Der Museumsverein Klostertal (Vorarlberg) befasst sich seit langem mit der Geschichte der Auswanderung aus unserer Region. Schon im 18. Jahrhundert zogen viele Klostertaler Richtung Schweiz (wie Joseph Rohrer in seinem Buch "Über die Tiroler" feststellte, die die Region um Le Locle als bevorzugtes Zielgebiet ausmachte). In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts ließen sich mehr als 50 Bauhandwerker aus den Gemeinden Dalaas, Klösterle und Innerbraz sowie aus Teilen der Stadt Bludenz in verschiedenen Regionen der Schweiz nieder. Besonders viele Ehen wurden in St.Gallen, Winterthur, Zürich und Basel geschlossen. Geschichten von Auswanderungen möchten wir in einer Ausstellung vorstellen. Wir sind daher an Kontakten zu Genealoginnen und Geneaglogen sehr interessiert, die ihre Herkunft im Klostertal haben.
Christof Thöny, Museumsverein Klostertal
Auswanderung aus dem Klostertal
Für nicht kantonsspezifische Fragen. Vos messages ne concernant pas spédifiquement un canton. For your non canton specific questions.
Moderator: Wolf
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christofthoeny
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(Eberle)
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Re: Auswanderung aus dem Klostertal
sehr sehr interessant - ich werde darauf zurückkommen
lG David
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David (Eberle) Balzers FL
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Urkundenflora
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Re: Auswanderung aus dem Klostertal
habe hier vielleicht etwas:
Transkription
Rolf T. Hallauer
Büsserach
0041617813645
März 2004
Quelle: StA Solothurn, Dorneck Schreiben 1741 bis 1744, Blatt 91, 92 und 93
Betrifft:
Bericht zu den Umständen des Todes des Maurergesellen, der 1741 im Mai tot in der Birs aufgefunden wurde.
In der Birs tod gefundener Maurer Johannes Schneider von Wohlfuhrt Aus der Herrschaft Brengentz - 23 Jahren Alters.
------------------------------------------------------------------------------
Hochgeachte Hochwohl Edelgebohrne
Gestrenge pp Hochgepiethende Gnädige
Herren und Obere !
Zu Folg Eüwer Gnaden Underem 15.ten Currentis
an mich Erlassenen Gnädigen Befelchs, das
Wegen dem Letsthin in der Birs Todt gefundenen
Maurer einen Nächer unnd umbständlicheren
Bericht einsenden solle unnd danne Was es mit
der Valise oder Rantzen aigentlichen für ein
Bewandtnuss habe pp. übersende den Neüwen
dingen uffgenomenen Berichte, unnd ............
Zumahlen das nach beschehenem Nachfragen
Wegen dem Rantzen Peter Antonj Rust dess
Grichts von Dorneckh solchen alsobalden herausgeben
Jndessen mit Tieffestem Respect verharre.
Dorneckh den 20 May 1741 Eüwer Gnaden
Underthänig Gehorsambster
Burger und Diener
Urs Victor Joseph Sürÿ
Ambtsstatthalter
Sambstag den 19ten May 1741 Zu Volg
Hochoberkeitlichem underem 5ten dis. Emaniertem(?)
befelch Jst in beÿseÿn MHGH. Urs Victor Joseph
Suris des grossen Raths Lobl. Statt Solothurn, unnd
der Zeit Wohlverordneten Statthalters der Herrschaft
Dorneckh. Wegen Jenes in der Birs Todt
Gefundenen Maurers Nachfolgender Bericht
uffgenommen worden.
