Bittighofer in Söllingen

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Bill

Bittighofer in Söllingen

Beitrag von Bill » So 8. Okt 2006, 06:07

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Bittighofer in Söllingen

Die Vorfahren der Söllinger Sippe der "Bittighofer" können bis zum Jahre 1654 zurückverfolgt werden. In diesem Jahr wanderte ein "Rudolf Bietighofer" mit Ehefrau "Anna geb. Schnäggin" mit ihren 6 oder 9 Kindern aus Wohlen im Berner Land aus der Schweiz, in die nach dem dreißigjährigren Krieg fast menschenleere Markgrafschaft Baden, nach Söllingen ( bei Durlach) heute Pfinztal/Söllingen aus. Mittellos scheint er nicht gewesen zu sein, denn er konnt für seinen Sohn "Benedikt", der Ziegler war, die dortige Ziegelei erwerben. An dessen Sohn "Philipp" (1665-1723) erinnert heute noch eine schöne Grabplatte (Friedhof Söllingen) mit Inschrift (Teilweise: WEIL ICH MIT THON UMGING UND ZIEGEL PFLEG ZU STREICHEN DER TODT SICH AN MICH HING UND MACHTE MICH ZUR Leichen .......usw.)
Die Mehrzahl der heutigen Bittighofer im Raume Karlsruhe Pforzheim, hauptsächlich Pfinztal und Remchingen, stammen von den 6 Söhnen des Bernhard Bittighofer (1822-1876) und dessen Ehefrau Catharina Rupp, aus Söllingen ab.
Nachfragen in der Schweiz über die Herkunft unseres Namen brachten folgendes unbefriedigendes Ergebnis :
Das Gemeindeamt Wohlen bei Bern antwortete auf Anfrage nach unseren Vorfahren, dass bei ihnen der Name Bittighofer / Bietighofer, nicht bzw. schon lange nicht mehr existiere.
Das Gemeindeamt Wohlen/Aargau teilte mit, dass der Name Bittighofer / Bietighofer bei ihnen nicht bekannt sei und im Familiennamenbuch der Schweiz nicht erwähnt wird.
Das Staatsarchiv in Bern teilte mit, dass der Name Bittighofer / Bietighofer in der Schweiz nur in der Schreibweise Bütikofer oder Büttikofer vorkomme. Ursprünglich handle es sich bei diesem Namen um eine Herkunftsangabe. Die Bütikofer / Büttikofer kommen aus der Ortschaft "Bütikofen" bei Kirchberg im Kanton Bern. Als sie von dort wegzogen, erhielten sie den Familiennamen "Bütikofer", also ein "Herkunftsname".
Etwas zur Schreibweise des Namens in den Söllinger Kirchenbüchern. Sie wechselte, man könnte meinen, je nach Laune des Schreibers, von "Bietighofer" (1654 u weitere) zu Bittighofer (1656) Bütighofer (1696), Büttighofer (1699), Bittighofer (1700), Bietighoffer (1746), Bittighofer (1765), Bitighofer (1769), Bütighofer (1790), Bietighofer (1827), danach setzte sich die heutige Schreibweise "Bittighofer" durch.
Vielleicht hat sich aus dem behäbigen Berner Dialekt (evt "Büütikoofer" gesprochen), ein für uns leichter auszusprechendes "Bietighofer" und daraus im Laufe der Zeit, in der doch schnelleren Söllinger Aussprache das "Bittighofer" entwickelt.
Desweiteren habe ich mich auch schon mit den "Bittigkoffer" aus Neulingen (Enzkreis) bei Pforzheim beschäftigt. Näheres in einem späteren Bericht.

Meine Fragen:
1.Sind die "Bittighofer" tatsächlich Nachkommen der "Bütikofer" und es hat sich nur die Schreibweise geändert oder sind sie eine eigene Sippe?

2. Wo gibt es noch Bittighofer in Deutschland / Europa die u.a. an der Familienforschung interessiert sind (Ich habe schon etliches zusammengetragen)?

Ich erwarte Ihre freundliche Nachricht, Herzlichen Dank
Heinz Bittighofer
Waldtsr.78
76327 Pfinztal-Söllingen
Freitag, 6. Oktober 2006



Konstantin Huber
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Bittighofer in Söllingen

Beitrag von Konstantin Huber » So 8. Okt 2006, 20:47

Sehr geehrter Herr Bittighofer,

die Auskunft aus dem StA Bern scheint mir voll zutreffend zu sein. Die Söllinger Bittighofer sind gewiss Nachkommen der Berner Büt(t)ikofer.

