Schoch von Niederbüren SG
Verfasst: Sa 30. Jul 2005, 13:14
Bedeutung des Namens Schoch:
Schoch ist ein indirekter Berufsname für einen Landwirt/Bauer. Der Name leitet sich ab von mitteldeutsch Schoche (ein aufgeschichteter Heuhaufen). Schochen bezeichnet im süddeutschen und schweizerischen Raum einen kleinen Heuhaufen. (Haufen - Huffe = viel)
Schoch gehört zu den ältesten Geschlechtern von Niederbüren. Das Dorf mit heute 15,92 km2, auf allemannische Besiedlung hinweisend, erscheint 737 erstmals in einer Schenkungsurkunde an das Kloster St.Gallen, und zwar unter dem Namen Gaulichsbüren. Im Jahre 905 kommt March Büren vor, zu der das heutige Niederbüren gehört. Die verdeutschte Bezeichnung Nidernburron tritt erstmals 1266 auf. Zu jener Zeit war der Abt von St.Gallen Grundherr über die Gebiete der Thur.
Nachweisbar wohnten Schoch in Hertenberg-Niederbüren. Gemäss Lehenbuch unter Abt Ulrich Roesch Alte Landschaft (zu der auch das heutige Fürstenland im Bezirk Wil SG gehört) entrichtete im Jahre 1487 Claus Schoch in Hertenberg-Niederbüren, den Lehenzins in Wiler Mäss und 1492 in Zeller (Bischofszell) Mäss Kernen Dinkel entspelzt. Damals beinhaltete das Wyler Mass 1 Mutt= 101,48 Liter und ein Zeller Mass 84 Liter. Seit Beginn der kath. Pfarrbücher finden wir immer wieder die Sippe Schoch: so hat ein Simon Schoch am 27.1.1619 eine Häfeli Barbara geheiratet. Eine zweite Ehe folgte am 1.5.1628 mit Germann Angela von Bernhardzell.
Weitere belegte Daten in Niederbüren:
Schoch Kaspar heiratete am 10.05.1637 Lumpert Anna aus dem Tirol.
Schoch Johann (Hans) heiratete am 01.02.1660 Studer Ursula aus Enggetschwil (Gossau).
Schoch David heiratete am 19.02.1662 Lemmenmeier Katharina aus Rudenwil am Nollen.
Pestzeiten in Niederbüren [Quelle: Hermann Hungerbühler; Niederbüren - Schichten und Geschichten rund um die Michaelspfarrei (Gossau, Cavelti, 2007)]:
1. Pestepidemie (1610 - 1611): 158 Personen gestorben (¼ der Bevölkerung)
2. Seuchenzug (1629 innert ½ Jahr): mehr als 400 Personen gestorben (mehr als ½ der Bevölkerung, im Totenbuch keine Namen genannt)
3. Pestzug (Nov.1635 - Feb.1636): 30 Personen gestorben
Total mehr als 588 Pesttote
Familien Schoch werden in Niederbüren genannt:
1622: 8 Familien
1642: 4 Familien
Hertenberg (Heitaberg):
Südöstlich vom Dorf Niederbüren gelegener Weiler (Nähe Niederwil) mit Burg. Koordinaten: 733.740/256.710. Im Urkundenbuch Teil III der Abtei St.Gallen wird ein Heinricus de Hertinberc (Heinrich von Hertenberg) aufgeführt, der im Jahre 1262 Urkundenzeuge war. Die Burg Hertenberg wurde während den Appenzeller Kriegen im Jahre 1407 zerstört und nicht wieder aufgebaut, ebenso die Burgen Rätenberg und Lindenberg. Ihre Steine dienten beim Neubau der Kirchen 1732 in Niederwil und 1761 in Niederbüren. Alle drei Burgen standen in Sichtweite zueinander und dienten den Äbten als wichtige Stützpunkte eines umfassenden Wacht- und Alarmsystems. Eine zusätzliche Feste in Gaisberg diente damals den konstanzischen Bischofszellern als Grenzmarke gegenüber den sankt-gallischen Äbten.
