Lesehilfe / Worterklärung von 1840
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Pili
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Lesehilfe/Worterklärung von 1840
Hallo zusammen
Ich kann ein Wort aus einem Totenbuch nicht lesen, resp. deuten. Es geht um einen Mord in der Region Frauenfeld (Thurgau) von 1840.
Es betrifft das zweitletzte Wort im obersten Text in der Kolonne rechts: "Von Dietingen nach Hause kehrend, auf dem Weg ermordet und in eine ...... (Nose?) geworfen".
Wenn ich mich nicht irre, finden wir dieses Wort im Text unten rechts nochmals, eventuell mit einem leichten Verschrieb beim 2. Buchstaben.
Falls das Wort wirklich "Nose" heisst: Was war eine Nose? Möglicherweise könnte der Familienname "Noser" davon abgeleitet sein.
Wer kann helfen?
Ich kann ein Wort aus einem Totenbuch nicht lesen, resp. deuten. Es geht um einen Mord in der Region Frauenfeld (Thurgau) von 1840.
Es betrifft das zweitletzte Wort im obersten Text in der Kolonne rechts: "Von Dietingen nach Hause kehrend, auf dem Weg ermordet und in eine ...... (Nose?) geworfen".
Wenn ich mich nicht irre, finden wir dieses Wort im Text unten rechts nochmals, eventuell mit einem leichten Verschrieb beim 2. Buchstaben.
Falls das Wort wirklich "Nose" heisst: Was war eine Nose? Möglicherweise könnte der Familienname "Noser" davon abgeleitet sein.
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Gruss
Pili
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Aspis
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Lesehilfe/Worterklärung von 1840
Ich würde vielleicht versuchen Zeitungsartikel aus der Gegend zu dieser Zeit zu suchen.
Gruss Theo
Gebiete: Bruggmann Degersheim-Magdenau/SG, Strässle Bütschwil/SG, Mumenthaler Trachselwald/BE, Maibach Dürrenroth/BE, Mosimann Lauperswil/BE, Vogel Bütschwil/SG, Widmer Altnau/TG, Feybli Einsiedeln/SZ
Gebiete: Bruggmann Degersheim-Magdenau/SG, Strässle Bütschwil/SG, Mumenthaler Trachselwald/BE, Maibach Dürrenroth/BE, Mosimann Lauperswil/BE, Vogel Bütschwil/SG, Widmer Altnau/TG, Feybli Einsiedeln/SZ
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Michael.
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Pili
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Zuerst habe ich auch Rose gelesen. Aber ich finde in diesem Zusammenhang den Sinn nicht. Gab es "Rosen", in denen man ertrinken konnte und von denen es damals in jener Gegend mehrere davon gab?
Gruss
Pili
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Thomas
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Lesehilfe / Worterklärung von 1840
Ja, ich denke, eine “Rose“ ist eine mit Abwasser gefüllte Grube.
Gruss
Thomas
Gruss
Thomas
Thomas Illi, Wolfhausen
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eritro
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- Registriert: Mi 13. Jul 2005, 05:48
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Lesehilfe / Worterklärung von 1840
In einem thurgauischen Marchenbuch von 1734 (StATG 0’05’4) über die Grenzen der St. Gallischen Malefizgerichte in der Landgrafschaft Thurgau taucht der Begriff als /roôßen/ mehrmals auf. Leider ist der Begriff darin nicht genauer erklärt, es muss aber ein Geländemerkmal sein ähnlich wie eine Grube oder Graben.
Hier ein Beispiel aus der Gegend von Helmishueb bei Sitterdorf an der Grenze zu Hüttenschwilisch-Blasenberg (heute Gemeinde Muolen SG):
«Von dar 83 stangen mittagwerthß über die Steinbronnenwyßen durch biß an daß haâg egg bey einer roôßen.»
Ein zweites Beispiel aus Sitterdorf an der Grenze zum Bischofszeller Stadtgericht:
«Von dißer 12 ½ stangen durch die wyßen hinunder in ein marckh auff 2 seithen mit litt. L.G.T. / G.S.G. [Landgrafschaft Thurgau / Gottshaus St. Gallen] und mit einem Costanzischen †, welche auff einem kleinen büechelin am fueßweêg nächst bey einer roôßen gesezt ist.»
Ein weiteres Beispiel von Sitterdorf an der Grenze zu Muolen:
«Von dißer 707 stangen gegen mittnacht dem haâg nach zwüschen der Geltwyß und Schelmenwyß und der Ochsen wayd biß in daß haâg egg der Schelmenwyß bey einer roôßen.»
Und ein letztes Beispiel an der Grenze von Wuppenau [eigentlich St. Gallisches Berggericht] gegen die Gerichtsherrschaft Bürglen:
«Von dißer 87 stangen weithers mittnachtwerths durch daß holz hinabwerthß aller grädi nach in die marckh, die under der probstey Werdbüehl bey einer roôßen an dem fueßweêg stehet, bezeichnet auff zwey seithen mit litt. B. [Bürglen] und mit litt. L.G.T. / G.S.G. [Landgrafschaft Thurgau / Gottshaus St. Gallen].»
