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Demuth in Schaffhausen SH
Verfasst: Sa 13. Jul 2013, 23:31
von Thomas1805
Hallo Zusammen!
Sagt jemandem im Kanton SH der Name Clais Demuth etwas? Geboren vermutlich zwischen 1435 und 1440 in Schaffhausen, später Zunftmeister der Kürschner und Schultheiss in St. Wendel bei Saarbrücken, gestorben 1497 in St. Wendel. Über einen Hinweis würde ich mich freuen!
Herzlichen Gruß und Danke - Thomas
Re: Demuth aus Schaffhausen
Verfasst: So 14. Jul 2013, 00:24
von G.F.
Hallo Thomas,
aus Die Geschichte der Stadt St. Wendel von Max Müller:
Die Familie Demuth wanderte 1462 in SANKT WENDEL zu.
Clais Demuth, der Schwiegersohn des reichen, am oberen Tore wohnhaften Kürschners Wilhelm KNEYFFGIN, der bald auch Ratsherr und Schultheiß wurde. Fast alle Zuwanderer waren Handwerker.
Im 15. Jahrhundert wanderte ein Kürschner namens Klaus Demuth aus Schaffhausen in der Schweiz, nach St. Wendel aus. Er schrieb damals seinen Namen : Eriß Dyemùot. Kleist/CLAIS = Nikolaus DEMUTH (* ca. 1435)- 1440 + nach 1497 in St. Wendel, Kreis St. Wendel, Saarland, Deutschland
Beruf: Kirchenmeister, Schultheiß, Zunftmeister des Kürschnerstandes. Religion: römisch katholisch.
Bemerkungen: 1462 in St. Wendel genannt; 1479-1495 Schultheiß; 1497 Kirchenmeister von St. Wendel, Anno 1498 taucht in den Zunftlisten des Kürschnerhandwerks der „Herre Nycolaus Demut von Sant wendelyn auf.
lt. Zunftlisten: „Clais Dyemmuot Kneyffgis eydem (= Klaus Demuth, Schwiegersohn des Kneyffgen
Als päpstlicher und kaiserlicher Notar zählte Nicolaus Demut zu den wenigen Siegelberechtigten der Stadt. Sein Siegel bestand aus einem Ast, auf dem senkrecht ein Lindenblatt steht. Daneben befanden sich die Initialen n und d (Urkunde vom 25.01.1506).
Im Jahre 1506 an der St. Wendler Kirche Altarrist. Nicolaus Demut war für den Dreifaltigkeitsaltar zuständig und legte hierfür ein Inventarverzeichnis an. Daneben war er als Notar tätig. In dieser Eigenschaft wohnte er am 02.07.1506 einem für die Stadtgeschichte historischen Ereignis bei, nämlich der Ueberführung der Gebeine des hl. Wendelin in die Grabeskirche. In einem Testament vom 12.12.1533 im Kirchengrundgerichtsprotokollbuch urkundet er folgendermaßen: „Et ego Nicolaus Demut de Sancto Wendalino clericus Treverensis dioecesis publicus Sacra imperiali auctoritate Notarius.
Gruss
Georg
Re: Demuth in Schaffhausen SH
Verfasst: So 14. Jul 2013, 16:01
von Wolf
Falls nicht schon bekannt - Clais Demut(h) kommt in gedbas mehrfach vor:
http://gedbas.genealogy.net/person/show/1130759255
http://gedbas.genealogy.net/person/show/1121694258
http://gedbas.genealogy.net/person/show/1129183466
Das bringt vmtl. keine neuen Informationen - aber Kontakt zu anderen Forschern, die an der Linie interessiert sind.
Re: Demuth in Schaffhausen SH
Verfasst: So 14. Jul 2013, 21:05
von Thomas1805
Danke an Euch beide!!
Thomas
Re: Demuth in Schaffhausen SH
Verfasst: Di 1. Apr 2014, 21:08
von dz
Ich habe so meine Zweifel, ob er wirklich aus Schaffhausen in der Schweiz stammte:
Schaffhausen ist der drittgrößte Ortsteil (Gemeindebezirk) der Großgemeinde Wadgassen im Landkreis Saarlouis (Saarland). Der Ort wird zum ersten Mal als Zhafhusen in einer Urkunde aus dem Jahr 1325 erwähnt. Schaffhausen war der Ort, an dem die Schafe der Abtei Wadgassen hausten, also weideten. Durch Schaffhausen fließt die Bist, ein kleiner Bach, der in Wadgassen in die Saar mündet. (aus Wikipedia)
Dirk
Re: Demuth in Schaffhausen SH
Verfasst: Do 3. Apr 2014, 06:13
von elias
Hallo Dirk das interessiert mich jetzt da es meinen Vorfahr betrifft
gibt es einen konkreten Grund für Deine Zweifel hinsichtlich der Abstammung aus der Schweiz
Re: Demuth in Schaffhausen SH
Verfasst: Sa 5. Apr 2014, 18:18
von dz
elias hat geschrieben:Hallo Dirk das interessiert mich jetzt da es meinen Vorfahr betrifft
gibt es einen konkreten Grund für Deine Zweifel hinsichtlich der Abstammung aus der Schweiz
1. Ich habe die Quellen, die es anscheinend im Stadtarchiv St. Wendel dazu gibt, nicht gelesen, weiß also nur, dass es allgemein heißt, er stamme aus der Schweiz. Es wäre schön, wenn es einen Leser gäbe, der zu den Quellen mehr weiß. Da müßte dann schon ein Hinweis darauf drin stehen, dass tatsächlich das Schaffhausen in der Schweiz gemeint ist.
