Hänsli von Romoos LU

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Felber
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Hänsli von Romoos LU

Beitrag von Felber » Sa 27. Sep 2014, 12:18

Guten Tag

Ich habe den Sterbeeintrag eines Bruder von einem Vorfahren gefunden, bei dem der Pfarrer eine längere lateinische Bemerkung angebracht hat. Bis auf ein paar Wörter konnte ich den Text entziffern, nur verstehe ich praktisch nichts davon. :oops:
Wäre jemand so nett und könnte mir bei den übrigen Wörtern helfen und meine Übersetzung eventuell ergänzen/korrigieren?

Was ich lesen konnte:
Cum dolores ob delicta (licxusia ?) in pueritia commissa in membro
virili et (rostea ?) quasi insanabiles rationem ejus impedientes in astum
mererissent nocte (esclliens ?) domo lagaeo sebi vitam misserime
eripuit et visitatus per praescriptas sine caeremoniis Christianis
in Caemeterio ad vesperas sepultus fuit in Rei Memoriam
Wie ich es übersetzen würde:
Mit Schmerzen wegen einem Vergehen/Verbrechen [...] Kindheit [...] in/an Glied
männlich/standhaft und rosenfarbig wie wenn unheilbar [...]
er hat es herausgerissen und [...] ohne christliche Feierlichkeit
auf dem Friedhof am Abend begraben worden in schuldigem Andenken.
Vielen Dank und freundliche Grüsse

Felber
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Zuletzt geändert von Wolf am Sa 25. Okt 2014, 20:06, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: urspr. Titel: Lese- und Lateinhilfe bei Sterbeeintrag von 1807



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Re: Hänsli von Romoos LU

Beitrag von Felber » Di 1. Dez 2015, 17:06

In der Zwischenzeit hat sich der Eintrag erledigt. Sinngemäss sollte es wohl etwa folgendes heissen:
Jüngling Peter, Sohn des Johann Hänsli und der Barbara Aregger, auf dem Schuberg, 19 Jahre alt, gestorben am 31.01.1807. Nachdem die Schmerzen aufgrund der in der frühen Jugend begangenen Ausschweifungen an seinem Glied und dann später, gleichsam unheilbar seine Vernunft beeinträchtigend, zu hohem Fieber führten [vmtl. Syphilis], sprang er nachts aus dem Haus und nahm sich auf elende Weise mit einem Strick das Leben. Nachdem er vorschriftsmässig untersucht wurde, wurde er ohne christliche Zeremonien gegen Abend auf dem Friedhof beigesetzt.
Gleichzeitig habe ich im Hintersässenbuch des Kanton Luzerns von 1544-1573 (Signatur: COD 3830/1) folgende interessante Einträge gefunden:
1567 werden Peter und Ulrich Hantzelo, genannt "Hanlins", aus "Rimo" im Herzogtum Mailand (evtl. Rima bei Rima San Giuseppe) stammend, gesessen auf dem Hof Salo im Willisauer Amt, als Hintersässen der Stadt Luzern angenommen. Ihr Bruder Johann Henseli aus dem Dorf "Rÿmen" im Herzogtum Mailand zog nach Romoos und wurde 1573 als Hintersässe der Stadt Luzern angenommen.

Somit dürften die Hänsli von Romoos (und wohl auch die von Emmen und Werthenstein) ursprünglich aus dem Herzogtum Mailand stammen, was beim doch typisch "schweizerischen" Namen eher überraschend ist.

Mit freundlichen Grüssen

Olivier Felber



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