Meine Urgrossmutter heisst Maria Anna Barbera Candrian. Ihre Eltern sind Matheus Anton Candrian und Veronica Petschen. Ich kenne ihren Bürgerort nicht. Wer kann mir weiter helfen?
- Editiert von Wolf am 04.09.2005, 17:36 -
Candrian im Kanton Graubünden
Moderator: Wolf
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franz30250
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Wolf
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Candrian im Kanton Graubünden
Laut Familiennamenbuch sind Candrian seit vor 1800 Bürger von
- Bonaduz
- Duvin
- Sagogn
1917 erwarb eine Linie aus Sagogn das Bürgerrecht von Samedan GR.
1945 erwarb eine Linie (Person) "aufgrund besonderer gesetzlicher Bestimmungen" das Bürgerrecht von Adliswil ZH.
Ich würde einmal bei den für Bonaduz, Duvin und Sagogn zuständigen Zivilstandsämtern nachfragen, ob die Urgrosseltern dort bekannt sind:
- Domat/Ems für Bonaduz
- Camuns für Duvin
- Ilanz für Sagogn
- Bonaduz
- Duvin
- Sagogn
1917 erwarb eine Linie aus Sagogn das Bürgerrecht von Samedan GR.
1945 erwarb eine Linie (Person) "aufgrund besonderer gesetzlicher Bestimmungen" das Bürgerrecht von Adliswil ZH.
Ich würde einmal bei den für Bonaduz, Duvin und Sagogn zuständigen Zivilstandsämtern nachfragen, ob die Urgrosseltern dort bekannt sind:
- Domat/Ems für Bonaduz
- Camuns für Duvin
- Ilanz für Sagogn
Wolf Seelentag, St.Gallen
Mitglied der Genealogisch-Heraldischen Gesellschaft Ostschweiz (GHGO) - https://www.ghgo.ch/
Eingesetzte Software: Ahnenforscher
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ryan_kand
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Candrian im Kanton Graubünden: Ursprung und Herkunft
Bis zurück ins 16. Jahrhundert ist die Verteilung des Geschlechtes Candrian in Graubünden durch Kirchenbücher und andere Urkunden gut dokumentiert. Davor jedoch gibt es überhaupt keine verlässlichen Informationen.
Wie man aus inoffiziellen mündlich überlieferten Quellen erfahren kann, sollen alle heute in der Schweiz ansässigen Candrians von einem im 13. Jahrhundert aus dem Venetischen Raum ins Bündner Oberland eingewanderten Kirchenmann / Dorfpfarrer abstammen, der von seinem Amt zurückgetreten ist um eine Einheimische zu heiraten.
Auch in Italien und Frankreich ist der Nachname Candrian völlig unbekannt.
Im Heimatort Sagogn, Graubünden, Schweiz war Zeitweise auch die Abwandlung des Namens Candrian -- Gandrion -- gebräuchlich. Dieser Nachname ist heute auch in Frankreich verbreitet.
Weis jemand mehr über ursprüngliche Herkunft des Geschlechts Candrian / Gandrion?
Wie man aus inoffiziellen mündlich überlieferten Quellen erfahren kann, sollen alle heute in der Schweiz ansässigen Candrians von einem im 13. Jahrhundert aus dem Venetischen Raum ins Bündner Oberland eingewanderten Kirchenmann / Dorfpfarrer abstammen, der von seinem Amt zurückgetreten ist um eine Einheimische zu heiraten.
Auch in Italien und Frankreich ist der Nachname Candrian völlig unbekannt.
Im Heimatort Sagogn, Graubünden, Schweiz war Zeitweise auch die Abwandlung des Namens Candrian -- Gandrion -- gebräuchlich. Dieser Nachname ist heute auch in Frankreich verbreitet.
Weis jemand mehr über ursprüngliche Herkunft des Geschlechts Candrian / Gandrion?
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Tarcos
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Candrian
Hallo,
ich erlaube mir doch gleich an erster Stelle zu erwähnen, dass, Zitat, inoffiziellen mündlich überlieferten Quellen, null und nichtig sind. Ja, man könnte solche auch als Mytol. bez.. Um es vorweg zu nehmen, der Name GANDRION ist bereits a. 1470 in Rhäzüns belegt (Rom. Sutsilvan).
