Hugenotten

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Stefan
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Hugenotten

Beitrag von Stefan » Do 25. Mai 2006, 22:11

Hugenotten sind ja bekanntlich beim Ausbruch der Reformation viele aus Frankreich geflüchtet. Vor allem in Deutschland und in der Schweiz finden sich viele Hugenotten-Geschlechter, welche kaum mehr nach Frankreich zurückzuverfolgen sind. Kann mir jemand Tipps geben, wie ich eine im Glarnerland verheiratete französische adelige Hugenottin namens Marie Jeanne de la Motte weiterzurückverfolgen kann? Marie Jeanne ist geboren 1528 in Frankreich, verheiratet 1554 in Ennenda mit einem Johann Ulrich Tschudi von Glarus und Ennenda, 1524-1584. In den Glarner Akten ist noch der Vermerk "geflüchtet" angebracht.



Kraehe
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Hugenotten

Beitrag von Kraehe » Fr 26. Mai 2006, 12:26

Lieber Herr Bosshard, im Kurzen: es besteht ein "Fichier Wallon" mit Tausenden von Daten ueber Hugenotten. Weil auch Holland damals zahlreiche Hugenottenfamilien aufgenommen hat (ich habe selbst unzaehlige unter meine Ahnen muetterlicherseits (auch La Mottes, letztlich von Lille; nicht adelig) ist eine Kopie davon auf Microfiches zu konsultieren beim Zentralbureau fuer Genealogie in Den Haag (www.cbg.nl) . Das war fuer mich immer eine ergaenzende und sehr nuetzliche Quelle. Aber De la Motte war ein haufig vorkommenden Hugenottenname! Einmal erforschte ich z.B. das Hugenottengeschlecht De Vigneulles, urspruenglich aus Metz, in Holland/Berlin/Bern (wo die De Vigneulles sogenannte "ewige Einwohner" waren). Mit Hilfe der Fichier Wallon konnte ich die ganze Genealogie der Familie im Ausland ergaenzen. Es ist mir unbekannt ob eine Kopie des Fichiers Wallon sich in der Schweiz befindet.

Mit freundlichem Gruss aus den Niederlanden.

Bernard Krijbolder



Konstantin Huber
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Hugenotten - oder auch nicht?

Beitrag von Konstantin Huber » So 11. Jun 2006, 21:02

Hier handelt es sich wohl tatsächlich um hugenottische Abstammung. Mir sind aber zahlreiche Fälle von (vermeintlicher) hugenottischer Abstammung "nach alter Familienüberlieferung" bekannt, die nicht wirklich zutreffen. Es galt früher offenbar als chic, französische Vorfahren zu haben, und in protestantischen Kreisen war das nur noch zu toppen, von Leuten abzustammen, die um ihres Glaubens Willen die Heimat verlassen hatten. Beide Voraussetzungen erfüllen dann die Hugenotten.
Da reicht dann mitunter ein leicht französisch oder überhaupt fremd Familienname (z.B. Wollet - in Wirklichkeit aus dem Simmental Kanton Bern; Sartorius - das war in diesem Fall ein latinisierter Apotheker namens Schneider) oder irgendeine Assoziation zu Frankreich (z.B. Elsässer) und die Legende ist geboren ...


Konstantin Huber

Kraehe
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Hugenotten oder Taufer

Beitrag von Kraehe » Mo 12. Jun 2006, 10:41

Was Herr Huber schreibt stimmt voellig. Ergaenzend (auch interessant wegen der Forschungsthemas des Herrn Huber, wie die Taufer im Kraichgau usw.): Nicht alle Franzoesiche Fluechtlinge waren Hugenotten (=Calvinisten). Auch die Taufgesinnde wurden in Frankreich grausam verfolgt, eben schlimmer als in der Schweiz. Ich zaehle unter meine Ahnen in den Niederlanden Tauferfamilien wie z.B. Des Muliers, Gesquier, Claris(se), Seruys. Sie sind alle im Zeitraum 1585-1620 aus Frankreich (Ronq, nach Leiden in Holland gefluechtet, manchmal nachdem ein Teil ihrer Familie in Frankreich auf bestialische Weise ermordet wurde. (Ein grosses Teil der Einwohner von Leiden und anderen Hollaendischen Staedten bestand aus Fluechtlinge.)Die Fluechtgeschichte von einige dieser Familien existieren noch. Verschiedene dieser (und andere) Tauferfamilien kamen in den Niederlanden zum hohen Ansehen und gehoeren seit Jahrhunderten zum unserem Patriziat. Gruesse, Bernard Krijbolder