2. Ich frage mich, wieso einer aus Schaffhausen in der Schweiz zu der damaligen Zeit ins Saarland kommen sollte. Es gibt Auswanderer aus Schaffhausen nach Deutschland, die sind aber in Baden "hängengeblieben" (siehe z.B. die
HATT, ein anderer thread hier im forum). So bedeutend war St. Wendel damals wohl nicht.
3. Ich habe bisher keinerlei Hinweis darauf gefunden, dass es den Namen Demuth in Schaffhausen CH überhaupt gibt oder gab. Man kann die KB von Schaffhausen CH in familysearch einsehen (ich hab sie allerdings noch nicht alle durch). Aber auch in den einschlägigen Datenbanken habe ich bislang keinen Hinweis gefunden.
Deshalb scheint es mir wesentlich plausibler, zunächst mal auch in Erwägung zu ziehen, dass es vielleicht Schaffhausen bei Wadgassen war. Das ist natürlich nichts Konkretes, ich habe auch nichts Konkretes für das Gegenteil.
Dirk
Re: Demuth in Schaffhausen SH
Verfasst: Sa 5. Apr 2014, 22:11
von elias
Hallo Dirk
Info über St.Wendel
Im 15. Jahrhundert erlebt St. Wendel eine erste Blütezeit. Die wohlhabende Stadt wird wirtschaftlich zum Mittelpunkt eines weiten Gebietes. Frühzeitig bildeten sich gewerbliche Innungen und Zünfte, unter denen sich das Handwerk zur schönsten Blüte entfaltete.
Da ist es dann doch möglich, dass die Handwerker von weit her kommen, um gutes Geld zu verdienen.
Re: Demuth in Schaffhausen SH
Verfasst: So 6. Apr 2014, 09:38
von dz
elias hat geschrieben:Hallo Dirk
Info über St.Wendel
Im 15. Jahrhundert erlebt St. Wendel eine erste Blütezeit. Die wohlhabende Stadt wird wirtschaftlich zum Mittelpunkt eines weiten Gebietes. Frühzeitig bildeten sich gewerbliche Innungen und Zünfte, unter denen sich das Handwerk zur schönsten Blüte entfaltete.
Da ist es dann doch möglich, dass die Handwerker von weit her kommen, um gutes Geld zu verdienen.
Mag sein, und dann kommt einer aus der Schweiz und wird gleich Bürgermeister, das will mir nicht so recht einleuchten.
Dirk
Re: Demuth in Schaffhausen SH
Verfasst: So 6. Apr 2014, 09:51
von elias
Seine Ämter bekam er durch den Einfluss seines Schwiegervaters
Aber wenn er aus Schaffhausen im Saarland ist,wäre es dasselbe.
Warum wird ein Fremder Bürgermeister und mehr
Hat also nichts mit der Schweiz zu tun
Nachtrag Sein Sohn Conrad war übrigens Bürgermeister
Claus Demuth war Schultheis,Kirchenmeister,Zunftmeister der Kürschner,
Die Familie Demuth wanderte 1462 in SANKT WENDEL zu. Clais Demuth, der Schwiegersohn des reichen, am oberen Tore wohnhaften Kürschners Wilhelm KNEYFFGIN, der bald auch Ratsherr und Schultheiß wurde. Fast alle Zuwanderer waren Handwerker. (Aus Die Geschichte der Stadt St. Wendel von Max Müller)
Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass es sich bei Clais DEMUTH um Kleist DEMUTH handelt (Willi Mohrbacher
Im 15. Jahrhundert wanderte ein Kürschner namens Klaus Demuth aus Schaffhausen in der Schweiz, nach St. Wendel aus. Er schrieb damals seinen Namen : Eriß Dyemùot. Hier heiratete er die Tochter des reichen Kürschnermeister
Eriß Dyemùot. / Kleist/CLAIS = Nikolaus DEMUTH (* ca. 1435)- 1440 + nach 1497 in St. Wendel, Kreis St. Wendel, Saarland, Deutschland
Beruf: Kirchenmeister Schultheiß, Zunftmeister des Kürschnerstandes. Religion: :römisch katholisch.
Bemerkungen: 1462 in St. Wendel genannt; 1479-1495 Schultheiß; 1497 Kirchenmeister von St. Wendel, Anno 1498 taucht in den Zunftlisten des Kürschnerhandwerks der „Herre Nycolaus Demut von Sant wendelyn pferner zu Bliese�oe auf.
Zunftlisten lautet: „Clais Dyemmuot Kneyffgis eydem�oe (= Klaus Demuth, Schwiegersohn des Kneyffgen
Als päpstlicher und kaiserlicher Notar zählte Nicolaus Demut zu den wenigen Siegelberechtigten der Stadt. Sein Siegel bestand aus einem Ast, auf dem senkrecht ein Lindenblatt steht. Daneben befanden sich die Initialen n und d (Urkunde vom 25.01.1506).
