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zweifel aus haslen

Verfasst: Di 2. Jan 2007, 23:04
von christianz
Kann mir jemand sagen, woher der name zweifel stammt und ob zweifler / zwiefel denselben stammvater wie zweifel haben ?

Zweifel von Haslen GL

Verfasst: Di 2. Jan 2007, 23:37
von Wolf
Laut "von Moos" gibt es in der Landesbibliothek Glarus das folgende Manuskript(?):

Zweifel Jacques: Historische Notizen über die Herkunft des Geschlechts Zweifel. o.O. um 1945 - 8 S.

Zweifel von Haslen GL

Verfasst: Mi 3. Jan 2007, 13:08
von Thomas
Laut dem Buch "Zürcher Familiennamen" stammen Namen wie ZWEIFEL und ZWEIFLER von der entsprechenden Charaktereigenschaft ("Zwifel" = Wankelmut, Unentschlossenheit) ab und sind an mehreren Orten unabhängig von einander entstanden. Im Kanton Zürich sind Zweifel seit 1301 (Chuonrat Zwifel, Küsnacht) nachgewiesen. Eine frühe Erwähnung im Raum Gasterland/Glarnerland ist jene im "Glückshafenrodel" von 1504 ("Gallus Zwifel uss dem Gastal, von Glaris"). Erste Heimat der Zweifel in dieser Region war offenar Maseltrangen SG. Im 16. Jahrhundert wurden Zweifel zu einem der einflussreichsten Geschlechter in Kaltbrunn SG. Die Gaster war bis 1798 "gemeine Herrschaft" der Stände Glarus und Schwyz, wobei zusätzlich auch die Fürstabtei Einsiedeln politisch und grundherrschaftlich grossen Einfluss hatte.

Gruss

Thomas

Zweifel von Haslen GL

Verfasst: Mi 3. Jan 2007, 17:18
von Stefan
Ich möchte auf meine Website verweisen, auf welcher ich viele Vorfahren des mehrfachen Radquerweltmeisters Albert Zweifel von Haslen GL gelistet habe:

Zweifel Albert von Haslen GL

Aus 50 alte Glarner Familien,
eine Forschungsarbeit von Dr.h.c. Fritz Stucki,
alt Landammann, Netstal,
im Auftrag der Kantonalbank 1989

Die Zweifel, die zeitweise eine Rolle in Politik und Wirtschaft gespielt haben, sind gemäss bisheriger Auffassung um 1500 aus dem Gaster zugewandert, wo Träger dieses Namens seit dem 14.Jahrhundert vor allem in Maseltrangen belegt sind. Anderseits dürfte aber auch eine Herkunft aus dem Züribiet nicht ausgeschlossen sein; hier kommen nämlich Zweifel schon im 14.Jh. vor (Goldbach 1301, Zollikon 1350, Höngg 1351). Dagegen sprechen für die Vermutung des Genealogen J.P.Zwicky dass es sich ursprünglich um Walser gehandelt haben könnte, kaum stichhaltige Gründe.

Die Zweifel von Haslen:
In Haslen bürgerten sich verschiedene Linthaler Zweifel ein. Der 1616 verstorbene Peter erwarb 1610 das dortige Tagwenrecht, nachdem er vorher anscheinend in Leuggelbach gewohnt hatte. Unter seinen Nachkommen, die heute noch in Haslen vertreten sind, do-minierte längere Zeit der Vorname Peter. Dagegen ist die von Gabriel begründete Linie, der 1630 Bürger wurde, schon seit längerer Zeit ausgestorben. Die Hasler Zweifel stellten zahlreiche Ratsherren und Tagwenvögte und betätigten sich vor allem als Handwerker (Bäcker) und Fabrikarbeiter.