Laut Familiennamenbuch der Schweiz (1989) ist die Familie unter folgender Schreibweise bereits vor 1800 altverbürgert (Orte in Klammern: nach 1940 erloschen gemäß CD der GHGB):
Bütikofer: Ersigen, Hindelbank, Kernenried, Kirchlindach, Mühleberg, (Vechigen), Zuzwil;
Büttikofer: (Büren an der Aare), Meinisberg.
Mühleberg und Kirchlindach grenzen direkt an Wohlen bei Bern BE an, daher handelt es sich mit höchster Wahrscheinlichkeit nicht um das aargauische Wohlen.

Ich erfasse die Schweizer, die 1648-1740 in den Kraichgau kamen (siehe http://www.geneal-forum.com/forum_d/sho ... php?id=731 ). Im Buch "Schweizer Einwanderer in den Kraichgau" von Diefenbacher/Pfister/Hotz (1983) erscheinen unter Nr. 698 Klaus Rud. B. mit Ehefrau Anna Schnäggi und den Kindern Benedikt, Anna Katharina, Niklaus, Sybilla, Rudolf, Lienhard, Vinzenz, Salome, Maria und Magdalena; unter anderen Nummern weiterhin Hans und Katharina; Peter sowie Rudolf und Benedikt. Mit den lokalen Quellen für Söllingen habe ich mich aber noch nicht befasst und bin daher an möglichst genauen Angaben zur Einwanderergeneration interessiert. Ich würde mich freuen, wenn Sie mir zu diesen B. in Söllingen vor 1700 weitere Angaben (Zusammenhänge etc.) übermitteln könnten. Falls Ihnen unbekannt, schicke ich Ihnen gerne eine Kopie aus dem genannten Buch von Diefenbacher et al.
Mich interessiert auch, wie der Bauschlotter Johann Jakob B. zu diesen Wössinger B. gehört.

Weiherstraße 28, 75245 Neulingen, Tel. 07231/308-508 (Kreisarchiv des Enzkreises)
- Editiert von Wolf am 09.10.2006, 09:14 -
- Editiert von Konstantin Huber am 09.10.2006, 09:39 -


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Reinhard Bütikofer

Beitrag von Konstantin Huber » Mo 9. Okt 2006, 08:44

Ist eigentlich bekannt, ob der GRÜNEN-Politiker Reinhard Bütikofer ebenfalls Nachkomme der Söllinger Linie ist? Die Schreibweise seines Namens spricht eher dafür, dass seine Vorfahren später aus der Schweiz auswanderten.

Auszug aus:
http://www.reinhard-buetikofer.de/vita.415.0.html :
Reinhard Bütikofer wurde 1953 in Mannheim geboren und wuchs in der Domstadt Speyer auf. Dort machte er auch sein Abitur, bevor er in Heidelberg Philosophie, Geschichte und Sinologie studierte ....


Konstantin Huber

Bill

Bittighofer in Söllingen

Beitrag von Bill » Di 10. Okt 2006, 10:06

;;; Hallo, s.g. Konstantin,
besten Dank für Deine Antwort u.d. Hinweis auf meinen Fehler in meiner e-mail Adresse. Das Buch von Diefenbacher habe ich in der Landesbibliotek eingesehen. Kurt Bittighofer kenne ich sehr gut ,wir haben zusammen die Nöttinger Linie der B: ausgearbeitet
Zu Reinhard Bütikofer kann ich Dir berichten , dass er mir auf Anfrage mitteilte :Seine Familie nennt sich schon immer so. In einem beigelegten Bericht eines Schweizer Blattes über ihn, wird Deine Vermutung über den Auswanderungszeitraum bestätigt. Seine Vorfahren sind erst im 19.Jahrhundert nach Süddeutschland ausgewandert und der letzte direkte Schweizer Vorfahre war ein Jakob Bütikofer mit Heimatrecht in Kernenried
Ich freue mich dass Du meine Meinung ,- dass die Bittighofer aus dem Berner Gebiet kommen und wahrscheinlich Nachfahren der Bütikofer aus Kirchdorf , Ortsteil Bütikofen sind - teilst.
Über die Wössinger / Bauschlotter Bittigkoffer werde ich noch berichten. Nur soviel vorab:, die Wössinger Kichenbü cher von 1650 bis 1700 sind verschollen .Meine diesbezügliche Suche, sie im Landesarchiv beim Oberkirchenrat in KA zu finden, war vergeblich.
Meine Aufzeichnungen über die Söllinger B: stelle ich dir gerne zur Verfügung,
Haben sie bitte etwas Geduld mit mir, ich habe erst seit 3 Wochen Internetanschluss und in meinem Alter braucht man schon etwas länger sich in die Materie einzuarbeiten.

