Bayerisches Mädl sucht ihre Wurzeln in der Schweiz
Für nicht kantonsspezifische Fragen. Vos messages ne concernant pas spédifiquement un canton. For your non canton specific questions.
Moderator: Wolf
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Marie-Christin
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Bayerisches Mädl sucht ihre Wurzeln in der Schweiz
Hallo ihr Lieben in der Schweiz, bin letztes Jahr zu Fuss auf dem Jakobsweg durch dieses schöne Land gepilgert und habe bemerkt das ich mich so wohl dort fühle. Gleichzeitig ist auch mein Interesse für meinen Mädchennamen geweckt worden. Denn der ist in der Schweiz häufiger anzutreffen als in Deutschland. Also auf zu den Ahnen und siehe da es gibt nur zwei Orte auf der Welt woher dieser Name zurückführt und einer davon ist in der Nähe von Bern. Wer kann mir nun näheres über den Ort Utzing weitergeben? War vor kurzem auf dem Weg von Genf nach Le Puy und habe ganz liebe Berner Buam kennengelernt. Sie haben mich dazu ermutigt mich auf die Suche zu wagen. Also da bin ich nun bei diesem Forum gelandet und freu mich auf das was kommt. Ganz liebe Grüsse aus Bayern, wo der zweite Ort Utzing zu finden ist. ;;;
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Brian
- Beiträge: 327
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Bayerisches Mädl sucht ihre Wurzeln in der Schweiz
Was ist denn eigtnlich dein Mädchenname? Utzing?
Und was weisst du bisher über die gesuchte Vorfahrenlinie?
Und was weisst du bisher über die gesuchte Vorfahrenlinie?
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dosis
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- Registriert: Mi 23. Apr 2008, 15:18
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Bayerisches Mädl sucht ihre Wurzeln in der Schweiz
Könnte es Utzingen heute Dorfteil von Vechingen bei Worb sein?
Grüsse
Doris
Grüsse
Doris
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Stephleuen
- Beiträge: 707
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Bayerisches Mädl sucht ihre Wurzeln in der Schweiz
Bei Utzingen könnte es sich um Utzigen bei Worb handeln und mit Vechingen ist wohl Vechigen gemeint.
Um hier im Forum helfen zu können sollten wenigstens die Ortsnamen nach Möglichkeit korrekt geschrieben werden!
Nach dem offiziellen Telfonbuch der Schweiz leben Utzinger vorallem in der Nord-, Norost- und Ostschweiz, mal von ganz wenigen Ausnahmen abgesehen.
Das Familiennamenbuch habe ich leider nicht zur HAnd und kann dazu keine Angaben machen. Hingegen sind mir die Freiherrren von Utzingen einen Begriff.
Die Utzinger waren Innhaber der Herrschaft Gutenburg. Gutenburg ist ein keiner Weiler im Kanton Bern zwischen Lotzwil und Madiswil. Zur Herrschft gehörten :
1. Burg und Burgstall mit aller zugehörde
2. Gericht, Twing und Bann zu Lotzwil, Hohe Gerichtsbarkeit ebenda. Inkl. die Fischrechte in der Langete von Lotzwil bis nach Weinstegen.
3.Güter in Madiswil, Mättenbach, Betzlisberg, Busswil bei Melchnau, Rütschelen und in LAngenthal.
4. Steuerrechte von Leibeigenen in Roggwil, Angenthal, Schoren bei LAngenthal, Lotzwil, Melchnau und Leimiswil.
5. Waldungen: an der Bisegg, Schauenberg, die Hälfte des Schmidwaldes, Die Sonnen, der Rippelsten das Lengholz und der von Arburgwald bei LAngenthal.
6.Verschiedene Weiher
7.Der Gutenburghof
8.211/2 Schupposen zu Lotzwil und Bleienbach, nebst Äckern, MAtten und Hofstätten, 10 Schupposen zu Madsiwil, Wyssbach, Richiswil, Mättenbach und MElchnau, nebst kleineren Gütern.
9. Vogtsteuer der HErrschaft Gutenburg
10.Die Mühle und Bläue zu Lotzwil, die Säge und Schmiede zu Lotzwil so wie 1/2 der Mühle Madiswil.
Wann genau die Herren von Utzingen diese umfassende und rentable HErrschaft übernahm ist nicht bekannt. Einzelne Historiker gehen tatsächlich davon aus, dass die Familie nach dem gleichnamigen Bauerndorf Utzigen bei Worb benannt wurden. Aber die Herren von Utzingen hatten auch eigenen Grund und Boden in Uri bei Altdorf (Thurmatt). Die Herrschaft Gutenburg war Habsburisches Erblehen. Die Brüder Ortolf und Burkhard von Utzingen verkauften 1277 dem Zisterzienserkloster Rathausen die bisher ungeteilten Güter ihres Eigenbesitzes in Utzingen bei Altdorf. Im Wappen führten die Utzinger ein grünes, vierblättriges Kleeblatt auf silbernem Grund ähnlich wie die Gemeinde Utzenstorf mit ebenfalls einem vierblättrigen Kleeblatt.
Bei uns im Oberaargau, also in der Region Gutenburg, MAdiswil und Lotzwil fielen die Herren von Utzingen vorallem auf wegen ihrer Streitigkeit um das Wässerland und die Wässerrechte an der Langeten die sie vorallem mit dem Kloster St. Urban anzettelten.
Ortolf schafte es sogar 1277 mit allen oberargauischen Klöstern und dem gesamten Lokaladel streitigkeiten anzufangen.