Heute wohnen Nachkommen des Geschlechts Schoch von Niederbüren in Bischofszell/TG, Hörhausen/TG, Wimmis/BE, Zürich, Heiden/AR und Winterthur/ZH, sowie eine weitere Linie in Lyss/BE und Pieterlen/BE
Schoch ist ein indirekter Berufsname für einen Landwirt/Bauer. Der Name leitet sich ab von mitteldeutsch Schoche (ein aufgeschichteter Heuhaufen). Schochen bezeichnet im süddeutschen und schweizerischen Raum einen kleinen Heuhaufen. (Haufen - Huffe = viel)
Schoch gehört zu den ältesten Geschlechtern von Niederbüren. Das Dorf mit heute 15,92 km2, auf allemannische Besiedlung hinweisend, erscheint 737 erstmals in einer Schenkungsurkunde an das Kloster St.Gallen, und zwar unter dem Namen Gaulichsbüren. Im Jahre 905 kommt March Büren vor, zu der das heutige Niederbüren gehört. Die verdeutschte Bezeichnung Nidernburron tritt erstmals 1266 auf. Zu jener Zeit war der Abt von St.Gallen Grundherr über die Gebiete der Thur.
Nachweisbar wohnten Schoch in Hertenberg-Niederbüren. Gemäss Lehenbuch unter Abt Ulrich Roesch Alte Landschaft (zu der auch das heutige Fürstenland im Bezirk Wil SG gehört) entrichtete im Jahre 1487 Claus Schoch in Hertenberg-Niederbüren, den Lehenzins in Wiler Mäss und 1492 in Zeller (Bischofszell) Mäss Kernen Dinkel entspelzt. Damals beinhaltete das Wyler Mass 1 Mutt= 101,48 Liter und ein Zeller Mass 84 Liter. Seit Beginn der kath. Pfarrbücher finden wir immer wieder die Sippe Schoch: so hat ein Simon Schoch am 27.1.1619 eine Häfeli Barbara geheiratet. Eine zweite Ehe folgte am 1.5.1628 mit Germann Angela von Bernhardzell.
Weitere belegte Daten in Niederbüren:
Schoch Kaspar heiratete am 10.05.1637 Lumpert Anna aus dem Tirol.
Schoch Johann (Hans) heiratete am 01.02.1660 Studer Ursula aus Enggetschwil (Gossau).
Schoch David heiratete am 19.02.1662 Lemmenmeier Katharina aus Rudenwil am Nollen.
Pestzeiten in Niederbüren [Quelle: Hermann Hungerbühler; Niederbüren - Schichten und Geschichten rund um die Michaelspfarrei (Gossau, Cavelti, 2007)]:
1. Pestepidemie (1610 - 1611): 158 Personen gestorben (¼ der Bevölkerung)
2. Seuchenzug (1629 innert ½ Jahr): mehr als 400 Personen gestorben (mehr als ½ der Bevölkerung, im Totenbuch keine Namen genannt)
3. Pestzug (Nov.1635 - Feb.1636): 30 Personen gestorben
Total mehr als 588 Pesttote
Familien Schoch werden in Niederbüren genannt:
1622: 8 Familien
1642: 4 Familien
Hertenberg (Heitaberg):
Südöstlich vom Dorf Niederbüren gelegener Weiler (Nähe Niederwil) mit Burg. Koordinaten: 733.740/256.710. Im Urkundenbuch Teil III der Abtei St.Gallen wird ein Heinricus de Hertinberc (Heinrich von Hertenberg) aufgeführt, der im Jahre 1262 Urkundenzeuge war. Die Burg Hertenberg wurde während den Appenzeller Kriegen im Jahre 1407 zerstört und nicht wieder aufgebaut, ebenso die Burgen Rätenberg und Lindenberg. Ihre Steine dienten beim Neubau der Kirchen 1732 in Niederwil und 1761 in Niederbüren. Alle drei Burgen standen in Sichtweite zueinander und dienten den Äbten als wichtige Stützpunkte eines umfassenden Wacht- und Alarmsystems. Eine zusätzliche Feste in Gaisberg diente damals den konstanzischen Bischofszellern als Grenzmarke gegenüber den sankt-gallischen Äbten.
Heute wohnen Nachkommen des Geschlechts Schoch von Niederbüren in Bischofszell/TG, Hörhausen/TG, Wimmis/BE, Zürich, Heiden/AR und Winterthur/ZH, sowie eine weitere Linie in Lyss/BE und Pieterlen/BE