h.Grüße, Bill



Bill

Bittighofer in Söllingen

Beitrag von Bill » Di 10. Okt 2006, 10:47

;;;Bittighofer in Söllingen - Bittigkoffer in Wössingen u. Neulingen - Bauschlott / Enzkreis

Ergebnis der Untersuchung des Sippenbuchs der Gemeinde Neulingen-Bauschlottt.

Der Name Bittighofer/Bittigkoffer wird darin unter 35 Kennzahlen (Kz ) erwähnt .
Beim ersten Eintrag, Hannß Jakob *1652 (Kz 555) wird er - Bittickhoffer - geschrieben. Schon bei dessen Sohn, Georg *1681 (Kz 556) lautet er “Bittighofer. Der letzte Eintrag von Bittiighofer ist 1883 unter Kz.572- Christoph, also über 200 Jahre. Dazwischen waren die Schreibweisen ,Bittighoffer , Bietighofer , Bietigkoffer , Bitighofer , zu finden.
Die heutige Schreibweise - Bittigkoffer ; beginnt erst 1869 mit Christian Bittigkoffer (Kz570-
ich glaube dass die Bittigkoffer aus Bauschlott und die Bittighofer aus Söllingen die gleichen Wurzeln haben..Der erste der Bauschlotter B. war Hannß od Johann Jakob .Er tarb im Alter von ca. 50 Jahren in Oberwössingen , heute Wössingen ,ist demnach um das Jahr 1652 geboren.
Der erste der Söllinger B. war Rudolf B. Er wanderte 1654 aus Wohlen bei Bern mit Frau u. Kindern nach Söllingen aus und ich nehme an dass mit seiner Sippe auch der Wössinger B. hierher kam. ob er Kind ,Bruder od. Neffe zu den Söllinger B. war, ist bis jetzt noch nicht festgestellt.

Wer kann mir in dieser Sache weiterhelfen ?.

Bill.
- Editiert von Bill am 12.10.2006, 18:42 -



Thomas
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Bittighofer in Söllingen

Beitrag von Thomas » Di 10. Okt 2006, 13:32

Ich denke auch, dass die Wurzeln der Söllinger Bittighofer bei den Bütikofer aus dem Raum Wohlen BE zu suchen sind (das Familiennamenbuch der Schweiz 1940 nennt übrigens als Schreibweise für Bürger aus Hindelbank noch "Bütigkofer") und dass das aargauische Wohlen ausser Betracht fällt.

Immerhin ist aber zu beachten, dass der Kanton Aargau erst 1803 nach der napoleonischen Besetzung 1798 entstanden ist und dass viele heute aargauische Gebiete zuvor unter der Herrschaft vor allem der dominanten Eidgenössischen Orte Bern und Zürich standen. Wohlen AG gehörte zum so genannten Freiamt und war eine "Gemeine Herrschaft" der 13 alten eidgenössischen Orte, ab 1712 der drei Orte Bern, Zürich und Glarus. Wenn also irgendwo vermerkt ist "Wohlen Berner Gebiets" darf nicht automatisch auf Wohlen BE geschlossen werden.