Niklas Erik Filor
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Hugenotten

Beitrag von Niklas Erik Filor » Di 6. Feb 2007, 00:31

Sehr geehrte Herren,

ich weiß um die geringe Wahrscheinlichkeit, dass Sie mir näheres über meinen Namen zu sagen vermögen, bitte Sie dennoch, wenn Sie mir diesbezüglich eine Auskunft erteilen können, dies zu tun.
Meine protestantischen Vorfahren stammen aus Schlesien und es häkt sich seit jeher die Überlieferung wir stammten von hugenottischen Tuchhändlern ab.

Nun ja, es ist nur eine Überlieferung...

Wie könnte ich sie verifizieren oder widerlegen?

Mit freundlichen Grüßen

Niklas Erik Filor



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Hugenotten/LISTE DE MES ANCÊTRES HUGUENOTS

Beitrag von Kraehe » Mi 28. Feb 2007, 21:34

LISTE DE MES ANCÊTRES HUGUENOTS FRANÇAIS / WALLONS / FLAMANDS

Dans l'annexe on trouve une liste de 237 familles de mes ancêtres Huguenots ou Calvinistes Wallons et Flamands, lesquelles ont été réfugiees vers la Hollande a cause de la persécution religieuse depuis la révocation de l'Edit de Nantes. Je suis toujours prêt d'échanger information au sujet de ces familles et surtout intéressé savoir plus de leurs générations antérieures.

Cordialement, Bernard Krijbolder
- Editiert von Kraehe am 28.02.2007, 21:39 -
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Irene

Hugenotten - Namen im Elsaß aus der Schweiz

Beitrag von Irene » Mo 30. Apr 2007, 07:22

Die Hugenotten im Elsaß .
Bischweiler 1645 - 1679 , von Franz Klee .Straßbourg.

Hier die Schweizer Familien.

GEX Guillaume von Lausanne, ein Schuster.

GILLEIRON Johann +12.10.1690 ein junger Schweitzer
von Sernion - Baillage d´Orons.

GIRARD Pierre oo PERRET Madeleine , aus der Schweiz,
Sohn : Jean ~ 15.09.1667

GREC Jean Paul ~25.02.1672 , Sohn von :
Grec Jean * Vilette - Schweiz , oo REYMONDIN Marie

BURET von Saint - Guisier - Schweiz

COTTIER Pierre aus der Schweiz
Tochter :~ 28.08.1671

De DRAPPEL / Drappe Matthias aus Veige - Schweiz
Sohn : Jean *26.08.1643

FABER Emanuel , Pfarrer von Gumoens Kanton Bern
oo 1696 HUGUENOL M.

FELLY Josue aus der Schweiz = 1678 Pate

FOLLET - FOLET Matthias aus Basel
oo 1620 HEUSCH M.

GERARD / GIRARD David aus der Schweiz = Pate 1672

ROCHONNET Andre ,Sohn von Jean Jaques oo mit Sara
CHAPPUIS von Rivaz , Pfarrei St.Saphorien , Pays de Vaud/Schweiz
1704 , seit 15 Jahren sich hier niedergelassen.

ROSSET Abraham von Morges / Schweiz
oo 21.10.1662 HOC/ HOUCH /HOUC Elisabeth , Tochter von
HOC Jakob , von Mora= Mürten - Schweiz

WIERTZ / VIERTZ Jean Händler aus Basel = 1660 Pate

HUGUENIN Gabriel + 1684, Sohn von :
Israel aus Le Locle - Schweiz

LAMBILET Esaie + 22.11.1659 Sohn von : Jaques
aus Verriers - Schweiz

MAURER Pierre , Schneidergeselle *Schweiz = Pate 1672

MERLE Anne oo BINTICK Jean , beide aus der Schweiz

PACCOTON / Panaton? Pernette von Mesery- Schweiz
begraben 25.10.1691 , 26 Jahre alt.

