Das Urner Stammbuch
Verfasst: Di 29. Nov 2016, 23:19
Grüezi Lesende,
Das Urner Stammbuch.
Am 1. April 1844 beschloss das Urner Parlament dieses grosse Vorhaben anzugehen. Mit der Arbeit wurde der Geistliche Alois Müller von Altdorf betraut. Nach seinem Tode im Jahre 1853 setzten Pfarrhelfer Ambros Baumann, Josef Epp und schliesslich der Erstfelder Lehrer Dominik Wipfli die Arbeit fort. Bei seinem Tode konnte Letzterer ein in Leder gebundenes Werk in 34 Bänden hinterlassen. Die Forschungsarbeiten erstreckten sich der Quellenlage entsprechend, von 1600 bis 1845 rückwirkend und ab 1846 fortlaufend. Aufgenommen wurden rund 280 Geschlechter. Ungefähr 100 Familien, welche um 1840 bereits erloschen waren, fanden keine Aufnahme.
Kanzleidirektor Friedrich Gisler leistete in der Folge als Stammbuchführer Ergänzungen und Nachträge. Nach der Neuordnung des eidgenössischen Zivilstandswesen (1928) mit der Einführung der Familienregister und schliesslich nach der Demission von Stammbuchführer Friedrich Gisler beschloss der Regierungsrat, das Stammbuch nicht mehr weiterzuführen, sondern durch Heraldiker Albert Huber auf das Jahr 1929 abzuschliessen. Das Stammbuch wurde dem Staatsarchiv in Obhut gegeben.
Bochtella
Das Urner Stammbuch.
Am 1. April 1844 beschloss das Urner Parlament dieses grosse Vorhaben anzugehen. Mit der Arbeit wurde der Geistliche Alois Müller von Altdorf betraut. Nach seinem Tode im Jahre 1853 setzten Pfarrhelfer Ambros Baumann, Josef Epp und schliesslich der Erstfelder Lehrer Dominik Wipfli die Arbeit fort. Bei seinem Tode konnte Letzterer ein in Leder gebundenes Werk in 34 Bänden hinterlassen. Die Forschungsarbeiten erstreckten sich der Quellenlage entsprechend, von 1600 bis 1845 rückwirkend und ab 1846 fortlaufend. Aufgenommen wurden rund 280 Geschlechter. Ungefähr 100 Familien, welche um 1840 bereits erloschen waren, fanden keine Aufnahme.
Kanzleidirektor Friedrich Gisler leistete in der Folge als Stammbuchführer Ergänzungen und Nachträge. Nach der Neuordnung des eidgenössischen Zivilstandswesen (1928) mit der Einführung der Familienregister und schliesslich nach der Demission von Stammbuchführer Friedrich Gisler beschloss der Regierungsrat, das Stammbuch nicht mehr weiterzuführen, sondern durch Heraldiker Albert Huber auf das Jahr 1929 abzuschliessen. Das Stammbuch wurde dem Staatsarchiv in Obhut gegeben.
Bochtella