Gruss

Thomas


Thomas Illi, Wolfhausen

Bill

Bittighofer in Söllingen

Beitrag von Bill » So 15. Okt 2006, 14:52

;Bittighofer in Söllingen

Wer kann mir weiterhelfen?
Ende der 40er Jahre baute ein Prof. Bittighofer ,ich glaube er war Gymnasiallehrer, in Söllingen in der Pfinzstraße ((ganz unten) ein kleines Haus. Er war nicht groß von Statur, seine Frau war eine recht resolute Dame mit rötlichem Haar, ihr Sohn wurde Hans- Jörg gerufen (vielleicht hieß er Hans-Georg od.Johann Georg ) und muss Anfang der 30er Jahre geboren sein. Nachdem Tod des Vaters .so Mitte der 50er zog er mit seiner Muter weg .Man sagte in den Schwarzwald, dort soll Hans-Jörg in der Gegend vom Titisee als Lehrer tätig gewesen sein
Wer kann mir etwas über diese Familie sagen ?.

Herzlichen Dank für ihre Nachricht

Bill
;;



Bill

Bittighofer in Söllingen

Beitrag von Bill » Mo 4. Dez 2006, 10:18

Hallo Konstantin,
besten Dank für die Vermittlung zu Frau Metzger in die Schweiz.
Ihre Zugriffsmöglichkeit zu den Kirchenbüchern von Wohlen/BE ermöglicht es ihr sich meinem Anliegen ( Die Herkunft unserer Bittighofer u.die ursprüngliche Schreibweise des Namens festzustellen) ,anzunehmen Sie kann zwar erst Jan./Febr. 2007 intensiv an die Sache gehen. Vorab hat sie sich bereits informiert ob überhaupt ein Zugriffspunkt in den KB von Wohlen zu finden ist.
Tatsächlich konnte sie den Rudolf Bittighofer , der im KB, -Söllingen, Trauungen 1667 -, als der am 10.Oktobris 1641 von Rudolf Bittighofer und Anna Schnägg´in Wohlen/ BE geborenen Sohn genannt ist, bereits finden. Auch zu Eltern hat sie schon einen Hinweis gefunden, den sie mir in einer Teilkopie zukommen ließ (siehe Anlage ).Leider konnte ich außer den beiden Namen : - Rudolf Bütikoffer u. Anna Schneck - u. evt das Wort - .Schweizerlanden ?? - noch nichts entziffern.
Vielleicht gibt es einen freundlichen Mitforscher der mir darin behilflich ist ? ?
Besten Dank ,Grüße und ein FROHES FEST.
Bill



Konstantin Huber
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Bittighofer in Söllingen

Beitrag von Konstantin Huber » Mo 4. Dez 2006, 12:06

Hallo Bill,

gern geschehen. Die beiden Zeilen darunter im Scan sind weitere Namen - vermutlich die der Taufpaten, was ich angesichts des begrenzten Ausschnitts aber nur vermuten kann. Es steht jedenfalls zu lesen:
Christen Lyniger
Barblj Herrischwander

Rechts davon steht das Datum: 9. Nov. (nicht: 10. Oktober)


Konstantin Huber

Bill

Bittighofer in Söllingen

Beitrag von Bill » Do 1. Feb 2007, 18:33

;;Neues zur Familie Bittighofer / Bütikofer

In den mir nun vorliegenden Kopien, aus Kirchenbüchern von Wohlen bei Bern, in der Schweiz, wird die direkte Nachkommenschaft der Söllinger Bittighofer zu Rudolf Bütikofer und Anna Schnägg ( Schneck) bestätigt. Nach ihrer Verheiratung im Jahre 1629 wurden ihnen dort zwischen 1630 und 1641 sechs Kinder geboren.
Rudolf B. war Besitzer oder Pächter eines Hauses (? Bauernhof ) in Oberwohlen. Bestätigt durch einen Eintrag von1639, dort wir vermerkt, dass eine Kesslerin in Rudi Bütikofers Hus, in Oberwohlen , - zu Kindes lag - und.ihr uneheliches Kind gebar.
Um 1653 sind sie die Bütikofer´s. nach Baden in Süddeutschland ausgewandert. Über die Auswanderung, oder wer sonst noch mit auswanderte, wurde nichts gefunden (vermutlich waren es noch andere Sippen bzw. Sippenmitglieder Ab 1653 gab es in Wohlen keine Taufen bzw. Ehen von. Bütikofer. , auch bei der Feuerstättenzählung 1653 waren sie nicht mehr zu finden,
Der erste Eintrag in den Söllinger Kirchenbücher ist dann am 7. Februar 1654.mit der Trauung des ältesten Sohnes, Benedikt zu finden. Der dritte Sohn , -Niklaus -, ist unser direkter Vorfahre, er heiratete hier 1665.
Fazit : Unsere - Bittighofer- sind Nachkommen der Schweizer- Bütikofer- und die sollen aus dem Weiler - Bütikofen - bei Kirchberg / BE herstammen.? Kann man hierzu noch eine Verbindung herstellen.??
Für alle Hinweise ,die mich weiterbringen die Linien der - Bittighofer - Bütikofer - Büttikofer (wie auch immer geschrieben) in Deutschland in einem Stammbaum zusammen zu führen, bin ich sehr dankbar.