Im Jahre 1506 begegnet er uns an der St. Wendler Kirche als Altarrist.�oe Nicolaus Demut war für den Dreifaltigkeitsaltar zuständig und legte hierfür ein Inventarverzeichnis an. Daneben war er als Notar tätig. In dieser Eigenschaft wohnte er am 02.07.1506 einem für die Stadtgeschichte historischen Ereignis bei, nämlich der �oeberführung der Gebeine des hl. Wendelin in die Grabeskirche. In einem Testament vom 12.12.1533 im Kirchengrundgerichtsprotokollbuch Urkundetee er folgendermaßen: „Et ego Nicolaus Demut de Sancto Wendalino clericus Treverensis dioecesis publicus Sacra imperiali auctoritate Notarius.�oe
170 PfA St. Wendel , US 75, 1479 August 15 (uff unserer lieben frauwen tag Assumpcionis[= Maria Himmelfahrt]
Johann Voit ( = Vogt ) zu Hunolstein und seine Frau Agnes von Perment verkaufen um 50 Gulden, nämlich um 30 Gulden „an gulden, swaren rhinschen gulden, montzen der kurefursten am ryne�oe und um 20 Gulden an Geld, den Gulden zu 24 Weißpfennigen, dem Pfarrer Heynrich Stutzel und dem derzeitigen Brudermeister, Schultheiß Clais Demut von Schaiffhusen des lieben Heilands und der hl.. Kirche sant Wandalins, eine am St. Martinstage in St. Wendel zu zahlende Gült von 3 Gulden zu je 24 alb von ihren Gütern und Erbschaft genannt Bartz - Erbe und Breuß - Erbe zu Nunkyrchen, auf denen Hans und Clais, Münnings Söhne von Nunkirchen, sitzen. Als Unterpfand geben sie ihnen den genannten Besitz. Der Verkauf geschah vor dem Schultheiß und den Schöffen des Gerichts Nunkirchen, welche mangels eines eigenen Siegels den Johann Pastor zu Bunsen (= Bosen), „unsern lieben Herrn�oe, um Besiegelung bitten.
Siegler: Die beiden ausstellenden Ehegatten
und Pastor Johann von Bunsen
Geben 1479 uff unser lieben frauen tag assumtionis�oe [= Maria Himmelfahrt]
188 PfA St. Wendel, US 92 1489 November 28 (uff samstag nest nach sant Kathrinen tag)
Schultheiß und Schöffe von Schaffhausen wird genannt
191 PfA St. Wendel, US 95 1490 Juni 7
Mathias von Gondorf (Gontorff) als Pfarrer von St. Wendel und der Brudermeister Nikolaus (CLAIS) Demuth von Schaffhausen (Schaiffhusen) und Peter von Roßberg bestätigen den Empfang von 40 rheinischen Gulden, die Junker Adam von Soetern....
gegeben 1490 Juni 7 (uff montag nest nach dem sontag der heyligen dryvaltickeyt)
192 PfA St. Wendel, 1490 Dezember 21 uff sant Thomastag des heyligen apostelnn)
Nikolaus (Clais ) von Trarbach und seine Frau EVA erpachten von dem (Pfarrer) Mathias von Gondorf (Guntdorff), dem Schultheiß Nikolaus Demut von Schaffhaussen und Peter Roßberg, Brudermeister der Kirche von St. Wendel die Mühle zu Niederlinxweiler (Nyderwiller) mit allem Zubehör.......
1462 in St. Wendel genannt; 1479-1495 Schultheiß;
1479 August 15 (uff unserer lieben frauwen tag Assumpcionis[= Maria Himmelfahrt], Johann Voit ( = Vogt ) zu Hunolstein und seine Frau Agnes von Perment verkaufen um 50 Gulden, nämlich um 30 Gulden an gulden, es waren rheinschen gulden, montzen der kurefursten am ryne und um 20 Gulden an Geld, den Gulden zu 24 Weipfennigen, dem Pfarrer Heynrich Stutzel und dem derzeitigen Brudermeister, Schultheiß Clais Demut von Schaiffhusen des lieben Heilands und der hl.. Kirche sant Wandalins, eine am St. Martinstage in St. Wendel zu zahlende Gelt von 3 Gulden zu je 24 alb von ihren Gütern und Erbschaft genannt Bartz - Erbe und Breuß - Erbe zu Nunkyrchen, auf denen Hans und Clais, Münnings Söhne von Nunkirchen sitzen. Als Unterpfand geben sie ihnen den genannten Besitz. Der Verkauf geschah vor dem Schultheiß und den Schöffen des Gerichts Nunkirchen, welche mangels eines eigenen Siegels den Johann Pastor zu Bunsen (= Bosen), unseren lieben Herrn um Besiegelung bitten.
