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Billet-Ahnenforschung
Verfasst: Mo 27. Jun 2005, 10:17
von Billet ex KA
Hallo allerseits,
Ich erforsche meine schweizer Vorfahren die Familie Billet aus dem Canton Bern. Die von mir bisher erforschten Orte sind "Wimmis, Wahlern, Zweisimmen, Neuenegg, Rüeggisberg"". Wahrscheinlich gibt es auch in den Orten "Thörishaus und Thurnen" Billet-Vorfahren. Wer ist bei seinen eigenen Forschungsarbeiten schon mal auf diesen Namen gestoßen? Bin für alle Hinweise dankbar.
Gruß
Klaus W. Billet aus Karlsruhe / Baden
Billet im Kanton Bern
Verfasst: Mo 27. Jun 2005, 11:31
von Wolf
In der "modernen" Ausgabe des
Familiennamenbuchs (also Stand 1962) ist Billet nicht aufgeführt - genannt dagegen ist es in der "alten" Ausgabe von 1940: seit vor 1800 verbürgert in Wimmis, plus eine im 20.Jhdt. in Bonfol (beides BE) eingebürgerte Einzelperson. Die Familie scheint also zwischenzeitlich in der Schweiz ausgestorben zu sein.
Billet im Kanton Bern
Verfasst: Mi 6. Jul 2005, 08:51
von Billet ex KA
Hallo Wolf,
Vielen Dank für diese Info. Nun, diese Tatsache mit der Löschung meines Familiennamens aus dem schweizer Familiennamenbuch in der 1962er Ausgabe hatte ich schon mal vor Jahren in Erkundung gebracht. Inzwischen frage ich mich aber, was es für Gründe gab diesen Familiennamen zu streichen. Denn dieser Familienname taucht schon sehr früh in Wimmis auf (ca. 1590) und in Zweisimmen sogar schon um 1560. In Wimmis starb dieser Name erst um 1800 aus! Ein Teil der Wimmiser Billet wanderten um 1700 nach Baden aus und zwar nach Lahr und nach Rüppurr (heute Stadtteil von Karlsruhe). Ein weiterer Familienzweig wanderte wohl schon um 1600 über das Elsass nach Baden aus und läßt sich derzeit bis nach Neuenegg bei Bern zurückverfolgen. An Nachfahren dieser 3 großen Familienzweige wurden Gen-Tests durchgeführt und damit eine 100%ige Verwandtschaft nachgewiesen.
Ich bin für alle Hinweise über den Ursprung und Aufenthaltsorte der Familie Billet in der Schweiz dankbar.
Gruß
Klaus W. Billet aus Karlsruhe / Baden
"Streichung" im Familiennamenbuch
Verfasst: Mi 6. Jul 2005, 19:04
von Wolf
Die Frage nach der "Streichung" im Familiennamenbuch ist bei den
Hinweisen für die Benützung des Familiennamenbuches zuoberst schon beantwortet: "Das Familiennamenbuch enthält in der amtlichen Schreibweise die Namen der Geschlechter, die 1962 in einer schweizerischen Gemeinde das Bürgerrecht besassen.". Es kann also nicht von Streichung die Rede sein - sondern bei der Erhebung der Daten im Jahre 1962 gab es einfach keine Schweizer Bürger dieses Namens mehr, die hätten erfasst werden können.
Bleibt höchstens die Frage - warum hat man dieses Kriterium gewählt? Da fallen mir einige Gründe ein, obwohl ich mich nicht für deren Stichhaltigkeit verbürgen kann (ich war damals ja nicht beteiligt):
1. Die Erhebung fand unter Beteiligung (Federführung?) der Schweizerischen Zivilstandsbeamten statt, für die das Familiennamenbuch in erster Linie ein Hilfsmittel bei der täglichen Arbeit ist. Namen, die in heute zu bearbeitenden Zivilstandsfällen nicht mehr auftauchen können, sind in diesem Zusammenhang nicht interessant.
2. Welches andere Kriterium für die Aufnahme hätte sich angeboten, das nicht sofort zu langen Diskussionen geführt hätte, welche ausgestorbenen Geschlechter es "verdienen", im Familiennamenbuch immer noch geführt zu werden?
3. Wer hätte die Forschung machen sollen, welche ausgestorbenen Familien wo irgendwann einmal Bürger waren?
4. Vmtl. gibt es noch weitere Gründe.
Billet im Kanton Bern
Verfasst: Mi 6. Jul 2005, 20:02
von Billet ex KA
Hallo Wolf,
Vielen Dank für die umgehende Antwort! Nun, das ist des Rätsels Lösung. Diese Verfahrensweise der Autoren ist verständlich und macht natürlich Sinn.
Würde es demnächst eine aktualisierte Neuauflage geben, müßten demnach wieder "Billet" darin enthalten sein. Denn zwischenzeitlich sind wohl einige Billet aus Frankreich in der Schweiz ansässig geworden. Außerdem, einer meiner deutschen Familienmitglieder aus Freiburg hat in die Schweiz geheiratet und hat dort eine Familie gegründet.
Ich bin zur Zeit gerade dabei die Microfilme von "Wahlern" (Kanton Bern) bei den Mormonen hier in Karlsruhe durchzuarbeiten und hab auch wieder einige Funde gemacht. Weiterhin müßte ich noch die Orte "Thurnen" und "Thörishaus" durchsuchen. Hat da in der Schweiz zufällig jemand schon Forschungen gemacht? Für "Thörishaus" kann ich im Mormonen-Verzeichnis leider keine Microfilme finden! Ist dieser Ort vielleicht bei einer anderen Kirchengemeinde mitenthalten, oder wurde dieser Ort noch nicht verfilmt?
Gruß,
Klaus W. Billet
Neuauflage Familiennamenbuch?
Verfasst: Mi 6. Jul 2005, 21:43
von Wolf
Eine Neuauflage des Familiennamenbuches ist m.W. nicht vorgesehen - und ich kann es mir auch nicht vorstellen, wenn man sieht, welcher Stellenwert heute dem "Datenschutz" zugeschrieben wird. Dazu kommt, dass die Zivilstandsämter durch
InfoStar heute Möglichkeiten haben (oder bald haben werden), die etwas wie das Familiennamenbuch für ihre Zwecke zum Auslaufmodell macht.
Ob bei einer Neuauflage Billet wieder vorkäme, hängt übrigens nicht davon ab, ob heute wieder Billet in der Schweiz ansässig sind: sie müssten Schweizer Bürger(!) sein - siehe dazu die
Grundzüge des Schweizer Bürgerrechts.
Forschung in Thurnen und Thörishaus
Verfasst: Mi 6. Jul 2005, 22:28
von Wolf
Es gibt zwei Thörishaus (Dörishaus): eines gehört zur Pfarrei Könitz, das andere zu Neuenegg; da Neuenegg in Deinen Forschungen nun schon vorkommt, würde ich das dortige für wahrscheinlicher halten.
Wer dort forscht, kann ich leider nicht sagen. Ich würde empfehlen, sich an die GHGB zu wenden:
Hans Minder hat dort den Überblick, welche Gebiete von den Mitgliedern der Berner Gesellschaft erforscht werden.
Billet aus Rüppurr KA
Verfasst: Sa 5. Mai 2007, 10:03
von Konstantin Huber
Zufallsfund:
Peter BILLET von Rüppurr will die Wirtschaft auf dem Karlshäuserhof bei Dürrn betreiben.
Quelle: Generallandesarchiv Karlsruhe 229/51680.