Tschachtli von Kerzers FR

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rheinbaer01
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Tschachtli von Kerzers FR

Beitrag von rheinbaer01 » So 19. Apr 2026, 11:41

Hallo Allerseits,
forscht hier noch jemand im Bereich der Familie du Chastel, auch Tschatis, Tschachtli oder Zschatis genannt/geschrieben?
Ich habe einen Hugo Chastel, oo Johanna Nonan, in meiner Ahnenliste. Quelle: http://www.hfls.ch/humo-gen/report_ance ... id=I188619 abgerufen am 05.06.2021
Dazu finden sich im HBLS zwei Einträge. Einmal die Familie Chastel und die Chatel. Ob diese beiden Verbindungen haben, erschließt sich mir noch nicht ganz. (siehe anliegende Snippets)
1434 findet sich eine Wappenverleihung an Mermet, Hans und Hugo Tschachtli durch Kaiser Sigismund. siehe beigefügte PDF <<
In einem Eintrag des österreichischen Reichsregisters, https://www.archivinformationssystem.at ... ID=1274848 Seite 243 abgerufen 18.04.2026, findet sich der Hinweis, dass das Wappen des Schwiegervaters übernommen wird. Gerhart von Murten.

Hugo und Johanna NONAN haben eine Tochter, Louise, die Johannes Fabri heiratet. Über Fabri geht es weiter zu Louise Fabri, die Jakob Fegely heiratet. Diese ganze Reihe stützt sich auf humo-gen. Gedruckte Quellen dazu habe ich leider nicht.

Hat jemand Kenntnis, ob das mehrere Ehen des Hugo sind, oder ob es zwei Namensträger zur gleichen Zeit gibt?

Herzlicher Gruß aus Düsseldorf
Gottfried (Bößen)

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urspr. Titel: Familie Chastel (du) auch Tschatis, Tschachtli oder Zschatis
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rheinbaer01
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Re: Familie Chastel (du) auch Tschatis, Tschachtli oder Zschatis

Beitrag von rheinbaer01 » So 19. Apr 2026, 11:42

Hier noch die Wappenverleihung durch Kaiser Sigismund.
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griffy
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Re: Tschachtli von Kerzers FR

Beitrag von griffy » So 19. Apr 2026, 23:07

Es gibt eine Besprechung (auf französisch) der Tzschatis (S. 21) und Zschatis (S. 24) und deren Wappen im Schweizerischen Archiv für Heraldik, Band 33 (1919).

(Leider ist die Webseite recht instabil heute...)

Auf S. 27 finden wir diese interessante genealogische Zusammenstellung:
Dans le diplôme de 1434, les trois Zschatis sont désignés sous le terme de Geueter (Gevetter), que l'auteur du regeste de l'empereur Sigismond reproduit par Vetter (cousins). Mais leur parenté n'était pas le cousinage; Jean et Marmet étaient frères, tandis que Hugues était leur neveu; soit le fils de Richard, un autre frère de Jean et de Marmet; ces trois frères étaient fils de Johannod.

Jean Chastel fut reçu bourgeois de Fribourg en 1390; il entra en 1450, pour le quartier du Bourg dans le conseil des soixante. Il disparaît en 1460.

Marmet Chastel (le jeune), reçu bourgeois en 1401, fut conseiller en 1403, mourut après 1442; sa femme s'appelait Théobalda.

Richard Chastel, le père de Hugues, reçut la bourgeoisie en 1397 (il paraît être l'aîné des frères), fut banneret de 1403 à 1406 ; il fut cassé de cette charge le 27 juillet 1406, exilé pour un an du territoire de Fribourg et déclaré inhabile durant cinq ans à revêtir aucun office ni aucune dignité, parce qu'il avait dévoilé des choses devant rester secrètes. Il épousa Agnelette, fille de Jean Aygro dit Musot, et mourut avant 1424.

Huguet Chastel, reçu bourgeois en 1434, banneret des hôpitaux de 1433 à 1436, était en 1423 copropriétaire d'une papeterie existant à Belfaux; il épousa une fille de Jean Gerhart de Morat et mourut avant 1477.

(Übersetzung von Deepl.com:)

In der Urkunde von 1434 werden die drei Zschatis als „Geueter“ (Gevetter) bezeichnet, was der Verfasser des Regest des Kaisers Sigismund mit „Vetter“ (Cousins) wiedergibt. Doch waren sie keine Cousins; Jean und Marmet waren Brüder, während Hugues ihr Neffe war, nämlich der Sohn von Richard, einem weiteren Bruder von Jean und Marmet; diese drei Brüder waren Söhne von Johannod.

Jean Chastel wurde 1390 in Freiburg als Bürger aufgenommen; 1450 trat er für den Stadtteil Bourg in den Rat der Sechzig ein. Er verschwindet 1460 aus den Aufzeichnungen.

Marmet Chastel (der Jüngere), 1401 als Bürger aufgenommen, war 1403 Ratsherr und starb nach 1442; seine Frau hieß Théobalda.

