von GUSTEDT / Deersheim bei Halberstadt

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Snethlage
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von GUSTEDT/Deersheim bei Halberstadt

Beitrag von Snethlage » Sa 15. Okt 2005, 14:12

Gesucht wird jedes Vorkommen des Namens.
Die Familie von GUSTEDT trägt ihren Namen nach dem Ort Gustedt bei Hildesheim am Rande des Salzgitterbiets, dessen Name abgeleitet wird entweder als Stätte des Gogerichts ( Rüdiger von Gustedt) oder als Wodans Stätte, als Stätte des obersten germanischen Gottes (Helmut Liersch). Traditionell erste urkundliche Erwähnung des Namens v. GUSTEDT am 3. Juni 1154 ist Hermannus de GUSTIDE Zeuge, als Herzog HEINRICH der Löwe dem vor den Toren Goslars gelegenen Kloster Riechenberg Ländereien schenkt. Er gilt bisher als der Stammvater der Gustedter, später Deersheimer Familie von Gustedt. Nach diesem Stammvater der Familie erscheinen in rascher Folge die verschiedensten Namensträger urkundlich; meist als welfische, aber auch als bischöflich hildesheimische Ministerialen, oder als geistliche Herren.
Bereits um die Mitte des 13. Jhdts teilt sich die Familie in mehrere Linien. Die erste erwirbt Besitzungen in der Halberstadt/Oscherslebener Gegend, eine andere wird im Herzogtum Lüneburg ansässig, die dritte ist im Fürstentum Göttingen-Grubenhagen begütert, und die vierte geht 1391 nach Deersheim bei Halberstadt in die Nähe ihrer Schwanebecker Besitzungen.
Die erstgenannten drei Linien der Familie v. GUSTEDT starben bereits im ausgehenden Mittelalter aus, und durch Töchtererbschaft erwarben andere Familien ihre Güter. Lediglich die Dörfer um Schwanebeck gingen auf die überlebende Gustedter, nunmehr Deersheimer Linie über, so daß die Familie v. GUSTEDT 550 Jahre hindurch ununterbrochen bis zur kommunistischen Enteignung im Jahr 1945 auf dem Gut Deersheim im Bistum Halberstadt ansässig gewesen ist.
- Editiert von Snethlage am 15.10.2005, 15:27 -


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Beitrag von Snethlage » Do 1. Dez 2005, 10:47