Siegler: Die beiden ausstellenden Ehegatten, und Pastor Johann von Bunsen, Geben
1479 August 15 (uff unserer lieben frauwen tag Assumpcionis[= Maria Himmelfahrt188 PfA St. Wendel, US 92] 170 PfA St. Wendel, US 75
1489 November 28 (uff samstag nest nach sant Kathrinen tag), Schultheiß und Schöffe von Schaffhausen wird genannt,
191 PfA St. Wendel, US 95
1490 Juni 7, Mathias von Gondorf (Gontorff) als Pfarrer von St. Wendel und der Brudermeister Nikolaus (CLAIS) Demuth von Schaffhausen (Schaiffhusen) und Peter von Roßberg bestätigen den Empfang von 40 rheinischen Gulden, die Junker Adam von Soetern, gegeben
1490 Juni 7 (uff montag nest nach dem sontag der heyligen dryvaltickeyt),
192 PfA St. Wendel,
1490 Dezember 21 uff sant Thomastag des heyligen apostelnn), Nikolaus (Clais) von Trarbach und seine Frau EVA erpachten von dem (Pfarrer) Mathias von Gondorf (Guntdorff), dem Schultheiß Nikolaus Demut von Schaffhaussen und Peter Roßberg, Brudermeister der Kirche von St. Wendel die Mühle zu Niederlinxweiler (Nyderwiller) mit allem Zubehör,
PfA St. Wendel, US 99,
1494 August 24, Peter HOLGES und seine Frau Katharina KETGIN verkaufen eine Jahrrente von einem rheinischen Gulden aus ihren drei Wiesen, deren Lage im einzelnen beschrieben wird., - eine Wiese in der niedersten Basenbach zwischen Hans RUFFERS und LEDDERMENGERS Wiesen, welche der Frühmesser und BECKERS Kinder alle zwei Jahre im Wechsel innehaben und nutzen;, - die zweite Wiese liegt in der obersten Basenbach zwischen Schutzgin und Clockhabern;, - die dritte Wiese liegt unterhalb Kodernborn, genannt Pennwertt, und grenzt unten herauf unmittelbar an die Bieberau (Byberaue), Die Jahrrente wird den Priestern oder dem Präsenzmeister der Kirche von St. Wendel für 20 gute rheinische Goldgulden verkauft uns ist jeweils am 24. August fällig. Die 20 Gulden sind bereits durch den Pfarrer und die Altaristen bezahlt worden .Zur Sicherheit verpfänden die Eheleute die drei genannten Wiesen, die ihr freies unbeschertes, unverpfändetes Eigentum sind, notfalls auch ihre ganze übrige Habe, ob beweglich oder unbeweglich. Zeugen sind Nikolaus Demut von Schaffhausen als Schultheiß, Peter Rosberg, Hans (Henselin) Sadteler, Hans Becker, Wilhelm Metzler und This Kurssenner, allesamt Schöffen des Gerichts von St. Wendel, Peter Holges und Katharina bitten den Schuldheiß und die Schöffen als das Gericht von St. Wendel um Besiegelung, Gegeben und geschehen
1494 August 24 (uff sannt Bartholomeustag des heyligen aposteln),
PfA Januar 20, US 103, 1498 Januar 30 (1497 stil. Rev.)
1497 uff sant Sebastianus Tag, Ritter Arnold von Siersberg (Siersburg), Herr zu Dillingen und seine Frau Katharina von Esch (Esche), Frau zu Dillingen bekunden, dass¯ sie dem Pfarrer Hermann von Siegen zu St. Wendel und den Altaristen dort selbst eine Jahresrente von 2 rheinischen Goldgulden aus ihrer Kellnerei zu St. Wendel verkauft haben, die der Amtsmann und Kellner des Kurfürsten zu Trier in St. Wendel den genannten Geistlichen oder dem Präsenzmeister geben soll, bevor er den Ausstellern die anderweitigen, ihnen zustehenden Zahlungen leistet. Pfarrer und Altaristen haben für die Jahres gelt 40 rheinische Goldgulden entrichtet, worüber die Eheleute hiermit quittieren, und zur Sicherheit, verpfänden sie einen Schuldbrief des Erzbischofs von Trier, lautend auf 20 rheinischen Gulden Jahresrente aus der Kellnerei St. Wendel. Diese Schuldverschreibung ist im Besitz des Pfarrers Herman von Siegen, des Nikolaus Demut und des--
1497 Kirchenmeister von St. Wendel,
Anno 1498 taucht in den Zunftlisten des Kürschnerhandwerks der ältere Nycolaus Demut von Sant wendelyn ferner zu Bliesen auf. Zunftlisten lautet:
Clais Dyemmuot Kneyffgis eydem (= Klaus Demuth, Schwiegersohn des Kneyffgen.
Als päpstlicher und kaiserlicher Notar zählte Nicolaus Demut zu den wenigen Siegelberechtigten der Stadt. Sein Siegel bestand aus einem Ast, auf dem senkrecht ein Lindenblatt steht. Daneben befanden sich die Initialen n und d (Urkunde vom 25.01.1506).
Im Jahre 1506 begegnet er uns an der St. Wendler Kirche als Altarrist. Nicolaus Demut war für den Dreifaltigkeitsaltar zuständig und legte hier ein Inventarverzeichnis an. Daneben war er als Notar tätig. In dieser Eigenschaft wohnte er am 02.07.1506 einem für die Stadtgeschichte historischen Ereignis bei, nämlich der �oeberführung der Gebeine des hl. Wendelin in die Grabeskirche. In einem Testament vom
12.12.1533 im Kirchengrundgerichtsprotokollbuch Urkundete er folgendermaßen:
Et ego Nicolaus Demut de Sancto Wendalino clericus Treverensis dioecesis publicus Sacra imperiali auctoritate Notarius.