Johannes Schneider von Wohlfuhrt Aus der Herrschaft
Brengentz 23 Jahren Alters berichtet(?) noch über das
Was er den 14ten Dis schon ausgesagt, das er Ertrunckhener
so lang er beÿ dem Meister gewesen widerumb
nacher Haus zu gehn getrungen, unnd das heimbwehe
Miesse gehabt haben, welches aus deme abzu Nemmen(?)
da er zum öffteren gesagt, wan der Meister
ihme schon mehrer lohn geben wolte, so Könnte er
doch nicht mehr bleiben, er Müesse Einmahl nach
hauss, unnd Letstlichen als(?) an dem Tag da er fort=
gangen, habe er zu ihme Ausaag gesagt, wan
sein Meister ihme schon den lohn nicht gebe, so
gehe er dennoch fort, es seÿe ihme Tag unnd Nachts
im Sinn, er Müesse nach hauss; so vill ihme
aussaag im Wüssen, habe der abgelebte ohngefehr vier
Gulden Gelt beÿ sich gehabt, davon er ihme einen
dreÿ.
Rückseite:
Pfündler und einen alten Gulden uffgewexlet
verstrichene(?) G: Uffahrt dan Nachdeme Sie mit einander
Zweÿ unnd ein halbe Maas Wein miteinander
getrunkhen gehabt, ohne jedoch dass weder der eint,
noch der Andere überweint gewesen, habe er ihme
den Rantzen getragen unnd das geleit geben bis zu
der verbrannten Eichen, allwo sie von einander
Urlaub genommen, unnd seÿe umb halbe sechs uhr
Abends Widerumb Beÿ Haus gewesen, Endet.
Urs Würth von Leimen 32 Jahren Alters, berichtet
das ihme Anderes nichts in Wüssen, als was er
Letzsthin in die Fäder geben, Endet.
Peter Antonj Rust des gerichts von Dorneckh Brugg
75 Jahren Alters Berichtete das den 17.ten dieses
Seiner Magdt Ehemann Urs Würth am Morgen
ohngefehr umb vier Uhr darrüber die Brugg
gehn wollen an einem Rantzen gestossen, unnd
eine Weil dabeÿ gewartet, Weil aber Niemand
Kommen, unnd selbigen abholen wollen, habe er
denne Uffgestekt unnd seiner Frauwen gebracht
mit Vermelden Wan jemand Kome, solchen
Abzu forderen, unnd ein wenig beschreiben
Könne, so solle sie alsdann solchen hinaus unnd
zu Ruckh geben: Nach deme Aber der Ertrunckhene
Gefunden, unnd dessen Rantzen Nachgefragt
Worden habe er Mr. Peter solchen hervor
Ge=
folgendes Blatt:
gegeben, So dan in gegenwahrt Mr. Antonj
Ueckherren, des Ertrunckhenen Cameraden vorgedacht
unnd Mein des Landschreibers Eröffnet, unnd
Erfunden das selbiger dem Ertrunckhenen zu ständig
darinnen aber nichts anders als des Verstorbenen
Kleÿder gewesen Endet.
Mr. Antonj Ueckherr Murer zu Dorneckh 53 Jahren
Alters berichtet annoch über das, was er das letzste
mahl schon ausgesagt; wie daher dem Ertrunckhenen
vor etwas Zeits 1 batzen als zweÿ wuchen lohn geben
habe, als er aber zu Letst von ihme Ausgestanden
habe er ihme Annoch einen Gulden zu fünff bätzleren
unnd Müntz geben, mit vermelden er solle noch
länger beÿ ihme verbleiben, er wolle ihme den
Lohn verstöckhen, auf welches er ihme geandtwortet
wan er ihme schon ein Gulden lohn geben wolte
So könne er dennach nicht bleiben, er müesse nach
Haus, er wolle Ehender ohne pass und gelt
fortgehen, woraus er dann Abgenommen, das er
das heimb Wehe Starckh Müesse gehabt haben;
Sein Camerad habe ihme einen dreÿ Pfündler
unnd einen alten französischen Gulden Ausgewexlet
daraus sie mit einander zweÿ unnd ein halb
Mas Wein getrunckhen, hernacher habe der
Camerad den anderen bis zu den bränten Eichen
begleitet
folgende Seite:
begleitet alda ihme den Rantzen gegeben; ihne
verlassen, unnd seÿe zeitlich nach haus zu dem
Nacht Essen Komen, Nachtdem NachtEssen aber
seÿe er ihme Ansaag nebst einem Mitgesellen
bis Uff Mönchenstein Entgegen, Unnd von dar
mit ihme nach Haus, unnd selbe nacht er unnd und
übrige Gesellen Keiner mehr aus dem Haus
Gangen. Als Man dem Rantzen Nachgefragt
habe Peter Antonj Rust ihme alsobald gesagt
er habe einen gefundenen Rantzen in seinem
Haus, Villeicht möchte es des Verstorbenen
seiner gewesen seÿn, welcher dan auch der
Nembliche gewesen so dem Verstrobenen
Zuegehört. Endet.