Bill
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- Editiert von Bill am 01.02.2007, 18:41 -



Bill

Bittighofer in Söllingen

Beitrag von Bill » Fr 15. Jun 2007, 10:13

Die Bittighofer in Söllingen

Die Wiege der Söllinger Bittighofer (ursprünglich Bütikofer ) stand in der Schweiz , in dem kleinen Weiler Bütikofen (heute Kirchberg - Bütikofen )) im Emmental, Kanton Bern gelegen. Als sie von dort wegzogen, bekamen sie den Herkunftsnamen Bütikofer als Familiennamen .
Wann der Ort zum ersten mal urkundlich erwähnt wurde konnte nicht erfahren werden, aber soviel, dass der Ort viel Waldbestand hat, landwirtschaftlich geprägt ist ,1759 - 91 Einwohner zählte. und ab dem 17. Jahrhundert zur Schule Kichberg gehört. Kirchberg (die1506 erbaute Kirche steht auf einem Kirchhogger, einem Hügel wurde 994 zum ersten mal erwähnt und hat seit 1283 das Stadtrecht.
Der Weg der direkten Vorfahren lässt sich nachweislich bis zu Beginn des 17. Jahrhundert zurückverfolgen. Er führt ins Berner Oberland, nach Wohlen am Wohlensee. Wohlen wurde von den Alemannen gegründet , die in dieser Region im 7. und 8. Jahrhundert mehrere Dörfer gründeten. Im Zuge der Christianisierung wurde dort , inmitten von Dorfern und Bauernhöfen eine Kapelle erbaut. Wohlen bestand lange Zeit nur aus dieser Kirche, dem Pfarrhaus. einem Schulhaus und zwei Bauernhöfen und bildete mit den umliegenden Dörfern die Kirchenhöri Wohlen. In diesem Wohlen verheiratete sich am 09.11.1629 die Stammeltern der Sipppe Rudolf ( Rudi ) Bütikofer mit Anna Schnägg ( Schneck).
Wo sie herkamen und wann sie geboren sind konnte bis jetzt noch nicht ermittelt werden . Rudolf und Anna müssen, dem Hochzeitsdatum entsprechend, um 1600 geboren sein
In Wohlen Ort besaß Rudolf B. ein Haus (? Bauernhaus) belegt durch einen Eintrag im KB. von 1639, dort wird vermerkt, dass eine Kesslerin in Rudi Bütikofers Haus in Oberwohlen, zu Kindes lag und ihr uneheliches Kind gebar.:
Den Eheleuten
Rudolf Bütikofer (.? 1600 - ? ? ) und Anna Schnägg (.?.1600 - ..? ? )
wurden in Wohlen sechs Kinder geboren:

1. Benedicht -1630
2. Hanns,(Georg) -1632
3. Madlen -1633
4. Niklaus - 1638
5. Christina - 1640
6. (Hans), Rudolf - 1641

Zwischen 1650 und 1653 verließ Rudolf Bütikofer samt Familie seine schweizerische Bergheimat und wanderte nach Deutschland, in die nach dem 30 jährigen Krieg fast menschenleere Markgrafschaft Baden, in den Ort Söllingen (heute Pfinztal/Söllingen) aus.. In der Zeit nach dem Westfälischen Frieden, vom Okt. 1649, kamen noch viele Schweizer Familien, denen der Markgraf von Baden, Land, Arbeit und Brot versprochen, in unsere Gegend Es müssen auch noch andere aus der Sippe der Bütikofer damals mit eingewandert sein, denn auch in Oberwössingen (heute :Wössingen ) taucht ein Hannß Jakob Bittickhoffer auf, er starb 1702,. Sein Sohn, Hannß Georg Bittighofer (man beachte die Schreibweise) geb.1681. verheiratete sich 1706 in Bauschlott mit Anna Maria Schwartz . Sie sind die. Stammeltern der dort lebenden Bittigkoffer.