Hier ein Beispiel aus der Gegend von Helmishueb bei Sitterdorf an der Grenze zu Hüttenschwilisch-Blasenberg (heute Gemeinde Muolen SG):
«Von dar 83 stangen mittagwerthß über die Steinbronnenwyßen durch biß an daß haâg egg bey einer roôßen.»
Ein zweites Beispiel aus Sitterdorf an der Grenze zum Bischofszeller Stadtgericht:
«Von dißer 12 ½ stangen durch die wyßen hinunder in ein marckh auff 2 seithen mit litt. L.G.T. / G.S.G. [Landgrafschaft Thurgau / Gottshaus St. Gallen] und mit einem Costanzischen †, welche auff einem kleinen büechelin am fueßweêg nächst bey einer roôßen gesezt ist.»
Ein weiteres Beispiel von Sitterdorf an der Grenze zu Muolen:
«Von dißer 707 stangen gegen mittnacht dem haâg nach zwüschen der Geltwyß und Schelmenwyß und der Ochsen wayd biß in daß haâg egg der Schelmenwyß bey einer roôßen.»
Und ein letztes Beispiel an der Grenze von Wuppenau [eigentlich St. Gallisches Berggericht] gegen die Gerichtsherrschaft Bürglen:
«Von dißer 87 stangen weithers mittnachtwerths durch daß holz hinabwerthß aller grädi nach in die marckh, die under der probstey Werdbüehl bey einer roôßen an dem fueßweêg stehet, bezeichnet auff zwey seithen mit litt. B. [Bürglen] und mit litt. L.G.T. / G.S.G. [Landgrafschaft Thurgau / Gottshaus St. Gallen].»
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John
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- Registriert: Mi 29. Jun 2005, 12:34
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Lesehilfe / Worterklärung von 1840
Die Schilderung von Beispielen aus der engeren Umgebung meiner früheren Heimat hat in mir das Interesse geweckt im Thurgauer Namenbuch "Die Flurnamen des Kanton Thurgau" von Eugen Nyffenegger nachzulesen was dieser bekannte Namensforscher zu Roose sagt.
Roose, plural von Roos, schweizerdeutsch Röste!
Namen mit einem Element ROOS verweisen auf die früher ausserhalb der Dörfer angelegten, rechteckigen Wassergruben, in denen Flachs und Hanf eingelegt und erweicht wurden. Hanfroosen (Hanfrösten) waren 4-5 m lang, 3-4 m breit und bis zu 2 m tief; umfasst waren waren sie von einem Balkenrahmen, von dem aus mit bestimmten Vorrichtungen die meist zwei Lagen Hanf unter Wasser gehalten werden konnten, wo die Hülesen verfaulten und das Flachs mürbe wurde.
Roos: 'bei den Tümpeln, bei den Hanf- oder Flachsrösten'. Flurname - Wiese, Sumpf. Konstant mit Wasser gefüllt, auch im heissen Sommer.
Etliche auch weiterführende Beispiele mit ähnlicher Umschreibung wie im obigen Beitrag von "eritro" sind zu finden im Band 3.2.
Gruss John
Roose, plural von Roos, schweizerdeutsch Röste!
Namen mit einem Element ROOS verweisen auf die früher ausserhalb der Dörfer angelegten, rechteckigen Wassergruben, in denen Flachs und Hanf eingelegt und erweicht wurden. Hanfroosen (Hanfrösten) waren 4-5 m lang, 3-4 m breit und bis zu 2 m tief; umfasst waren waren sie von einem Balkenrahmen, von dem aus mit bestimmten Vorrichtungen die meist zwei Lagen Hanf unter Wasser gehalten werden konnten, wo die Hülesen verfaulten und das Flachs mürbe wurde.
Roos: 'bei den Tümpeln, bei den Hanf- oder Flachsrösten'. Flurname - Wiese, Sumpf. Konstant mit Wasser gefüllt, auch im heissen Sommer.
Etliche auch weiterführende Beispiele mit ähnlicher Umschreibung wie im obigen Beitrag von "eritro" sind zu finden im Band 3.2.
Gruss John
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Pili
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Hallo zusammen
Herzlichen Dank euch allen für eure informativen Beiträge, die mir eine grosse Hilfe sind.
Uebrigens - der bedauernswerte Tote, dessen Leben unfreiwillig in einer dieser Roosen endete, war ein Bruder meines Urururgrossvaters.
Herzlichen Dank euch allen für eure informativen Beiträge, die mir eine grosse Hilfe sind.
Uebrigens - der bedauernswerte Tote, dessen Leben unfreiwillig in einer dieser Roosen endete, war ein Bruder meines Urururgrossvaters.
Gruss
Pili
Pili
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