Urteil. Rhäzüns, 1470 Novembre 15.: Hans Gandrion, Amman Rhäzüns, Richter der ordentlichen Gericht eine Vorabentscheidung………..
http://walser-cultura.it/documenti/luoghi/279
Die Frage nach dem Ursprung eines Fam. Nam. ist, bei allem Respekt, schon sehr weit hergeholt. Wie soll man diese Frage beantworten? Fam. Nam. bzw. Schreibformen, haben jeweils nicht nur einen Ursprung. Diese können sich örtlich- und zeitlich unabhängig von einander entwickelt haben und in vers. Dialekten. Nun seis drum, der bzw. die Namen Candrian, Gandrion, Gandrian(n), u.v.m., stammen alle vom selben Rufnamen ab; dem grie. R.-Namen Andreas.
Die Herkunft des Namens ist Alt-Griechisch. Die Bedeutung: zu/von Alt- Griech. andreios (Genitiv des Substantivs aner= Alt.-Griech. und bt.= Mann). I.S.v.= Tapferkeit, Tüchtigkeit, Mannhaftigkeit. Die ersten Erwähnungen des Namens, sind bereits um 250 v. Chr. bezeugt. Es gibt jedoch noch den Namen, die Form, Androlos, derselbe ist in der Olympialiste um 688 v. Chr., verz..
ANDRI ist eine rom. Form des Namens. Ca- steht für "rom." Casa (Haus). Wobei wir hier von Sursilvan (GR-Oberland) sprechen und nicht von Sutsilvan, Valader od. Puter. Solche Namensformen sind im Sursiv. nichts Aussergewöhnliches. (Casa-nova, Ca-sutt, Ca-vigelli usw.).
Familiennamen haben selten bis nie nur eine Form bzw. Schreibweise. Diese verändern sich im Laufe der Jahre. Kirchenbücher sind nicht immer eine verl. Quelle was die Schreibweise anbelangt. Standesbeamte hatten des Öfteren den/die Namen nach GEHÖR EINGERTRAGEN bez. verz.. Auch kümmerten man sich kaum um Rechtschreibung usw..
In der CH (Tel.B.) ist der Name Candrian rund 320 mal verz..
Das der Name in Ital. "völlig unbekannt" ist, trifft auch nicht zu. Er ist in Italien in 5 Comunen (Gemeinden) verz.. Mit Sicherheit handelt es sich dabei um Auswanderer- bzw. Einwanderer aus der CH.
Die weit verbrt. Meinung, dass die Italiener es waren, die zuerst in die Schweiz einwanderten, ist nicht korrekt. Geschichtlich gesehen waren es die Bündner die zuerst nach Italien auswanderten.
Die Rom.-Sprache war lange Zeit weit verbrt. Nicht nur in ganz GR. Auch bis fast ins den Kat. GL.. Der Rückzug der Rom. Sprache vollzog sich jedoch nicht einfach nur so. Dies hatte seine Gründe. Ein tragisches Ereignis verstärkt die sprachliche Entwicklung. 1464 wird die Hauptstadt Chur durch eine Feuersbrunst zerstört. Es waren deutschsprachige Handwerker, welche die Stadt wieder aufbauen und sich dann dort niederlassen, wodurch der Ort vollständig germanisiert wurde.
http://www.swissinfo.ch/ger/Raetoromani ... id=5374730
Nun es fehlt hier etwas Entscheidendes im diesem Artikel. Mit dem Zustrom von dt.-sprachigen Handwerkern, waren es die PRIESTER, die "sofort" damit begonnen hatten, die Messe nicht mehr in Romanisch sondern in Deutsch abzuhalten. Das führte leider zum Rückzug der romanischen Sprachen. Das ist auch geschichtlich so festgehalten. Die germ. fand jedoch, wie bereits erwähnt, von Nord-nach Süd statt.
Des Weiteren steht z.B. der Name GANDRIAN nicht zwingend in Verb. mit Candrian, Candrion, bzw. Andreas. Es kann sich auch um einen Herkunftsnamen zum Ortsnamen Gandria, handeln. Lesen Sie dazu bitte:
http://www.hls-dhs-dss.ch/textes/d/D2169.php
Noch etwas zu dem von Ihnen erwähnten Venetischen-Raum: Venetisch, Venezisch od. Venedisch ist eine romanische Sprache.
Mit freundlichen Grüssen
Tarcos
ich erlaube mir doch gleich an erster Stelle zu erwähnen, dass, Zitat, inoffiziellen mündlich überlieferten Quellen, null und nichtig sind. Ja, man könnte solche auch als Mytol. bez.. Um es vorweg zu nehmen, der Name GANDRION ist bereits a. 1470 in Rhäzüns belegt (Rom. Sutsilvan).