Es wird vermutet. dass nahezu 40 % der im Pfinz- u. Kraichgau wohnenden Familien ursprünglich aus der Schweiz kommen. Auch der Ort Dürrenbüchig ist von Schweizer Familien gegründet worden .
In Söllingen beginnt der Weg der Bittighofer mit dem Traueintrag des ältesten Sohnes
Benedikt (von Beruf : Ziegler), der sich hier am 7.Februar 1654 mit Anna Catharina, Jakobs Witwe (Familienname unbekannt) verheiratete. Seines Vaters Rudolf B. finanzielle Lage mag nicht schlecht gewesen sein, gestattete sie ihm doch für seinen ältesten Sohn, die Ziegelei in Söllingen zu erwerben. An dessen Sohn, (das jüngste von 4 Kindern) Johann Philipp, erinnert heute noch eine schöne Grabplatte auf dem Friedhof in Pfinztal / Söllingen. (Ursprünglich an der Friedhofsmauer , jetzt an der Innenwand des Kolumbariums).
In der Nähe der Ziegelei, im Bereich der vorderen Waldgasse, hat sich vermutlich die ganze Sippe angesiedelt, dort wohnen heute noch mehrere direkte oder indirekte Nachkommen.
Die Schreibweise des Namens änderte sich im Laufe der Zeit sehr oft, je nach dem ihn der Schreiber (meistens der Pfarrer) gehört bzw. verstanden hatte. Schon bei den Geburtseinträgen der 6 Kinder von Rudolf B., in Wohlen bei Bern, finden wir die Schreibweise Bütikoffer und Bütikofer.
In Söllingen wechselte der Name von Bittikoffer (1654) zu Bietighofer (1665) und weiter über Bütighofer, Büttighofer, Bietighofffer und ähnliche, bis sich dann ab ca.1830 die heutige Schreibweise Bittighofer durchsetzte . Vielleicht hat sich aus dem etwas behäbigen Berner Dialekt (evt. Büütikoofer gesprochen), ein für uns leichter auszusprechendes Bietighofer und daraus in der doch schnelleren Söllinger Aussprache das Bittighofer entwickelt.
Über die Nachkommen von Benedikt B. war nur zu erfahren, dass der Ziegler , Johann Philipp, Elisabeth Barbara Dörfler heiratete , deren Tochter Anna Marie den Küfer-Johann Georg Wagner - , aus Grötzingen zum Manne nahm und dass 1827 beim Tode ihres Enkels ,- Egidius Wagner die oben gen. Grabplatte eine zweite Verwendung fand(siehe Randbeschriftung der Platte).
Hans-Georg verheiratete sich 1656 mit Anna Catharina Weigel.
Madlen heiratete1665 Johann Christoph Vogel.
Christina heiratete 1665 Martin Doll
Über deren Kinder bzw. Enkel hinaus, ist nichts bekannt.

Die Linie der Bittighofer geht weiter über den 3. Sohn Niklaus (1638 - 1676 ) verh. 1665 mit Sybilla Wèiher aus Berghausen.- 6 Kinder,
dessen Sohn, Johann Georg (1674 - 1745 ) verh. mit Johanna Knobloch (1666 - 1732)
aus „ Stuckart „ (Stuttgart) - 3 Kinder
zu dessen Sohn,
Johann Georg (1700 - 1768) verh. mit Magdalena Kirchenbauer (1700 - 1783)
aus Langensteinbach. - 12 Kinder.
Es folgt der Sohn Johann Georg (1737 - 1791) verh. mit Margaretha Elisabetha Haury (1733 - 1801) aus Pforzheim - 3 Kinder,
gefolgt von dessen Sohn Christoph (1769 - 1827) verh. am 4.12.1790 mit Christine Seuter (1767 - 1813) aus Unterauerbach - 5 Kinder.
Beim Geburtseintrag seines ersten Sohnes, Johann Georg, geb.am 12.04.1791 (also nach 5 monatiger Ehe ) findet sich im Kirchenbuch die Randbemerkung
" auf frühem Beischlaf ".

