Lesehilfe - Latein

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Hans K.
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Lesehilfe - Lateinübersetzung

Beitrag von Hans K. » Mo 2. Mär 2009, 23:29

Liebe Lateinerinnen, liebe Lateiner,

ich bräuchte Eure Hilfe bei der Übersetzung eines Kirchenbuch Eintrages und würde mich freuen wenn mir jemand helfen könnte.

Das Bild ist nicht gerade das beste aber m.E. doch lesbar.

Die Urkunde findet ihr hier

Ich danke euch im Voraus für eure Bemühungen

mit LG

Hans



le_tisserand
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Beitrag von le_tisserand » Di 3. Mär 2009, 14:49

obstetrica baptizatum infantem natam circa horam septimam matutinam ejudem diei mensis et anni ex Georgio Michaele Stertz, et Catharina nata Kastlerin, conjugivus legitimus et civibus in Grevenhausen (?), cui impositum est nomen Maria Magdalena
Matrina fuit Maria Magdalena nata Guthmännin uxor Josephi Schmitt civis in (?) Hambach. ita testor ego Joannes Baptista Lang ad Sanctum Bernardum loci Euserthal parochus

Unterschrift des Vaters und der Pathin


LG Alexander

le_tisserand
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Beitrag von le_tisserand » Di 3. Mär 2009, 14:53

Ich übersetze folgendermaßen (nicht ganz wörtlich):

Es wurde von der Hebamme getauft das Kind, welches um 7 Uhr morgens des selben Tages (desselben Monats und Jahres) geboren wurde von Georg Michael Stertz und Catharina geborene Kastler, Bürger in Grevenhausen (?), und welchem der Name Maria Magdalena gegeben wurde.
Pathin war Maria Magdalena geborene Guthmännin, Ehefrau des Joseph Schmitt, Bürger in (?) Hambach.
Dies bezeuge ich, Johann Baptist Lang aus Sankt Bernard in der (?) Pfarre Euserthal.

Unterschrift des Vaters und der Pathin.


LG Alexander

Hans K.
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Beitrag von Hans K. » Di 3. Mär 2009, 15:37

12px]Hallo Alexander,

recht herzlichen Dank für die Übersetzung die mir sehr weitergeholfen hat.

Zu deinen Fragezeichen, Grevenhausen ist richtig, der zweite Ort ist Queich Hambach, eigentlich Queichhambach geschrieben, es schrieb halt ein jeder wie er wollte oder hörte.
Zu dem 3 ? habe ich auch keine Lösung, die o. ben. Orte kommen in dem Stamm öfters vor.

Nochmals vielen Dank,
LG aus der Pfalz
Hans]



le_tisserand
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Beitrag von le_tisserand » Di 3. Mär 2009, 16:52

Hab gerade gesehen (google), dass es in Eußerthal ein Zisterzienserkloster gegeben hat. Der Priester stammt also wohl von dort (St.bernhard ist einer der bedeutendsten Mitglieder des Ordens, weshalb sich die Mönche auch Bernhardiner nennen).

Die Taufe wurde also entweder in Eußerthal durchgeführt, oder der Priester kam von dort (aushilfsweise).

Eußerthal liegt in der Nähe des Herkunftgebietes meiner väterlichen Vorfahren, wie ich gerade sehe. Man lernt nie aus :-)


LG Alexander

Hans K.
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Beitrag von Hans K. » Di 3. Mär 2009, 17:10

Hallo Alexander,

der Eintrag stammt aus dem kath. KB Eußerthal, eben habe ich noch im IGI geschaut dort steht auch

MARIA MAGDALENA STERTZ
Christening: 08 SEP 1799, Katholisch, Eusserthal, Pfalz, Bayern
Vater: GEORGIO MICHAELE STERTZ
Mutter: CATHARINA KAESTLERIN

passt also alles gut zusammen. Ach ja, der Name Kästner(in) nicht Kastner(in) ist auch bei der Heirat angegeben, also gehe ich davon aus: Kästner

LG
Hans



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Beitrag von Thomas » Di 3. Mär 2009, 18:01

Die Taufe wurde also entweder in Eußerthal durchgeführt, oder der Priester kam von dort (aushilfsweise).
Deutet die Taufe durch die Hebamme (meines Erachtens zweifellos richtig übersetzt) nicht auf eine Nottaufe unmittelbar nach der Geburt hin, weil das Neugeborene zu sterben drohte?

Gruss

Thomas


Thomas Illi, Wolfhausen

le_tisserand
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Beitrag von le_tisserand » Di 3. Mär 2009, 18:06

Deutet die Taufe durch die Hebamme (meines Erachtens zweifellos richtig übersetzt) nicht auf eine Nottaufe unmittelbar nach der Geburt hin, weil das Neugeborene zu sterben drohte?

Gruss

Thomas
Auf jeden Fall, meiner Erfahrung nach wurden aber auch notgetaufte Kinder in der Kirche vom Pfarrer nachgetauft (sicher ist sicher, es könnte ja auch beim ersten Mal was "nicht funktioniert" haben).

Zumindest die Kirchenbucheintragung musste nachgetragen werden, und dies wurde dann jedenfalls von dem erwähnten Pfarrer durchgeführt.


LG Alexander

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