170 PfA St. Wendel , US 75,........,
Einwohnerbuch St. Wendel - Die geschichtlichen Personen vor 1500 von Rudolf Gerber
oo St. Wendel, Saarland Deutschland um 1462 ... KNEYFFGEN
2 Kinder von Nr. 1
2. DEMUTH, Nicolaus
3. DEMUTH, Conrad, * Schaffhausen Schweiz 1480, + St. Wendel vor 1554,
Er wird 1510 als Bürgermeister erwähnt, er führt noch die Herkunftsbezeichnung "von Schaffhausen". 1510 trat er der Sebastianus Bruderschaft bei.
oo um 1510 Agnes KNUCHGINS, + Saarbrücken nach 1554,
1554: Graf Philipp selig hat mit KRUCHGINS Agnes vereinbart dass diese ihre Wittum an dem
Haus, neben Heinrich SCHMITTEN zu Saarbrücken genießen soll und es soll an den Grafen fallen
der sie ihr Leben lang dafür unterhalten soll. Sie hat eine Schwester zu St. Wendel und ihre Söhne
Niklaus und Hauprecht DEMUT, Gebrüder zu St. Wendel welche als Erben jährlich 10 Saarbrücker
Gulden erhalten sollen,
(Q.: LAS. Abt. 22-2445 S. 403 anno 1554)
3 Kinder von Nr. 3
4. DEMUTH, Hauprecht, * um 1510, + St. Wendel um 1570, , Huprecht DEMUTH (* ca. 1510) + zw. 1569 u. 1583 in St. Wendel, Kreis St. Wendel, Saarland, Deutschland,
Huprecht DEMUTH Rufname, Spitznamen: Hauprecht, Beruf Schuhmacher.,
1543 ein Demut Huprecht schreibt sich In die Listen der Sebastiansbruderschaft ein,
1543-1569 in St. Wendel genannt; Stammhaus der Hauperts (Demuth) war das Haus unterhalb von Kürßners Haus ,
1555: Hans Neubecker hat umb (von) Haupert Schuhmacher den Wiesenplatz neben den Kodtwiesen gekauft,
(Q.: Stadtarchiv St. Wendel A 42 S. 148),
1562: Haupert Schuhmacher und Derschdorff Wilhelm haben miteinander getauscht umb (mit) dem Rech an der Höhe im Weingarten und ein Feld bei St. Wendel-Born,
(Q.: Stadtarchiv St. Wendel A 42),
1565: Haupert Schuhmacher und Baltes Schwiegertochter erlangen von Peter Cuhn ein Feld bei St. Wendel-, Born und einen Garten beim Reichenborn der aus Büschen bestanden hatte, (Q: Stadtarchiv St. Wendel A 42 S. 142),
1568: Haupert Schuhmacher in St. Wendel genannt,
(Q.: Stadtarchiv A 16 S. 17) St.Wendel,
1569 heißt es in den Listen (Schatzungs- und Hirtenlohnregistern: Hupert (Haupert) der Wißner, Haupert der Schneider, Haupert der Wolleweber, Willem und Haupert, Schuhmacher, Niclos Kürßner und Nicloß der junge Kürßner, ohne den Namen Demuth zwischen 1569 bis 1574 eingetragen
5. DEMUTH, Jacob, * um 1520, + St. Wendel um 1592, Spitalmeister und Bürgermeister
6. DEMUTH, Niclas, * um 1526, + St. Wendel 1595/1607, Im Jahre
1596 legte Nicolaus "hochbetagt" sein Amt als Stadtschreiber nieder.,
1566: Nicloß Kürßner an Verschreibung versiegelt 12 alb,
(Q.: St. A. WND, A 32, S. 322/3),
05.02.1568: Niclauß Kurßner, Einnehmer der Ungelter,
(Q. St. A. WND, A 16, S. 16),
1569-1597: Niclauß Kurßner in den Viehlisten von St. Wendel genannt.
Im Jahr 1569 war die Anzahl der Rinder 11; im Jahre 1576 hatte er einen Vieh- bestand von
10 Rinder; später verringert sich sein Viehbestand auf 2-4 Rinder.
Q.: St. A. WND, A 16),
21.03.1579: Jahreslohn für Nickel Kürßner: 1 Gulden
(Q. St. A. WND, A 32, S. 30)
1579: Nicloß Demut der alt gegeben wegen Ausgaben des Spitals 1 Gulden Jahreslohn,
(Q.. St. A. WND A 32, S. 495),
1579: Kornabgaben: Nicloß Kurßner 2 Faß gegeben, weil er im, Brandt Korn ausgeliehen hatte und nicht wieder bekam,
(Q.: St. A. WND, A 32, S. 489),
22.02.1582: Ausgabengeld durch Hans Kalmer und Nicloß Demut Kürßner zum Lohn gegeben 1 Gulden.
(Q.: St. A. WND, A 32, S. 521),
1585: Nicloß Kürßer gibt sein Legelt 16 alb. ab, weil er Schreiber ist., (Q.: St. A. WND, A 32, S. 423),
1586: Niclauß Kürßner, der alt gemein Schreiber,
(Q. St. A. WND A 16, S. 264), Seine Einnahmen als Gemeindeschreiber sind verschieden festgesetzt worden:, 1. 2 Faß Korn, 2 Stück Vieh
(Q.: A 16, S. 217), 2. 1 1/2 Gulden (Q.: A 16, S. 171), 3. Befreiung vom Legelt, (13 alb, 14 alb, 16 alb)
(Q.: A 16, S. 284), 4. Die Scheune des Schmitt von Fürtt ist Nicloß, Kürßner überlassen,
04.04.1588: Nicloß Kürßner gegeben für Steine 1 Gulden,
(Q.: St. A. WND, A 32, S. 386), ,
1591: Nickel Kürßner erhält 1/2 Faß Korn,
(Q.: St. A. WND, A 32, S. 9 f),
1593: Niclaus Demut Kurßner und Jacob Demut Schuhmacher als Spitalmeister erwähnt, die 60 Gulden erhielten,
(Q.: St. A. WND, A 32, S. 288),
15.02.1593: Nicloß Demut Kürßner neuer und alter Spitalmeister,
(Q.: St. A. WND, A 32, S. 64),
1594: Spitalmeister Nicloß Demut Kürßner und Jocop Demuten wegen 60 Gulden, die sie von der Gemeinde geliehen haben,
(Q.: St. A. WND, A 32, S. 292), , 12.02.1595: Hans Olgen und seine Frau Elß kaufen von Niclauß Demut Kurßner ein Grumet oberhalb dem Spital gelegen und unterhalb Roden Wiß, an Nickel Demut dem Alten und Hans Schrotig für 7 Gulden,
(Q.: St. A. WND A 58, S. 40),
23.02.1595: Nicloß Kürßner 2 Gulden gegeben und Jocop Demut 1 1/2 Gulden gegeben,
(Q.: St. A. WND, A 32, S. 433),
1595: Nicloß Kürßner 4 Gulden geliehen,
(Q.: St. A. WND, A 32, S. 434),
1595: Die Thorren Erben verkaufen Niclas Demuthen Kirschner und Consorten alle ihre Güter in
St. Wendel.