Über den zweiten Sohn Christoph (1794 - 1852) verh. mit Christine Mall (1785 - 1852
aus Söllingen - 5 Kinder führt die Söllinger Linie weiter.
Der dritte Sohn, Philipp Jakob, Webermeister (1801 - 1874) verh. mit Magdalena Siebler aus Nöttingen (1803 - 1875) - 9 Kinder ist der Stammvater der heutigen Nöttinger , Ellmendinger und der Wilferdinger Linie.

Die Söllinger Linie geht mit Bernhard ,dem Sohn von Christoph weiter. Bernhard (1822 - 1876) ver. mit Catharina Barbara Rupp (1821 - 1893) aus Söllingen - 6 Kinder , alles Buben.
Catharina Barbara war eine Selbstbewusste, sittenstrenge Frau. Sie wurde auch die Bürgermeisterin von der Waldgass genannt. Auf ihr Drängen hin musste der älteste Sohn Christoph -,nach dem er ein uneheliches Kind gezeugt hatte und somit Schande über die Familie brachte , nach Amerika auswandern. Die Familie soll sich aber um das Kind angenommen haben.

1.) Christoph , Maurer (1645 - ..?.. ) - 1 unehel. Kind - in USA dort noch 6 Kinder.
Über die Nachkommen in den USA ist nichts bekannt,

2.) Georg Adam (1848 - 1923) ver. mit Karoline Mall (1884 - 1923) ; 6 Kinder:

Frida Karoline (1874 - 1901) ver. mit Ernst Gustav Kussmaul ; 2 Kinder

Luise Elisabetha (1875 - 1972) ver. mit Frey ; 1 Kind

Gustav, Lehrer (1878 - 1967) ver. mit ?

Rudolf (1880 - 1881)

Robert (1885 - 1981) in Pirmasens; 1 Kind

Karl, Prof. (1890 - 1953); 1 Kind

3.) Bernhard (1851 - 1911) ver. mit Eva Margaretha Mall (1856 - 1919); 7 Kinder

Christoph (1878 - 1929) ............ ........... - ?
Karl Gustav (1880 -1966) Emma Beeh (1881 - 1946) - 5 Kinder
Emilie (1882 - ) .......... Seher - 1 Kind
Benjamin (1885 -1918) Lina Mall - 1 Kind
Lina (1887 - 1975) --Hagen - 2 Kinder
Adolf (1889 -1930) ........ Mall - 1 Kind
Leopold (1891 -1962) Luise Giesiger (1893 - 1984) - 1 Kind

4.) Johann Georg (1853 -1912) Elisabetha Mall (18566 - 1909) - 4 Kinder
Ludwig (1883 - 1914) Karoline Zachmann a.Wilferdgn.-4 Kinder
Sein ältester Sohn -Ludwig - (1907-1972) verheiratete, in Singen, Ist der Srammvater der Singener- Linie der Bittighofer
Marie (1885 - 1965) Karl Friedr. Müller (1878- 1920) - 5 Kinder
Karl (1890 - 1955) Elisabetha Kirchenbauer (1894 -; 1963) – 2 Kinder
Rosa (1892 - 1975) Wilhelm Mall (1888 - .....) - 5 Kinder

5.) Joseph (1856 - 1899) Philippina Dörfler (1858 -1912) - 2 Kinder
Rudolf (1880 -1959) Ruth Schoch - aus Südbaden - 2 Kinder
u.a. Waldemar B.- Regierungsvizepräsident / Freiburg
Luise (1883 -1951) Ernst Gustav Kußmaul (1870 -1927) -5 Kinder

6.) Ph.Jakob (1858- 1940) Margarethe Kußmaul (1860- 1931) gen.-Kobe- 6 Kinder
od-Kowe- von den 6 Kindern starben 4 bereits im Kindesalter.
Der Sohn-; Adolf - ist Stammvater der
Karlsruherruher
und der Sohn Friedrich (Fritz) ist Stammvater der
Pforzheimer -; Linie

Von den sechs Söhnen des Bernhard stammen nahezu alle im Raume Karlsruhe / Pforzheim lebenden Bittighofer ab. Abzweigungen davon sind in Berlin, Düsseldorf, Stuttgart, Sindelfingen und Kärnten / Österreich zu finden.
+Die Bittighofer sind in den ca. 12 Generationen, die sie in Söllingen leben, mit vielen Söllinger Familien Verbindungen eingegangen. U. a. mit Kirchenbauer, Dörfler, Mall, Rupp, Fribolin (Friebele) Beeh, Müller, Weigel, Wenz, Weiß, Kußsmaul und über die Schulteißent0chter Dorothea ,zurück (über Rupp, Mall, Friibele) zu Frommel.
Über den Fortbestand der Sippe braucht man sich z.Zt noch keine Sorgen machen. Die Pforzheimer -, Karlsruher-, Nöttinger-, Singener- und Söllinger -Linien haben jeweils für männlichen Nachwuchs gesorgt .Möge es so bleiben.