Als letzter Utzinger fungierte Gerhard von Utzingen zog sich um das Jahr 1369 von seinen oberaargauischen Gütern zurück, wohl aus Frust durch die vielen Streitigkeiten, in die Innerschweiz, wo er habsburgische Güter erworben hatte. Zwischen 1373 und 1379 dürfte er vermutlich gestorben sein. Die Herrschaft Gutenburg fiel somit an die Krone zurück.
Ich gehe mal davon aus, dass es den Utzingern auch so erging wie allen andern Feudalherren im Gebiet der Eidgenossen. Sie verschenkten und verkauften ihre feudalen Grundrechte oder liessen sich in verstrickte Burgrechtsverträge mit den Städten BErn, Zürich, Luzern usw. ein und verloren so ihr ganzes Hab und Gut und endeten schliesslich irgendwo als gewöhnliche Landleute oder Stadtburger.
Ob da ein Zusammenhang bestet oder nicht, dazu braucht man genauere Angaben usw. Allein das wohlfühl Gefühl reicht eben nicht aus um eine einwandfreie Genealogie zu erstellen.
Gruss
Stephan Leuenberger
Um hier im Forum helfen zu können sollten wenigstens die Ortsnamen nach Möglichkeit korrekt geschrieben werden!
Nach dem offiziellen Telfonbuch der Schweiz leben Utzinger vorallem in der Nord-, Norost- und Ostschweiz, mal von ganz wenigen Ausnahmen abgesehen.
Das Familiennamenbuch habe ich leider nicht zur HAnd und kann dazu keine Angaben machen. Hingegen sind mir die Freiherrren von Utzingen einen Begriff.
Die Utzinger waren Innhaber der Herrschaft Gutenburg. Gutenburg ist ein keiner Weiler im Kanton Bern zwischen Lotzwil und Madiswil. Zur Herrschft gehörten :
1. Burg und Burgstall mit aller zugehörde
2. Gericht, Twing und Bann zu Lotzwil, Hohe Gerichtsbarkeit ebenda. Inkl. die Fischrechte in der Langete von Lotzwil bis nach Weinstegen.
3.Güter in Madiswil, Mättenbach, Betzlisberg, Busswil bei Melchnau, Rütschelen und in LAngenthal.
4. Steuerrechte von Leibeigenen in Roggwil, Angenthal, Schoren bei LAngenthal, Lotzwil, Melchnau und Leimiswil.
5. Waldungen: an der Bisegg, Schauenberg, die Hälfte des Schmidwaldes, Die Sonnen, der Rippelsten das Lengholz und der von Arburgwald bei LAngenthal.
6.Verschiedene Weiher
7.Der Gutenburghof
8.211/2 Schupposen zu Lotzwil und Bleienbach, nebst Äckern, MAtten und Hofstätten, 10 Schupposen zu Madsiwil, Wyssbach, Richiswil, Mättenbach und MElchnau, nebst kleineren Gütern.
9. Vogtsteuer der HErrschaft Gutenburg
10.Die Mühle und Bläue zu Lotzwil, die Säge und Schmiede zu Lotzwil so wie 1/2 der Mühle Madiswil.
Wann genau die Herren von Utzingen diese umfassende und rentable HErrschaft übernahm ist nicht bekannt. Einzelne Historiker gehen tatsächlich davon aus, dass die Familie nach dem gleichnamigen Bauerndorf Utzigen bei Worb benannt wurden. Aber die Herren von Utzingen hatten auch eigenen Grund und Boden in Uri bei Altdorf (Thurmatt). Die Herrschaft Gutenburg war Habsburisches Erblehen. Die Brüder Ortolf und Burkhard von Utzingen verkauften 1277 dem Zisterzienserkloster Rathausen die bisher ungeteilten Güter ihres Eigenbesitzes in Utzingen bei Altdorf. Im Wappen führten die Utzinger ein grünes, vierblättriges Kleeblatt auf silbernem Grund ähnlich wie die Gemeinde Utzenstorf mit ebenfalls einem vierblättrigen Kleeblatt.
Bei uns im Oberaargau, also in der Region Gutenburg, MAdiswil und Lotzwil fielen die Herren von Utzingen vorallem auf wegen ihrer Streitigkeit um das Wässerland und die Wässerrechte an der Langeten die sie vorallem mit dem Kloster St. Urban anzettelten.
Ortolf schafte es sogar 1277 mit allen oberargauischen Klöstern und dem gesamten Lokaladel streitigkeiten anzufangen.
Als letzter Utzinger fungierte Gerhard von Utzingen zog sich um das Jahr 1369 von seinen oberaargauischen Gütern zurück, wohl aus Frust durch die vielen Streitigkeiten, in die Innerschweiz, wo er habsburgische Güter erworben hatte. Zwischen 1373 und 1379 dürfte er vermutlich gestorben sein. Die Herrschaft Gutenburg fiel somit an die Krone zurück.
Ich gehe mal davon aus, dass es den Utzingern auch so erging wie allen andern Feudalherren im Gebiet der Eidgenossen. Sie verschenkten und verkauften ihre feudalen Grundrechte oder liessen sich in verstrickte Burgrechtsverträge mit den Städten BErn, Zürich, Luzern usw. ein und verloren so ihr ganzes Hab und Gut und endeten schliesslich irgendwo als gewöhnliche Landleute oder Stadtburger.
Ob da ein Zusammenhang bestet oder nicht, dazu braucht man genauere Angaben usw. Allein das wohlfühl Gefühl reicht eben nicht aus um eine einwandfreie Genealogie zu erstellen.
Gruss
Stephan Leuenberger
Stephan Leuenberger
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