?? Gerber
Landschreiber zu Dorneckh
Thierstein und Gilgenberg
Transkription
Rolf T. Hallauer
Büsserach
0041617813645
März 2004
Quelle: StA Solothurn, Dorneck Schreiben 1741 bis 1744, Blatt 91, 92 und 93
Betrifft:
Bericht zu den Umständen des Todes des Maurergesellen, der 1741 im Mai tot in der Birs aufgefunden wurde.
In der Birs tod gefundener Maurer Johannes Schneider von Wohlfuhrt Aus der Herrschaft Brengentz - 23 Jahren Alters.
------------------------------------------------------------------------------
Hochgeachte Hochwohl Edelgebohrne
Gestrenge pp Hochgepiethende Gnädige
Herren und Obere !
Zu Folg Eüwer Gnaden Underem 15.ten Currentis
an mich Erlassenen Gnädigen Befelchs, das
Wegen dem Letsthin in der Birs Todt gefundenen
Maurer einen Nächer unnd umbständlicheren
Bericht einsenden solle unnd danne Was es mit
der Valise oder Rantzen aigentlichen für ein
Bewandtnuss habe pp. übersende den Neüwen
dingen uffgenomenen Berichte, unnd ............
Zumahlen das nach beschehenem Nachfragen
Wegen dem Rantzen Peter Antonj Rust dess
Grichts von Dorneckh solchen alsobalden herausgeben
Jndessen mit Tieffestem Respect verharre.
Dorneckh den 20 May 1741 Eüwer Gnaden
Underthänig Gehorsambster
Burger und Diener
Urs Victor Joseph Sürÿ
Ambtsstatthalter
Sambstag den 19ten May 1741 Zu Volg
Hochoberkeitlichem underem 5ten dis. Emaniertem(?)
befelch Jst in beÿseÿn MHGH. Urs Victor Joseph
Suris des grossen Raths Lobl. Statt Solothurn, unnd
der Zeit Wohlverordneten Statthalters der Herrschaft
Dorneckh. Wegen Jenes in der Birs Todt
Gefundenen Maurers Nachfolgender Bericht
uffgenommen worden.
Johannes Schneider von Wohlfuhrt Aus der Herrschaft
Brengentz 23 Jahren Alters berichtet(?) noch über das
Was er den 14ten Dis schon ausgesagt, das er Ertrunckhener
so lang er beÿ dem Meister gewesen widerumb
nacher Haus zu gehn getrungen, unnd das heimbwehe
Miesse gehabt haben, welches aus deme abzu Nemmen(?)
da er zum öffteren gesagt, wan der Meister
ihme schon mehrer lohn geben wolte, so Könnte er
doch nicht mehr bleiben, er Müesse Einmahl nach
hauss, unnd Letstlichen als(?) an dem Tag da er fort=
gangen, habe er zu ihme Ausaag gesagt, wan
sein Meister ihme schon den lohn nicht gebe, so
gehe er dennoch fort, es seÿe ihme Tag unnd Nachts
im Sinn, er Müesse nach hauss; so vill ihme
aussaag im Wüssen, habe der abgelebte ohngefehr vier
Gulden Gelt beÿ sich gehabt, davon er ihme einen
dreÿ.