Söllingen, im Mai 2007
Heinz Bittighofer
- Editiert von Nico am 15.06.2007, 13:30 -
- Editiert von Bill am 26.06.2007, 22:13 -
- Editiert von Bill am 26.06.2007, 22:25 -
- Editiert von Bill am 26.06.2007, 22:26 -
- Editiert von Bill am 07.07.2007, 15:56 -
- Editiert von Bill am 18.07.2007, 15:00 -
- Editiert von Bill am 18.07.2007, 20:08 -
- Editiert von Bill am 18.07.2007, 20:11 -



Bill

Bittighofer in Söllingen

Beitrag von Bill » Sa 4. Aug 2007, 13:23

Hallo sg. Walter, s.g. Konstantin,

den Hinweis von Walter auf die Biletter - Sammlung wollte ich ursprünglich wegen zu hoher Kosten nicht befolgen .Jetzt habe ich sie als letzte Möglichkeit , eine Verbindung der
Bütikofer von dem Ort Bütikofen nach Wohlen zu finden doch noch bestellt .Ich habe die 82 Blatt ab 1536 über die Bütikofer aus Bütikofen , Kernenried, Ersigen, fast zum halben Preis bekommen. Leider konnte ich keine Verbindung zu unseren Vorfahren nach Wohlen finden .
Sollte aber Sie oder ein anderer Kollege Interesse an den <Bütikofer haben gebe ich ihm gerne Einblick.


Bill.
- Editiert von Bill am 04.08.2007, 14:36 -



Konstantin Huber
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Trauernachricht Heinz Bittighofer

Beitrag von Konstantin Huber » Mo 24. Sep 2007, 15:09

Kürzlich erhielt ich die traurige Nachricht vom Tod des Forumsmitglied "Bill" alias Heinz Bittighofer.
Für alle, die ihn kannten, gebe ich nachfolgend die Mitteilung seines Sohnes Fred Bittighofer auszugsweise wieder:
Sehr geehrte Damen und Herren,
[...]
Ich möchte Sie heute darüber informieren, dass mein Vater am Mittwoch dem 05.09.2007 morgens um ca. 7:00 Uhr seinem Krebsleiden erlegen ist. Die Krebserkrankung war erst in den letzten Monaten bekannt geworden.
Der Tumor war schnellwachsend und für operative Eingriffe war er zu schwach, u.a. bedingt durch seine schon länger bekannte Parkinson-Erkrankung. Zuletzt konnte er sich nicht mehr selbständig bewegen und wurde
intravenös ernährt. Wir sind dankbar, dass er keinerlei Schmerzen erleiden musste und jetzt
erlöst ist. Zuletzt wollte er auch nicht mehr leben.
Sicher haben viele von Ihnen meinen Vater durch seine intensive Ahnenforschung kennengelernt.
Jetzt zählt er selbst zu den Ahnen.
In seiner Leidenszeit hat sich auch die Tragkraft unseres neuapostolischen Glaubens in schöner Weise bewiesen.
[...]
Ich grüße Sie herzlich,
Fred Bittighofer
Ich habe Heinz Bittighofer über das Forum kennen und schätzen gelernt und bedauere seinen viel zu frühen Tod sehr.


Konstantin Huber

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Bittighofer in Söllingen

Beitrag von Brian » Mo 24. Sep 2007, 21:21

Lieber Konstantin
Herzlichen Dank für die Mitteilung, auch wenn der Inhalt sehr traurig ist. Auch ich stand (wenn auch nicht intensiv) mit "Bill" in Kontakt und habe mir seinen Stammbaum genauer angesehen, der v.a. in meiner "alten Heimat" angesiedelt ist.
Gruss Brian



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