Urteil. Rhäzüns, 1470 Novembre 15.: Hans Gandrion, Amman Rhäzüns, Richter der ordentlichen Gericht eine Vorabentscheidung………..
http://walser-cultura.it/documenti/luoghi/279
Die Frage nach dem Ursprung eines Fam. Nam. ist, bei allem Respekt, schon sehr weit hergeholt. Wie soll man diese Frage beantworten? Fam. Nam. bzw. Schreibformen, haben jeweils nicht nur einen Ursprung. Diese können sich örtlich- und zeitlich unabhängig von einander entwickelt haben und in vers. Dialekten. Nun seis drum, der bzw. die Namen Candrian, Gandrion, Gandrian(n), u.v.m., stammen alle vom selben Rufnamen ab; dem grie. R.-Namen Andreas.
Die Herkunft des Namens ist Alt-Griechisch. Die Bedeutung: zu/von Alt- Griech. andreios (Genitiv des Substantivs aner= Alt.-Griech. und bt.= Mann). I.S.v.= Tapferkeit, Tüchtigkeit, Mannhaftigkeit. Die ersten Erwähnungen des Namens, sind bereits um 250 v. Chr. bezeugt. Es gibt jedoch noch den Namen, die Form, Androlos, derselbe ist in der Olympialiste um 688 v. Chr., verz..
ANDRI ist eine rom. Form des Namens. Ca- steht für "rom." Casa (Haus). Wobei wir hier von Sursilvan (GR-Oberland) sprechen und nicht von Sutsilvan, Valader od. Puter. Solche Namensformen sind im Sursiv. nichts Aussergewöhnliches. (Casa-nova, Ca-sutt, Ca-vigelli usw.).
Familiennamen haben selten bis nie nur eine Form bzw. Schreibweise. Diese verändern sich im Laufe der Jahre. Kirchenbücher sind nicht immer eine verl. Quelle was die Schreibweise anbelangt. Standesbeamte hatten des Öfteren den/die Namen nach GEHÖR EINGERTRAGEN bez. verz.. Auch kümmerten man sich kaum um Rechtschreibung usw..
In der CH (Tel.B.) ist der Name Candrian rund 320 mal verz..
Das der Name in Ital. "völlig unbekannt" ist, trifft auch nicht zu. Er ist in Italien in 5 Comunen (Gemeinden) verz.. Mit Sicherheit handelt es sich dabei um Auswanderer- bzw. Einwanderer aus der CH.
Die weit verbrt. Meinung, dass die Italiener es waren, die zuerst in die Schweiz einwanderten, ist nicht korrekt. Geschichtlich gesehen waren es die Bündner die zuerst nach Italien auswanderten.
Die Rom.-Sprache war lange Zeit weit verbrt. Nicht nur in ganz GR. Auch bis fast ins den Kat. GL.. Der Rückzug der Rom. Sprache vollzog sich jedoch nicht einfach nur so. Dies hatte seine Gründe. Ein tragisches Ereignis verstärkt die sprachliche Entwicklung. 1464 wird die Hauptstadt Chur durch eine Feuersbrunst zerstört. Es waren deutschsprachige Handwerker, welche die Stadt wieder aufbauen und sich dann dort niederlassen, wodurch der Ort vollständig germanisiert wurde.
http://www.swissinfo.ch/ger/Raetoromani ... id=5374730
Nun es fehlt hier etwas Entscheidendes im diesem Artikel. Mit dem Zustrom von dt.-sprachigen Handwerkern, waren es die PRIESTER, die "sofort" damit begonnen hatten, die Messe nicht mehr in Romanisch sondern in Deutsch abzuhalten. Das führte leider zum Rückzug der romanischen Sprachen. Das ist auch geschichtlich so festgehalten. Die germ. fand jedoch, wie bereits erwähnt, von Nord-nach Süd statt.
Des Weiteren steht z.B. der Name GANDRIAN nicht zwingend in Verb. mit Candrian, Candrion, bzw. Andreas. Es kann sich auch um einen Herkunftsnamen zum Ortsnamen Gandria, handeln. Lesen Sie dazu bitte:
http://www.hls-dhs-dss.ch/textes/d/D2169.php
Noch etwas zu dem von Ihnen erwähnten Venetischen-Raum: Venetisch, Venezisch od. Venedisch ist eine romanische Sprache.
Mit freundlichen Grüssen
Tarcos
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