Rückseite:
Pfündler und einen alten Gulden uffgewexlet
verstrichene(?) G: Uffahrt dan Nachdeme Sie mit einander
Zweÿ unnd ein halbe Maas Wein miteinander
getrunkhen gehabt, ohne jedoch dass weder der eint,
noch der Andere überweint gewesen, habe er ihme
den Rantzen getragen unnd das geleit geben bis zu
der verbrannten Eichen, allwo sie von einander
Urlaub genommen, unnd seÿe umb halbe sechs uhr
Abends Widerumb Beÿ Haus gewesen, Endet.
Urs Würth von Leimen 32 Jahren Alters, berichtet
das ihme Anderes nichts in Wüssen, als was er
Letzsthin in die Fäder geben, Endet.
Peter Antonj Rust des gerichts von Dorneckh Brugg
75 Jahren Alters Berichtete das den 17.ten dieses
Seiner Magdt Ehemann Urs Würth am Morgen
ohngefehr umb vier Uhr darrüber die Brugg
gehn wollen an einem Rantzen gestossen, unnd
eine Weil dabeÿ gewartet, Weil aber Niemand
Kommen, unnd selbigen abholen wollen, habe er
denne Uffgestekt unnd seiner Frauwen gebracht
mit Vermelden Wan jemand Kome, solchen
Abzu forderen, unnd ein wenig beschreiben
Könne, so solle sie alsdann solchen hinaus unnd
zu Ruckh geben: Nach deme Aber der Ertrunckhene
Gefunden, unnd dessen Rantzen Nachgefragt
Worden habe er Mr. Peter solchen hervor
Ge=
folgendes Blatt:
gegeben, So dan in gegenwahrt Mr. Antonj
Ueckherren, des Ertrunckhenen Cameraden vorgedacht
unnd Mein des Landschreibers Eröffnet, unnd
Erfunden das selbiger dem Ertrunckhenen zu ständig
darinnen aber nichts anders als des Verstorbenen
Kleÿder gewesen Endet.
Mr. Antonj Ueckherr Murer zu Dorneckh 53 Jahren
Alters berichtet annoch über das, was er das letzste
mahl schon ausgesagt; wie daher dem Ertrunckhenen
vor etwas Zeits 1 batzen als zweÿ wuchen lohn geben
habe, als er aber zu Letst von ihme Ausgestanden
habe er ihme Annoch einen Gulden zu fünff bätzleren
unnd Müntz geben, mit vermelden er solle noch
länger beÿ ihme verbleiben, er wolle ihme den
Lohn verstöckhen, auf welches er ihme geandtwortet
wan er ihme schon ein Gulden lohn geben wolte
So könne er dennach nicht bleiben, er müesse nach
Haus, er wolle Ehender ohne pass und gelt
fortgehen, woraus er dann Abgenommen, das er
das heimb Wehe Starckh Müesse gehabt haben;
Sein Camerad habe ihme einen dreÿ Pfündler
unnd einen alten französischen Gulden Ausgewexlet
daraus sie mit einander zweÿ unnd ein halb
Mas Wein getrunckhen, hernacher habe der
Camerad den anderen bis zu den bränten Eichen
begleitet
folgende Seite:
begleitet alda ihme den Rantzen gegeben; ihne
verlassen, unnd seÿe zeitlich nach haus zu dem
Nacht Essen Komen, Nachtdem NachtEssen aber
seÿe er ihme Ansaag nebst einem Mitgesellen
bis Uff Mönchenstein Entgegen, Unnd von dar
mit ihme nach Haus, unnd selbe nacht er unnd und
übrige Gesellen Keiner mehr aus dem Haus
Gangen. Als Man dem Rantzen Nachgefragt
habe Peter Antonj Rust ihme alsobald gesagt
er habe einen gefundenen Rantzen in seinem
Haus, Villeicht möchte es des Verstorbenen
seiner gewesen seÿn, welcher dan auch der
Nembliche gewesen so dem Verstrobenen
Zuegehört. Endet.
?? Gerber
Landschreiber zu Dorneckh
Thierstein und Gilgenberg
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