Liebe Forumsleser
ich habe eine Anfrage aus Deutschland erhalten. Kann vielleicht jemand von Ihnen hier weiterhelfen? Vielen Dank und schöne Grüsse vom Hirzel ;;;
Bernadette Grob
...Im Jahr 1684 taucht zum ersten Mal der Name auf: Leyssmeyster.
Nach Angaben, die dieser Leyssmeister bei dem Eintrag ins Heiratsregister
machte, sagte er, er komme aus der franzöischen Schweiz.
Das Konzept französisch verwirrt mich, denn damals gab es ja noch keine
französchen Kantone in der Schweiz. Die region gehörte ja noch, wenn ich
richtig informiert bin, zu Savoyen.
ich gehe davon aus, dass es sich doch darum handelt, dass er aus der
Gegend von Bern kam, wie die meisten Zuwanderer aus der Schweiz.
Ich hätte jetzt zuerts eine grndsätzliche Frage:
Der Name Leyssmeyster ist mit aller Wahrscheinlichkeit kein ursprünglicher
Familienname. Ich nehme vielmehr an, dass er daraus abgeleiter wurde,
dass er auch angab, er sei Ackerer (=Bauer) und Lehrer (=Lesenmeister).
Dazu beziehe ich mich auf die Art, wie der Name heute noch in der Gegend
ausgesprochen wird: Lesmeester.
Aber wichtig für mich wäre zu wissen, ob in der Shweiz Listen geführt wurden,
in denen alle "Auswanderer" (= Personen, die aus dem Land des "Herren" wegziehen
wollten, sich zuerst freikaufen mussten, und so in die Listen eingetragen wurde.
Es herrschte ja noch die sogenannte "Leibeigenschaft", die ja erst viel später abgeschafft
wurde).
Wenn es diese Listen gäbe, dann müsste ich versuchen mit dem Datum von ca. 1680-1683
und der Kombination der beiden Vornamen (es waren 2 Brüder, beide katholisch) einen Schritt weiter
zu kommen...
Leyssmeyster in der Schweiz ?
Für nicht kantonsspezifische Fragen. Vos messages ne concernant pas spédifiquement un canton. For your non canton specific questions.
Moderator: Wolf
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Berna65
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Kraehe
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Leyssmeyster
Der FN Leesmeester (16. Jahrhundert) und Lesmeister (aus Alsdorf BRD)
kam/kommt voor in der Niederlande (katholisch). Bitte, sehe unter beiden
Namen fuer Quellen bei: www.cbg.nl, www.genlias.nl, www.archieven.nl . und
www.detelefoongids.nl. Auch einige interessante Verweisungen bei
www.google.com. Insoweit mir bekannt, gab es schon in mitteralterlichen
Kloster sogenannten Lesemeister.
Mit freundlichem Gruss,
Bernard Krijbolder
kam/kommt voor in der Niederlande (katholisch). Bitte, sehe unter beiden
Namen fuer Quellen bei: www.cbg.nl, www.genlias.nl, www.archieven.nl . und
www.detelefoongids.nl. Auch einige interessante Verweisungen bei
www.google.com. Insoweit mir bekannt, gab es schon in mitteralterlichen
Kloster sogenannten Lesemeister.
Mit freundlichem Gruss,
Bernard Krijbolder
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Stephleuen
- Beiträge: 707
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Leyssmeyster in der Schweiz ?
Zum Familiennamen Leyssmeyster kann ich keine Angaben machen. Hingegen habe ich zu den rechtlichen und herrschaftlichen Verhältnissen des 17.Jh.im Staate Bern Erläuterungen anzubringen:
Der Kanton BErn war bereits in vorreformatorischer Zeit zweisprachig - Biel, Jura und Teile des Kantons Freiburg und NEuenburg. Später kam noch die Waadt dazu und damit grosse Teile des Genfersees.
Die heutigen Kantone, Bern, Freiburg und Neuenburg bestanden bereits im 17.Jh. aber in einer anderen Staatsform.