(Q.: St. A. WND, A 42, S. 147),
1595: Niclauß Demut Kürßner wird das Haus der Kirchengemeinde für 13 alb bzw. 14 alb vermietet.
Ebenso werden zwei Stücken bei der oberen Pforte an Nickel Kürßner für 1 alb 2 Pf. verpachtet.
(Q.: St. A. WND, K 1, S. 94, 110, 180, 324, 378, 448, 464, 510, 598; S. 92, 162, 232, 376, 290, 446,
502, 580)
oo um 1545 Saffey (Sophie) BLICK von Lichtenberg, * Lichtenberg um 1525
........
Einwohnerbuch St. Wendel - Die geschichtlichen Personen vor 1500 von Rudolf Gerber
oo St.Wendel um 1462 NN KNEUFFGIN
Re: Demuth in Schaffhausen SH
Verfasst: So 7. Sep 2014, 09:33
von Georg st
Hallo,
folgende information wegen der vielen Fragen bezüglich der Herkunft des Clais Demuth. Ich bin selbst mütterlicherseits ein Nachfahre, wohne in St.Wendel und habe im Frühjahr dieses Jahres erst vom Staatsarchiv des Kantons Schaffhausen ( Frau Erika Seger ) erfahren, dass Clais Demuth mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit weder aus der Stadt Schaffhausen selbst noch aus dem Kanton stammte. Sie teilte mir mit, dass Leute ihre Vorfahren in Schaffhausen schon öfters gesucht haben. Im Mittelalter war es aber üblich, dass Auswanderer oft den Namen der nächst größeren Stadt nannten, um ihren neuen Nachbarn eine Vorstellung zu bieten, wo sie herkamen. Da die Bürgerlisten von Schaffhausen bis ins Mittelalter hinein sehr exakt waren, weiß man dort also, dass ein Heinrich Demuth aus Hüntwangen im Züricher Unterland (das Rafzerfeld ) etwa 20 km Luftlinie südwestlich von Schaffhausen 1718 nach Büttenhardt im Kanton SH ausgewandert ist. Er sei der erste verbürgte Demuth im Kanton.
Ich habe mittlerweile Kontakt mit den Gemeinden Hüntwangen und der Nachbargemeinde Weiach aufgenommen, weil beide nach den sogenannten Listen der altverbürgten Schweizer Namen die einzigen Orte in der Schweiz sind, wo der Name Demuth im Mittelalter vorgekommen ist. Die Gemeinde Weiach scheint davon auszugehen, dass auch ihre Demuths zunächst aus Hüntwangen gekommen sind. Ein netter Herr Demuth aus Hüntwangen bearbeitet das Ganze und will mir demnächst weitere Ergebnisse aus dem Staatsarchiv in Zürich mitteilen. Der Name Demuth ist im übrigen der älteste Name in der Gemeinde.
Viele Grüße
Georg
P.S: Die Herkunft aus dem saarländischen Schaffhausen ist natürlich vollkommener Blödsinn, zumal Clais Demuth hier immer schon als "Switzer Claus" bekannt war.
Re: Demuth in Schaffhausen SH
Verfasst: So 7. Sep 2014, 09:59
von elias
Hallo Georg erst mal herzlich willkommen im Forum.
Dein Beitrag ist höchst interessant und ich freue mich schon wieder von Dir zu hören.
Re: Demuth in Schaffhausen SH
Verfasst: Mi 12. Nov 2014, 13:35
von Georg st
Hallo,
bezüglich des Clais Demuth von Schaffhausen kann ich folgendes neues mitteilen. Ich war Ende Oktober bei den überaus netten und freundlichen Demuths in Hüntwangen im schweizerischen Rafzerfeld zu Gast. Die Demuths dort gehen mittlerweile genauso wie ich davon aus, das Clais D. mit relativ großer Sicherheit in Hüntwangen damals geboren wurde und dann das Kürschnerhandwerk in Schaffhausen erlernte. Wie mir Herr Edwin Demuth dort erzählte, war es im Mittelalter auch üblich, dass die Leute aus Wil, Hüntwangen und Rafz die Woche über immer nach Schaffhausen auf den Markt gingen. Clais Demuth ist dann wohl als Kürschnergeselle von Schaffhausen aus ausgewandert; er war wohl dort noch kein Meister geworden, weil er ja, wie schon vom dortigen Staatsarchiv berichtet, kein Bürgerrecht besaß und auch kein Vermögen. Beides war damals in Schaffhausen zwingend notwendig, um in eine Zunft aufgenommen zu werden.