Richard Chastel, der Vater von Hugues, erhielt 1397 das Bürgerrecht (er scheint der Älteste der Brüder gewesen zu sein) und war von 1403 bis 1406 Pannerherr; Er wurde am 27. Juli 1406 seines Amtes enthoben, für ein Jahr aus dem Gebiet von Freiburg verbannt und für fünf Jahre für unfähig erklärt, ein Amt oder eine Würde zu bekleiden, weil er Dinge preisgegeben hatte, die geheim bleiben sollten. Er heiratete Agnelette, die Tochter von Jean Aygro, genannt Musot, und starb vor 1424.

Huguet Chastel, der 1434 das Bürgerrecht erhielt und von 1433 bis 1436 Pannerherr der Spitäler war, war 1423 Miteigentümer einer Papierfabrik in Belfaux; er heiratete eine Tochter von Jean Gerhart aus Murten und starb vor 1477.
Das Wappen von Hans Gerhart v. Murten und der Wappenbrief vom 8. Mai 1434 :
L'empereur Sigismond Ier donne à Hugo Tzschatis, de Fribourg en Uechtland, et à ses héritiers l'armoirie de Jean Gerhart, de Morat, beau-père de ce Hugo Tzschatis; 1434, le lundi après le dimanche de Quasimodo (5 avril), à Bâle. L'armoirie concédée n'est pas connue. Il n'existe de ce document ni original ni copie; il est inscrit sous le N° 10217 dans le regeste des actes de Sigismond Ier, publié par Guillaume Altmann. Cet auteur est porté a croire qu’il ne fait qu'un seul et méme acte avec celui du 8 mai suivant, relatif aux trois Zschatis. C’est une erreur, car ce dernier acte existe en original, et il ne renferme aucune mention quelconque de ce Gerhart.

(deepl.com:)

Kaiser Sigismund I. verleiht Hugo Tzschatis aus Freiburg im Uechtland und seinen Erben das Wappen von Johann Gerhart aus Murten, dem Schwiegervater dieses Hugo Tzschatis; 1434, am Montag nach dem Quasimodo-Sonntag (5. April), in Basel. Das verliehene Wappen ist nicht bekannt. Von diesem Dokument existiert weder ein Original noch eine Kopie; es ist unter der Nr. 10217 im von Wilhelm Altmann veröffentlichten Regest der Urkunden Sigismunds I. verzeichnet. Dieser Autor neigt zu der Annahme, dass es sich um ein und dieselbe Urkunde handelt wie die vom 8. Mai, die sich auf die drei Zschatis bezieht. Das ist ein Irrtum, denn diese Urkunde existiert im Original, und sie enthält keinerlei Erwähnung dieses Gerhart.
Das Wappen aus dem Wappenbrief zeigt Ähnlichkeiten mit einem früheren Wappen von Mermet Chastel (d. Ält.) aus dem Jahr 1387:
L’armoirie représentée dans le diplôme de 1434 avait déjà été portée sous une forme très approchante: un sceau de Mermet Chastel (l’ancien) appendu à un document du mois d’août 1387 montre un château formé d’une tour posée sur un mur en talus et dont le toit est sommé d’une fleur de lis. C’était donc déjà une armoirie parlante.

(deepl.com:)

Das im Urkunde von 1434 abgebildete Wappen war bereits in einer sehr ähnlichen Form verwendet worden: Ein Siegel von Mermet Chastel (dem Älteren), das einer Urkunde vom August 1387 beigefügt war, zeigt eine Burg, bestehend aus einem Turm, der auf einer schrägen Mauer steht und dessen Dach von einer Lilie gekrönt wird. Es handelte sich also bereits um ein redendes Wappen.
Hubert de Vevey-L'Hardy in seinem Armorial du canton de Fribourg, Band 2, S. 105 erwähnt :
Le sceau d'Hugues employé en 1442 (A.E.F.: Stadtsachen A, n° 198) donne des armoiries complètes conformes au diplôme.

A.E.F. = Archives de l'Etat de Fribourg

(deepl.com:)

Das 1442 verwendete Siegel von Hugo (A.E.F.: Stadtsachen A, Nr. 198) zeigt ein vollständiges Wappen, das mit dem Wappenbrief übereinstimmt.
Auf diesbach.com findet man die Angaben vom Familienlexikon :
Jean (Johannes) FABRI … ∞ av[ant]. 1444 Loyse CHASTEL, de Fr[ibour]g, f[ille]. de noble Huguet [fils du marchand et banneret du bourg (1403‒1406) Richard CHASTEL et de Agnelete AIGROZ], marchand, banneret du bourg (1433‒1436), anobli le 8 mai 1434 et Johannete de NONANS (fille du notaire Willinus).
rheinbaer01 hat geschrieben: So 19. Apr 2026, 11:41 Hat jemand Kenntnis, ob das mehrere Ehen des Hugo sind, oder ob es zwei Namensträger zur gleichen Zeit gibt?
Laut obigen Angaben, könnte man meinen, dass Hugo 2 Ehefrauen hatte. Man müsste mehr über die Gerhart v. Murten herausfinden.



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Re: Tschachtli von Kerzers FR

Beitrag von rheinbaer01 » Mo 20. Apr 2026, 06:32

Liebe/r Griffy,
herzlichen Dank für diese Informationen.
Ich werde sie verarbeiten und mich evt. noch einmal dazu melden.
Freundliche Grüße aus Düsseldorf
Gottfried (Bößen)



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