Die Leibeigenschaft war im 17.Jh. generell abgeschaft. Bern ermöglichte bereits nach dem Gümenenkrieg einzelnen Leibeigen sich aus der Leibeigenschaft loszukaufen. Bern brauchte in den Burgunderkriegen eine starke Miliz. Zudem benötigte Bern immer wieder Geld zur aufwendigen Kriegsführung. Die Loskaufsummen waren da willkommene Zuschüsse. Hörige waren zur Heerfolge und zu vielen anderen Auflagen gegenüber dem Staat nicht verpflichtet. Bern konnte also von eiener Befreiung der Hörigen aus der Leibeigenschaft nur provitieren. Überhaupt war für Bern die LEibeigenschaft mehr Last als Nutzen.
Zum Thema "Bernische Auswanderer im 17. Jahrhundert" besteht von mir im Teil Bern bereits einen Thread mit wichtigen Hinweisen zu Quellen.
Nun müsste man sich noch vor Augen halten welche Bevölkerungsschicht in erster Linie auswanderte. Nicht der Reiche Landmann und Bauer, sondern vielmehr ärmere und kinderreiche Familien verliessen ihre Heimat. Darunter waren auch sehr viele Täufer.
Auswandererlisten befinden sich im Staatsarchiv Bern. Um darin aber fündig zu werden müsste man wissen ob der hier angegebene Familienname korrekt ist oder ob er bedingt durch Dialektik anders gesprochen und damit verändert wurde.
Gruss Stephan LEuenberger
Der Kanton BErn war bereits in vorreformatorischer Zeit zweisprachig - Biel, Jura und Teile des Kantons Freiburg und NEuenburg. Später kam noch die Waadt dazu und damit grosse Teile des Genfersees.
Die heutigen Kantone, Bern, Freiburg und Neuenburg bestanden bereits im 17.Jh. aber in einer anderen Staatsform.
Die Leibeigenschaft war im 17.Jh. generell abgeschaft. Bern ermöglichte bereits nach dem Gümenenkrieg einzelnen Leibeigen sich aus der Leibeigenschaft loszukaufen. Bern brauchte in den Burgunderkriegen eine starke Miliz. Zudem benötigte Bern immer wieder Geld zur aufwendigen Kriegsführung. Die Loskaufsummen waren da willkommene Zuschüsse. Hörige waren zur Heerfolge und zu vielen anderen Auflagen gegenüber dem Staat nicht verpflichtet. Bern konnte also von eiener Befreiung der Hörigen aus der Leibeigenschaft nur provitieren. Überhaupt war für Bern die LEibeigenschaft mehr Last als Nutzen.
Zum Thema "Bernische Auswanderer im 17. Jahrhundert" besteht von mir im Teil Bern bereits einen Thread mit wichtigen Hinweisen zu Quellen.
Nun müsste man sich noch vor Augen halten welche Bevölkerungsschicht in erster Linie auswanderte. Nicht der Reiche Landmann und Bauer, sondern vielmehr ärmere und kinderreiche Familien verliessen ihre Heimat. Darunter waren auch sehr viele Täufer.
Auswandererlisten befinden sich im Staatsarchiv Bern. Um darin aber fündig zu werden müsste man wissen ob der hier angegebene Familienname korrekt ist oder ob er bedingt durch Dialektik anders gesprochen und damit verändert wurde.
Gruss Stephan LEuenberger
Stephan Leuenberger
Mitglied bei:
Historischer Verein des Kantons Bern
Schweizerische Gesellschaft für Familienforschung
Genealogisch Heraldische Geselschaft Bern
Jahrbuchvereinigung Oberaargau
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Thomas
- Beiträge: 1375
- Registriert: Mi 26. Apr 2006, 11:04
- Geschlecht: Männlich
- Wohnort: Schweiz, Zürich
Leyssmeyster in der Schweiz ?
Der Hinweis auf die französische Schweiz bringt mich auf die Idee, ob “Leyssmeyster“ (an sich in den Schreibweisen Lessmeister/Lesmeister in Deutschland ein häufiger Name) in diesem Fall nicht die eingedeutschte Version eines französischen Namens sein könnte, z.B. “Lemaître“. Dieses Geschlecht taucht z.B. in der Region Neuenburg im 19. Jahrhundert auf, ist aber gemäss Familiennamenbuch nicht alt verbürgert. Eine Einbürgerung (aus Frankreich) fand 1880 in Genf statt.
Gruss
Thomas
Gruss
Thomas
Thomas Illi, Wolfhausen
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