jul 1784, Waldschwil
● Näf Susanna Barbara, geb. 12 Nov 1786, Waldschwil
● Näf Johann Jakob, geb. 27 Apr 1788, Waldschwil
● Näf Anna Maria, geb. 7 Feb 1790, Waldschwil
DST hat geschrieben: Fr 30. Jan 2026, 09:37 Im Bürgerregister von Ebnat ist die Familie nicht zu finden.
Zu Wattwil gibt es ein Bürgerregister IIa (Taufen am 1767 und Ehen ab 1822) - da könnten die weiteren Kinder als Familien zu finden sein.
Dieser Film ist jedoch nicht online verfügbar.
"Berni" hat die Wattwiler Geschlechter intensiv erforscht - ich gehe deswegen davon aus, dass er dieses Bürgerregister ebenfalls ausgewertet, aber nichts gefunden hat. Ich habe mir auch noch das Bürgerregister von Kappel angeschaut - erfolglos.
Walter hat geschrieben: Fr 30. Jan 2026, 11:28
DST hat geschrieben: Fr 30. Jan 2026, 09:37 Hr. Jacob Näff
Das lese ich als "Hs. (Hans) Jacob Näff"
Beim Ehebuch Ebnat fällt mir auf, dass bei der Braut entweder ein "Jgfr." vor dem Vornamen steht - oder nichts: handelt es sich bei den Bräuten ohne "Jgfr." um Witwen? Beim Bräutigam steht oft ein "Hs." an erster Stelle - es gibt aber auch Joh. und Hans ausgeschrieben: sicher wurde damals oft ein Hans dem Rufnamen vorangestellt - aber handelt es sich hier bei der Abkürzung "Hs." vielleicht doch um eine Unterscheidung zwischen einen erstmals heiratenden Bräutigam und einem Witwer?


Wolf Seelentag, St.Gallen
Mitglied der Genealogisch-Heraldischen Gesellschaft Ostschweiz (GHGO) - https://www.ghgo.ch/
Eingesetzte Software: Ahnenforscher

DST
Beiträge: 329
Registriert: Sa 3. Nov 2007, 07:10
Geschlecht: Männlich
Wohnort: Gebenstorf, AG

Re: Näf in Wattwil SG

Beitrag von DST » Fr 30. Jan 2026, 13:15

Ich denke, dass es schwierig sein könnte, nur mit den Taufbüchern weiterzukommen (obwohl es relativ wenige 'Näf' gab).

Beim Durchstöbern habe ich festgestellt, dass teilweise die Familiennamen fehlen und stattdesen die Vornamen und die Ortsangeben verwendet wurden ('Johannes von Eich', etc.). D.h., man weiss gar nicht, wie das Kind mit Nachnamen wirklich hiess.

Ich würde in den Kirchen von Wattwil (dorthin waren offenbar auch früher die Leute von Ebnat kirchgenössig), evtl. Ebnat nach einem Jahrtagbuch / Jahrzeitbuch / Annuarium fragen (solche gab es auch bei den Reformierten). Sie sind nach Todestag sortiert. Da es relativ wenige Näf hatte, dürfte ein Durchforsten der wenigen Seiten der Familie einfach sein. Es bräuchte ein Buch um 1850 herum um Jakob und Verena Brunner zu lokalisieren. Und dann ein älteres um die Vorfahren genauer zu analysieren.



Mario A
Beiträge: 68
Registriert: Mi 6. Jun 2018, 07:34
Geschlecht: Männlich
Wohnort: Suisse, Froideville VD

Re: Näf in Wattwil SG

Beitrag von Mario A » Fr 30. Jan 2026, 18:16

Vielen Dank für Eure Hilfe.

Ich habe in der Zwischenzeit eine Geburt von Hans Jakob Näf gefunden:
23.04.1758 in Kappel (evangelisch)
https://dls.staatsarchiv.sg.ch/records/ ... r_page=146

Der Vater war (MR = Meister?) Christian Näf im Steintal und Sara Gäweiler.
Aber dieser Christian wäre dann doch ziemlich weit von der Gielen weg?

Dann gibt es noch eine Verena Brunner, am 06.07.1760 in Krummenau geboren.
https://dls.staatsarchiv.sg.ch/records/ ... er_page=69

Wären diese beiden plausibel?

Mario



Peter.D
Beiträge: 2662
Registriert: Sa 27. Feb 2010, 17:53
Geschlecht: Männlich
Wohnort: Schweiz, Zürich

Re: Näf in Wattwil SG

Beitrag von Peter.D » So 1. Feb 2026, 17:43

Hallo Mario

Nur mit Hilfe der Kirchenbücher dürfte eine eindeutige Zuordnung der Familie in jener Zeit kaum möglich sein, falls die Familie in keinem der kirchlichen und zivilen Bürgerregister der drei Gemeinden erscheint. In anderen Kantonen bin ich bei ähnlicher Ausgangslage und dem Zeitraum ab 1798 oft mit den Volkszählungen weitergekommen. Einige Kantone haben jedoch teilweise nur die statistischen Ergebnisse aufbewahrt, andere auch die Erfassungsbogen mit den Familien wie etwa Basel bereits für die helvetische Volkszählung von 1798 und die meisten späteren Zählungen ziemlich vollständig, aber auch z.B. Fribourg. Was im StASG vorhanden ist, weiss ich nicht. Wattwil gehörte in der Helvetik zum Kanton Säntis, Kappel und Ebnat aber zum Kanton Linth (s. z.B. hier).

Eine gute Quelle sind auch die Protokolle der Inventare und Teilungen, wie etwa bei dieser Suche im Birseck. Bei diesen Protokollen wurde in der Regel die ganze Familie aufgeführt, um die Erbschaft korrekt zu verteilen. Auch hier müsstest du im StASG anfragen, was überhaupt für die fraglichen Gemeinden noch vorhanden ist.

Peter



Antworten

Zurück zu „St.Gallen (SG)“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 2 Gäste