PAGE / Pasche/Pache Gamaliel* Morges - Schweiz , Pfarrer,
Sohn des Stadtrates Aaron Pache in Morges.

PERRIN Marie , Tochter von Jonas aus Tramelon dans
L-Erguet , Bistum Basel + 22.1.1713 , 23 Jahre alt.

PERRIN Jonas begraben 18.12.1690, stammte aus den,
"Terres de Porrentrin " an der Schweizer Grenze

POLET Jean Francois , Kanton Bern , + 09.05.1751

REMOND Jean von Corgemont ,Kanton Bern
oo 1715 VAUTRIN Marie Elisabeth

RENARD Thielmann , Händler in Basel = Pate 1669

ROBERT Esaie von Locle - Schweiz + 24.08.1691 , 60 Jahre

ROBIN Francoise , Tochter von Jean Baptiste ,Bürger
in Lausanne, Witwe ZIMMERMANN aus Mandach - Bern
*05.05.1659 + 26.05.1714



Irene

Hugenotten in der Mark - Brandenburg

Beitrag von Irene » Mi 11. Jul 2007, 19:38

Hallo "Suchende " für alle die Französ. Einwanderer in der Mark - Brandenburg suchen :

HUGENOTTENMUSEUM , Französ. Kirche zu Berlin ,
Aufzeichnungen ab 1700
10117 Berlin , Gendarmenmarkt

Kirchliches Archivzentrum Berlin : Kirchenbuchstelle Bethaniendamm 29
10997 Berlin , Kirchenbücher der Französ. ref. Gemeinden in Berlin und
Brandenburg ::::::::
Verzeichnis auf Mikrofilmbestand 1672 - 1945



Irene

Hugenotten , Raquet , Meloy , Menusier u.a-

Beitrag von Irene » Sa 1. Dez 2007, 23:10

Die Einwanderung der Hugenotten 1593 nach Annweiler , Rheinland - Pfalz
und ihr geschichtlicher Hintergrund , von W. Regula.

.............
Vernier scheint nur Durchgangsstation von RAQUET gewesen zu sein , da der Name in Burgund vorkommt ...............



Irmel
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Hugenotten

Beitrag von Irmel » So 2. Dez 2007, 14:46

Weiß jemand, ob es bei Dirmstein/ Pfalz, Nähe Frankenthal, eine eigene Hugenottensiedlung gab oder ob sich die Einwanderer direkt in den Orten niederließen?

Bei den Eheschließungen der Familie Buscher, Dirmstein fällt auf, daß die eingeheirateten Frauen meist auch französich klingende Namen trugen: Barras, Barbi(e), Mappes(?). Es wäre verständlich (im wahrsten Sinnes des Wortes), wenn man unter sich gebieben wäre. Aus überlieferten Briefen seines Enkels wissen wir, daß der erste im Taubertal eingewanderte Buscher noch Französich sprach und sich mit Begeisterung in seiner lange entbehrten "Muttersprache" mit den einmarschierenden französichen Soldaten unterhielt, welches ihm drei Monate Kerkerhaft in der Festung Mainz einbrachte! Man hatte ihm unterstellt, ein Desserteur zu sein. Eine hohe Auslösesumme seines zukünftigen Schwiegervaters brachte ihn wieder frei. Fakt war, daß er noch vor seiner Rekrutierung durch das franz. Militär Dirmstein in der Neujahrsnacht 1788/89 über den zugefrorenen Rhein verlassen konnte. Aus Enttäuschung über seine "Landsleute" soll er nach seiner Haft den bisherigen Namen Bouché in Buscher eingedeutscht und nie mehr französisch gesprochen haben, soweit der Enkel Sebastian in einem Brief aus Chicago.
Vom Großvater zum Enkel weitergegeben und den Umweg über Amerika zurück genommen. muß sich wohl einiges legendenhaft durchmischt haben. Zumindest
die Namensänderung muß viel früher erfolgt sein, denn in den Taufbüchern zu Dirmstein (vor 1780) wird Buscher bereits deutsch geschrieben.