Auch die Gemeinde Weiach bestätigt , dass obwohl auch dort die Demuths als alteingesessen gelten, ihre Demuths auch aus Hüntwangen gekommen seien.
Wir haben uns in Hüntwangen versprochen, weiterhin Kontakt zu halten ( mittlerweile sind wir alle schon per du ). Nach St.Wendel eingeladen sind sie auch schon. Ich hoffe spätestens in 2015 auf ein Wiedersehen.
Herzliche Grüße an alle
Georg
Re: Demuth in Schaffhausen SH
Verfasst: Mi 12. Nov 2014, 17:57
von elias
Hallo Georg vielen Dank für die Information. Echt klasse. Ich gehe aber davon aus dass die Eltern des Clas nicht auffindbar sind. Wir befinden uns ja schließlich schon im frühen 15 Jhdt
Herzliche Grüße nach St.Wendel
Re: Demuth in Schaffhausen SH
Verfasst: Mi 12. Nov 2014, 23:12
von Georg st
Hallo Volker,
ganz richtig. Der liebe Edwin Demuth war mit seiner genauso lieben Schwester sogar extra ins Staatsarchiv nach Zürich gefahren,um dort noch mehr herauszufinden. Ihm wurde aber bestätigt, dass keine Daten aus der Zeit um 1450 vorlägen. Die älteste schriftliche Erwähnung eines Demuth aus Hüntwangen ist übrigens eine Anna Demuth. Der Abt des Klosters Rheinau ( bei Schaffhausen ) verfügt in einer Urkunde aus dem Jahre 1480, dass die Leibeigenschaft dieser Anna Demuth bezüglich des Klosters aufgehoben wird und sie stattdessen im Tausch gegen eine Hüntwanger Gastwirtin nun Leibeigene des Ritters Bernhard Gradner in Eglisau am Rhein , in direkter Nachbarschaft zu Hüntwangen gelegen,wird. Dieser Ritter war damals der Gerichtsherr in Eglisau und Umgebung und wird ,wie im Eglisauer Geschichtsbuch vermerkt, für seine Herrschaft durchaus gelobt . Sein Grabmal ist übrigens noch heute in der Eglisauer Pfarrkirche zu sehen.
Herzliche Grüße Georg
Re: Demuth in Schaffhausen SH
Verfasst: Mi 12. Nov 2014, 23:22
von elias
Hallo Georg das sind aber trotzdem sehr wertvolle Infos für die Forscher im Saarland, der Geburtsort des Clais Demuth dürfte damit geklärt sein. Für mich stellt sich jetzt eigentlich nur noch die Frage des Nachnamens: was bedeutet Demuth, auf was geht der Name zurück? Damals war es ja nicht üblich schon einen Familiennnamen zu besitzen
Re: Demuth in Schaffhausen SH
Verfasst: Do 13. Nov 2014, 08:46
von dz
aus WIKIPEDIA :
Familiennamen im heutigen Sinne haben sich aus Beinamen entwickelt, die zunächst nur an individuelle Personen vergeben waren, aber noch nicht an nachfolgende Personen vererbt wurden. Im 9. Jahrhundert wurde erstmals in Venedig ein Beiname vererbt. Diese Sitte breitete sich von dort aus im 10. Jahrhundert nach Norditalien und Südfrankreich aus. Im 11. Jahrhundert gelangte der Gebrauch nach Katalonien und Nordfrankreich, im 12. Jahrhundert nach England und in das Gebiet der Schweiz. Danach wurde der Gebrauch eines festen Familiennamens auch in den west- und süddeutschen Städten üblich. Anfang des 15. Jahrhunderts waren Familiennamen überall im deutschen Sprachraum anzutreffen, aber nicht durchgehend.
Der Ausdruck Demut kommt von althochdeutsch diomuoti (‚dienstwillig‘, also eigentlich ‚Gesinnung eines Dienenden‘) und wurde von Martin Luther zur Übersetzung der biblischen Ausdrücke tapeinophrosyne (griechisch) bzw. der lateinischen Übersetzung humilitas benutzt. Im christlichen Kontext bezeichnet es die Haltung des Geschöpfes zum Schöpfer analog dem Verhältnis vom Knecht zum Herrn, allgemeiner die „Tugend, die aus dem Bewusstsein unendlichen Zurückbleibens hinter der erstrebten Vollkommenheit (Gottheit, sittliches Ideal, erhabenes Vorbild) hervorgehen kann“.[1]
Re: Demuth in Schaffhausen SH
Verfasst: Do 13. Nov 2014, 08:53
von elias
Hallo Dirk vielen Dank für die ausführliche Antwort
Re: Demuth in Schaffhausen SH
Verfasst: Do 13. Nov 2014, 11:24
von Georg st
Hallo Volker,
ich zitiere aus einem Büchlein "Zürcher Familiennamen" der Züricher Kantonalbank von 1994:
Demuth, "Deemuet ", mittelhochdeutsch diemuot = "Bescheidenheit " zu althochdeutsch diu = "Magd", das zu "dienen " gehört.
Bezeichnung einer Charaktereigenschaft.
Die Kopie der Seite hat mir Edwin aus Hüntwangen freundlicherweise geschickt.