Stammvater der Deersheimer GUSTEDT ist Rasche (Gerasius) von GUSTEDT. Er verschenkte 1391 seine freien Güter in und um Gustedt an das Kloster Ringelheim, dessen Abt damals ein Heinrich von Gustedt war, und siedelte sich im Halberstädtischen an. 1406 wurde er mit Derrsheim belehnt, das seine Nachkommen in ununterbrochener Kette von Vater auf Sohn durch 17 Generationen hindurch bis 1945 bewirtschafteten. Das Gut wurde 1945 entschädigungslos enteignet und die Eigentümer ausgewiesen.
Einer der Nachkommen des Stammvaters von 1406, Joachim (I) v.G. nahm 1532/34 mit "8 gerüsteten Pferden" am Türkenfeldzug teil, sein Urenkel Joachim Johann erlebte im 30jährigen Krieg mehrfache Plünderungen durch vorbeiziehende Soldateska, Tillys Kroaten zündeten das Gutshaus an und verwüsteten den Ort Deersheim so, "daß ein Jahr kein Mensch mehr dort wohnen konnte". Dessen Urenkel, ein Rudolf v.G. war verheiratet mit Rebekka von MÜNCHHAUSEN, der Schwester von Hieronymus v.M., der wegen seiner aus dem Baltikum mitgebrachten "Praatjen" (=Phantasie-Erzählungen) (fälschlich) als "Lügenbaron" bekannt geworden ist. Er mag sie auch am Kamin in Deersheim zum Besten gegeben haben.
Joachims jüngster Sohn (das 14. Kind von 20) wurde Page der unglücklichen dänischen Königin Caroline Mathilde, die wegen eines (angeblichen) Liebesverhältnisses mit dem Minister GRAF STRUENSEE nach Celle verbannt worden war. Wahrscheinlich wurde der Page aus Versehen anstelle der Königin vergiftet, angeblich mit einer Tasse Schokolade, die ihm die Königin überließ, sie starb 8 Tage später unter gleichen Umständen, vermutlich durch einen ähnlichen Giftanschlag ihrer Stief-Schwiegermutter.
Bei des Pagen älterem Bruder, Joachim Philipp v. G. auf Deersheim, kehrte 1805 Königin Luise von PREUSSEN auf der Rückkehr von Bad Pyrmont zum Frühstück ein. Seine Nichte aus dem österreichischen Ast heiratete den Neffen von Papst PIUS IX., von CAPPELARI di COLOMBO. Erwähnenswert ist auch Joachim Philipps jüngster Sohn, der Landschaftsrat Werner v.G., der mit Jenny RABE von PAPPENHEIM einer natürlichen Tochter KÖNIG Jéromes von WESTFALEN (Bruders von Napoleon BUONAPARTE) und seiner Geliebten Diana von PAPPENHEIM geb. WALDNER von FREUNDSTEIN verheiratet war.
Gesucht wird zur Vervollständigung der Stammliste (s. Attachment) jedes Vorkommen des Namens von GUSTEDT.
- Editiert von Snethlage am 01.12.2005, 11:23 -
- Editiert von Snethlage am 01.12.2005, 11:33 -


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Beitrag von Snethlage » Do 5. Jan 2006, 19:37

In den Attachments findet sich die Ahnenliste von Sibylla von GUSTEDT (1880-1963). Die vier Familien ihrer Großeltern sind die Deersheimer GUSTEDT, die Gfn von FLEMMING aus Sachsen, die altmärkische Familie von der SCHULENBURG und die sächsischen Gfn EINSIEDEL. die Attachments sind nach Generationen aufgeteilt: 1= 1.-10.Generation; 2= 11. und 12. Generation; 3= 13. Generation; 4 = 14.-16.Generation; 5= 17. und frühere Generationen.
Das Folgende wird vielleicht langweilig, aber um von der Suchfunktion erfaßt zu werden, müssen wenigstens die Hauptfamilien genannt werden:
Zu den GUSTEDT gehören die Adelsfamilien SPIEGEL-Peckelsheim, MÜNCHHAUSEN, BROCKDORF, VELTHEIM, REDEN, STEIN zu Nord- und Ostheim, HONRODT, BORNSTEDT, VOSS zu Böckel, MERCKELBACH, SCHAUMBERG, DIEDE zum Fürstenstein;
Zu den FLEMMING die HARDENBERG, STEINBERG, LUBOMIRSKI, BÜLOW, PLATEN-Hallermund, VITZTHUM v. ECKSTÄDT, DÖRNBERG, ALVENSLEBEN, STEUBEN;
Zu den SCHULENBURGs die KIRCHBACH, EIMBECK, NAUENDORFF, ASSEBURG, MARSCHALL von Altengottern, BOSE, JAGOW, ZASCHNITZ, ROCKHUSEN, BACHOF von Echt, GUNTHEIM;
Zu den EINSIEDELs die REUSS (Schleiz-Köstritz), SCHÖNBURG-Lichtenstein, SCHÖNBURG-Wechselburg, CASADO de Monteleone (VELAZQUEZ-Nachkommen), SOLMS-Utphe, RUMOHR, WATZDORFF, vom HAGEN, PROMNITZ, HUGUETAN-Gyldensteen, SCHÖNBURG-Hartenstein.
Zu allen genannten Namen suche ich fehlende Lebensdaten, Kinder, und Enkel.
- Editiert von Snethlage am 26.11.2006, 15:54 -


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