Liebe Grüße

aschatan

Hugenotten

Beitrag von aschatan » Mi 16. Jan 2008, 17:04

Hallo Irene,

habe gesehen, dass du dich mit Bischweiler beschäftigst. Ich habe ein Vorfahre, der wohl in Bischweiler als Briefbote tätig war. Sein Name ist Betsch Magni. Gibt es im Bischweilerer Kirchebuchregister eine Familie Betsch?
LG Aschatan



philo

Hugenotten

Beitrag von philo » Mi 13. Feb 2008, 18:02

Hallo und Guten Tag,

seit kurzem sind in meiner Ahnenforschung die
Familiennamen; Quix, Genesse, Mido aufgetaucht.
Alle Familiennamen stammen aus der Pfalz. Wobei
ich den Namen Mido bis 1685 in Ramsen/Pfalz
verfolgen konnte. Könnte es sich bei den Namen
um Hugenotten handeln?

Über Hinweise würde ich mich sehr freuen.



Ulrich
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Hugenotten

Beitrag von Ulrich » Sa 16. Feb 2008, 10:05

Hallo Stefan,
wenn deine Marie Jeanne de la Motte adlig war müsste sie doch in einem Geschlechterbuch in Frankreich erwähnt sein. Sicherlich gibt es in Frankreich auch einen Verein wie hier in Deutschland der sich um Adlige und Wappenkunde kümmert.

gruss

uli ;;;


gruss

Uli

(search for Volkemer; Anytime - Anywhere)

Chevalier
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Hugenotten

Beitrag von Chevalier » Mi 9. Apr 2008, 14:08

Hallo liebe Ahnenforscher,

ich trage selber den Namen de Lamotte und bin quasi am Anfang meiner Nachforschungen und will mir gerne den Familienstammbau erarbeiten. Leider ging unser Familienbuch im 2. Weltkrieg verloren oder fiel den Flammen zum Opfer.

Wer kann mir denn helfen, indem ich an den richtigen Stellen suche?

Vielen Dank schon mal im voraus!
Gruss M. de Lamotte



Stefan
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Beitrag von Stefan » Mi 9. Apr 2008, 16:53

Vielleicht erhältst du eher eine Antwort, wenn du der Liste mitteilst, wo du wohnst, Bürgerort, etc.



Chevalier
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Beitrag von Chevalier » Mi 9. Apr 2008, 21:48

Klar!
Also ich wohne seit ein paar Jahren in Berlin.
Meine Familie (Großeltern und Eltern) kommen aus der Gegend um Aachen in NRW.
Mein Großvater (Jahrgang 1925) war Sohn einer Bauernfamilie in/um Aachen und war mein ältester lebender Vorfahre der Familie. Meine Großmutter war eingeheirate und trug den namen Meisner. Sie lebten immer in der Kleinstadt Jülich.
Von meiner Großmutter kann ich evtl. auch noch die Namen seiner Eltern herausbekommen.



Stefan
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Beitrag von Stefan » Do 10. Apr 2008, 16:08

Jetzt würde ich empfehlen, im deutschen Teil je einen Thread pro Name mit den Angaben deiner Grosseltern zu starten, mit der Frage, ob der Name schon erforscht ist. Und dann hast du zwei Möglichkeiten: 1. Du suchst selber Angaben. Wie das zu machen ist, erklärt dir am ehesten ein deutscher Genealogieverein (findest du mittels Google). Falls du das nicht selber machen willst, dann empfiehlt sich die Kontaktaufnahme mit einem deutschen Genealogen, welcher dir die Arbeit nach Aufwand verrechnen wird. Idealerweise würdest du einen Genealogen wählen, welcher in der Gegend der Heimatorte deiner Grosseltern tätig ist.



Chevalier
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Beitrag von Chevalier » Do 10. Apr 2008, 17:00

Danke werde ich machen.
Allerdings interessiert mich nur die Seite von meinem Großvater. ;)



Framboise
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Hugenotten

Beitrag von Framboise » Mo 7. Dez 2009, 17:45

Bonjour,
Je ne suis pas germaniste et j'ai bien envie de connaitre le contenu des envois.Comment faire?
Pourrait-on avoir la traduction?
Merci. :)



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