Grüezi Wolf,
da offenbar bis jetzt "Vischon" in keinem Nachschlagewerk gefunden werden konnte, folgende Lösungsansätze:
• Liegt bei der aufgeführten Textstelle aus dem 14. Jh. allenfalls ein Lesefehler vor?
Was ergibt die Einsicht in den Originaltext?
• Könnte es sich bei den "zwei Schilling Vischon" um eine Naturalabgabe, z. B. von Fischen, im Wert von zwei Schilling handeln?
• Im
Archiv des Historischen Vereins des Kantons Bern, Bd. 38, 1945-1946, Heft 1, S. 37, der folgende Text vom 9.7.1364, um Fischereirechte , in dem "vischon" zweimal aufscheint.
In die Ära setzent si ruschen und netzen, daz si nüt tun süllent. Si verbietent ouch unsern botten, die an dem zug gant vischon, daz si nüt getürrent an sorg ihr libes dar komen, mit namen dem von Diesbach, der unser keiner was, dem verbutton si und trüton im an den lip, daz er nüt getorst, an dem zug uff unserm eigenen gute vischon ze unsren dürften.
Vielleicht findet sich unter den Lesenden ein/e Sprachwissenschaftler/in, der/die dazu einen Beitrag leisten könnte.
Bochtella