Lesehilfe Eherodel Mühlethurnen BE

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Renato
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Lesehilfe Eherodel Mühlethurnen BE

Beitrag von Renato » Mi 29. Mär 2017, 17:21

Liebe Forscherinnen und Forscher

Wer kann mir beim Entziffern dieses Eintrags von 1670 im Eherodel von Mühlethurnen helfen?

Den 19. Oktober Johannes Gmünder
ein gebohrner Appenzeller .............
..............................................
..............................................
..............................................
..............................................
..............................................
Mit Barbara................................
......................Wattenwil Kilchöri
..............................................
..............................................

Herzliche Grüsse
Renato
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Björn
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Re: Lesehilfe Eherodel Mühlethurnen BE

Beitrag von Björn » Mi 29. Mär 2017, 19:03

Moin,

ich habe da echt Schwierigkeiten. Beim Nachnamen hätte ich spontan Messerli gelesen, auch wenn mir da ein s fehlen würde.

lg Björn



Felber
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Re: Lesehilfe Eherodel Mühlethurnen BE

Beitrag von Felber » Fr 31. Mär 2017, 16:37

Guten Tag Renato

Das ist wirklich ein schwer lesbarer Eintrag. Ich kann dir deshalb leider nicht viel weiterhelfen. Ich lese den Tag allerdings als 17. und nicht 19. Oktober. Den Namen der Frau wurde ich zu Beginn mit Sicherheit als "Mae" lesen. Danach folgt wohl ein "h" oder "s", der Rest ist nicht lesbar. Die letzten Wörter sind: "auch in d. [?] sich aufhaltend".

Der Pfarrer schrieb in dieser Zeit öfters Bemerkungen zu den Ehepaaren. Vielleicht lohnt es sich, andere Einträge anzuschauen. Eventuell stösst du dort auf ähnliche Formulierungen, die - verglichen mit diesem Eintrag - besser lesbar sind.

Mit lieben Grüssen

Olivier



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Re: Lesehilfe Eherodel Mühlethurnen BE

Beitrag von MIG » Mo 3. Apr 2017, 22:02

1
2
3 be bu ij... zur
4 schün...hi.... Jud? faltz
5 luni ij Eggerstanden (?Möglich Ort an der Kantonsgrenze Appenzells)
6 Autenti
7 w
8 des aber auf
9

Soweit meine Erkenntnis zu dem bereits bekannten Zeichen


Michael Steuer

Renato
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Re: Lesehilfe Eherodel Mühlethurnen BE

Beitrag von Renato » Mi 5. Apr 2017, 22:54

Allen schon mal herzlichen Dank für die Beiträge!

Bisher lese ich Folgendes (weitere Kommentare und Ergänzungen bzw. Korrekturen willkommen):

Den 17. Oktober Johannes Gmünder
ein gebohrner Appenzeller, wohnt
aber bei ky.................. zur
Sünschien In der Kurpfalz
..............................................
Autentischen Schein, sedis
Wolfhalden................................
Mit Barbara Messerli
ywohnt Wattenwil Kilchöri
Doch aber auch in der Pfalz sich
aufhaltend.

Mich interessiert dieser Zufallsfund, weil ich in meinem Stammbaum in einer ganz anderen Linie auch Gmünder aus AR habe. Eine Verbindung BE-AR scheint es somit schon im 17. Jh. gegeben zu haben.
Beste Grüsse
Renato



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Re: Lesehilfe Eherodel Mühlethurnen BE

Beitrag von Björn » Do 6. Apr 2017, 12:32

Moin,

Orte wie Sünschien gibt's an der Nordsee, aber nicht im Gebiet der Kurpfalz. Ich meine mich zu erinnern, daß Sünsheim ein älterer name für Sinsheim ist. Sinsheim war bis 1803 Teil der Kurpfalz.

lg Björn



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Re: Lesehilfe Eherodel Mühlethurnen BE

Beitrag von Felber » Do 6. Apr 2017, 17:25

Guten Abend Renato

Anbei noch ein paar (kleinere) Vorschläge, wie ich es lese:

1. Zeile: "Gmünter" und nicht "Gmünder".
3. Zeile: evtl. "aber bey u[nd] Ynwohner", evtl. "zue" statt "zur".
4. Zeile: "Sünsheim" statt "Sünschien" (siehe Antwort von Björn), "Churpfaltz" statt "Kurpfalz".
5. Zeile: evtl. "laut yngelegten u[nd] obgeschrieben".
7. Zeile: "Wolfhaltens" statt "Wolfhalden", danach evtl. "u[nd] rechten Christenthumbs"
8. Zeile: ist "Messerli" aus anderen Quellen gesichert? Die Endung scheint mir nicht ganz zu passen.

Die vermuteten Ergänzungen sollte man aber sicher noch genauer prüfen, da ich mir dort nicht ganz sicher bin.

Das letzte Wort in der 2. Zeile lese ich nicht als "wohnt". Vielleicht heisst es "yezund" oder etwas ähnliches (im Sinne von jetzt). Selbiges für den Beginn der 9. Zeile.

Beim letzten Wort in der sechsten Zeile bin ich mir nicht sicher, ob es "sedis" heisst. Was es ansonsten ist, kann ich aber auch nicht sagen.

Mit lieben Grüssen

Olivier



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Re: Lesehilfe Eherodel Mühlethurnen BE

Beitrag von Renato » Fr 7. Apr 2017, 11:52

Herzlichen Dank für eure Mithilfe. Dank dieser Teamarbeit konnte das Rätsel gelöst werden:

Den 17. Oktober Johannes Gmünter
ein gebohrner Appenzeller, ytzund
aber bey u. Ynwohner zue
Sünsheim In der Churpfalz
laut yngelegten u. apgschriebnen
Autentischen Scheins, sedis
Wolfhaltens u. recht. Christenthumbs
Mit Barbara Mässerli
ytzund Wattenwil Kilchöri
Doch aber auch in der Pfalz sich
aufhaltend.

Und hier das Ganze noch in heutigem Deutsch:

Mühlethurnen, den 17. Oktober 1670
Johannes Gmünder, ein gebürtiger Appenzeller, jetzt aber wohnhaft in Sinsheim in der Kurpfalz.
Laut vorgelegtem und abgeschriebenem authentischen Schein: Sitz in Wolfhalden und reformierten Glaubens.
Mit Barbara Messerli, jetzt wohnhaft in der Kirchgemeinde Wattenwil, hält sich aber auch in der Pfalz auf.

Kindstaufen habe ich bisher weder in Mühlethurnen noch in Wattenwil noch in Wolfhalden gefunden. Vielleicht gibts entsprechende Taufeinträge in Sinsheim.
Der Name Messerli ist im Vergleich zu anderen Messerli-Einträgen eindeutig als solcher zu lesen (vgl. Bilder).

Barbara Messerli könnte am 7.2.1647 in Mühlethurnen als Tochter von Ulrich und Verena Hofmann getauft worden sein.
Johannes Gmünder könnte am 11. Mai 1642 in Herisau als Sohn von Jöri und Verena Bühler getauft worden sein.
Beides muss aber noch erhärtet werden.

Nochmal vielen Dank und beste Grüsse
Renato
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