Herzliche Grüße
Georg
Re: Demuth in Schaffhausen SH
Verfasst: Do 13. Nov 2014, 11:37
von elias
Hallo Georg auch Dir vielen Dank
Re: Demuth in Schaffhausen SH
Verfasst: Fr 19. Dez 2014, 19:08
von hefeka
Zur Frage, woher Clais Demuth kommt, einige Überlegungen:
In den meisten internet- Genealogien findet man, dass Clais Demuth und sein Sohn Conrad aus Schaffhausen in der Schweiz stammen würden. Ob diese Ansicht schon vor Bettingen, Geschichte St. Wendel, im Raum stand, weiß ich nicht. Ich vermute, bei Bettingen haben alle abgeschrieben, vor allem auch M. Müller, Geschichte der Stadt St. Wendel.
Ich halte es für viel wahrscheinlicher bzw. sicher, dass das "Schaifhusen" das Schaffhausen (Zhafhusen) bei Wadgassen ist und die Demuths also aus dem „Saarländischen“ Raum stammen.
Einige Argumente:
- Bisher habe ich nirgendwo, auch nicht aus Schaffhausen CH, eine belegte Bestätigung für die Überlegung Bettingens gefunden, dass das in Verbindung mit Clais Demuth genannte "Schaifhusen" das Schaffhausen CH ist. Da er aber offensichtlich auf den Zusatz "Schaffhausen" Wert gelegt hat, scheint mir eine allgemeine Verortung in der Schweiz ausserhalb von Schaffhausen wenigt sinnvoll.
- Im Bürgerbuch und den Bürgerlisten von Schaffhausen CH bis 1460 finde ich keine Demuths.
- Eindeutig sind in den Wadgassener Regesten (Nr., 628 S. 245/6) für das dem Kloster zugehörige Dorf Schaffhausen bereits 1385 Demuth als Einwohner von Schaffhausen bezeugt „Else und Enshel Demuth und ihr Sohn Peter“ Dies ist für mich ein schwerwiegendes Argument
- Die Namensgleichheit mit Schaffhausen Schweiz für mich kein Beleg; vor allem, weil das Schaffhausen im Saarland viel besser passt. Hier im nahen Kloster Wadgassen hatten die Grafen von Saarbrücken ihre Grablege. Von hier könnten Dienstmannen stammen, die Protektion hatten und die schnell in umliegenden Orten Karriere machen konnten. -Die Namen Conrad, Hauprecht= Ruprecht, selbst Demuth sind eindeutig Namen, die in den Dienstmannenbereich weisen.
Und eine solche Blitzkarriere hat ja Clais Demuth gemacht, der als von außen nach St. Wendel gekommen, schnell Schultheiß, immerhin der Vertreter der Obrigkeit und nicht der Bürgerschaft, oft wird leider Schultheiß, Vertreter des Landesherren, und Bürgermeister, Vertreter der Bürgerschaft bzw. des Rates, verwechselt. Der Landesherr benennt sicherlich nur einen ihm Vertrauten.
- Er heiratete eine Tochter aus ehrbarem Hause, wurde schnell Mitglied der Schusterzunft, Sebasiansbruderschaft, Brudermeister der Kirche usw., alles Positionen, die ein Fremder von weit ausserhalb nicht in wenigen Jahren erreicht, wenn er keine Protektion hat. Dass sein Schwiegervater möglicherweise solchen Einfluss hätte haben können, ist mir nicht belegt.
- Clais ist 1462 in St. Wendel genannt, sein Sohn Conrad soll um 1478 in Schaffhausen geboren sein, das passt nicht! Clais ist sicher nicht zur Zeugung mal schnell zurück in die Schweiz gereist.
- Die Demuths haben zudem offensichtlich auch nahe Verbindungen nach Saarbrücken, die ein Schweizer wohl nicht hätte:
- Der Hauskauf eines Beiger Linhart und seiner Ehefrau, einer geb. Demuth ist für den 13. 7. 1507 in den Saarbrücken Regesten bezeugt.
- Das Wittum von Conrads Frau Agnes Knuchgins in Saarbrücken.
- Die Einheirat von Clais´ Enkel Niclas in den nicht unbedeutenden Familiekreis der Else v. Saarbrücken aus einer auf der Burg Saarbrücken ansässigen Dienstmannenfamilie (in Saarbrücker Regesten oft genannt), und damit in weiteren Familien der nahen Umgebung wie die Blick von Lichtenberg aus Berus, v. Sötern etc.
- Der Sohn von Clais Nikolaus Demuth wird kaiserlicher und päpstliche Notar, auch dieses Amt bekommt man nicht einfach so als Fremder, nur weil man schreiben kann, er siegelt auch in Saarbrücken (Saarbrücker Regesten).
Hefeka
Re: Demuth in Schaffhausen SH
Verfasst: Fr 19. Dez 2014, 20:10
von Wolf
Ich möchte mich bei allen Teilnehmern dieser Diskussion für das Engagement bedanken und auch nicht wertend in die Diskussion eingreifen (weil ich nichts von der Thematik verstehe) - aber ich sehe das Risiko, dass durch identische Beiträge in zwei separaten Threads die Diskussion unkontrollierbar auseinanderläuft.
Ich bitte deshalb darum, diese Diskussion im
Saarlandforum weiterzuführen und sperre diesen Thread vorläufig für weitere Beiträge. Sollte sich herausstellen, dass der Gesuchte sicher aus Schaffhausen in der Schweiz stammt, können die zukünftigen Beiträge problemlos hierher verschoben werden.