Samenspender und Seitensprünge
Für nicht kantonsspezifische Fragen. Vos messages ne concernant pas spédifiquement un canton. For your non canton specific questions.
Moderator: Wolf
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Herminio Bossi
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Samenspender und Seitensprünge
Hallo zusammen,
weiss nicht, wo dieses delikate Thema hinpasst. Es geht auch nicht um moralische Fragen, die sind mir eigentlich ziemlich piepegal.
Dank der DNA-Analyse haben wir heute die Möglichkeit, Lücken in den Stammbäumen zu ergänzen. Es ist natürlich immer schön und erfreulich, wenn man Beziehungen findet und diese auch durch klassische Stammbäume verifizieren kann, insbesondere wenn die prozentuelle DNA-Übereinstimmung wunderbar passt.
Es gibt da aber auch die andere Seite, da kommen plötzlich Verwandte ans Licht, die eine hohe Übereinstimmung mit mir und meinen Familienmitgliedern aufweisen, die aber gemäss klassischer Stammbaumanalyse gar nicht mehr ins Raster fallen dürften, z.B. wenn der LCA mehr als 6 Generationen zurückliegt. Die DNA ist gnadenlos und zeigt auch Seitensprünge auf, welche unsere Vorfahren offenbar geschickt zu vertuschen wussten. Es gibt hier nun zwei Situationen - 1) man kann den "Samenspender" identifizieren oder 2) der Samenspender bleibt dubios.
Ein anderer Fall besteht durch die Praxis der Samenspende - hier ist ja von Anfang an alles klar, ausser dass es natürlich nach Aussen gerne geleugnet wird. Gemäss Gesetz hat das Kind das Recht, im Alter von 18 Jahren zu erfahren, wer sein biologischer Vater ist. Die Gesetzgebung hat natürlich nicht vorgesehen, dass mit Hilfe von DNA-Analysen diese Wissenslücke ohne Gesetzesverletzung überbrückt werden kann. Im Falle eines Verwandten kam es zum Jackpot, da kamen sofort der biologische Vater, vier Halbgeschwister, ein Cousin und eine Cousine. Das ist natürlich nicht der Regelfall, sondern weil wohl beide Seiten neugierig sind.
Wie kann man diese Beziehungen in einen Stammbaum einfügen? Ich finde da ja weder ONS noch Samenspende. Oder ist es hier von Nöten, die Stammbäume in "doppelter Buchhaltung" zu führen? Wie handhabt ihr solche Grenzfälle?
weiss nicht, wo dieses delikate Thema hinpasst. Es geht auch nicht um moralische Fragen, die sind mir eigentlich ziemlich piepegal.
Dank der DNA-Analyse haben wir heute die Möglichkeit, Lücken in den Stammbäumen zu ergänzen. Es ist natürlich immer schön und erfreulich, wenn man Beziehungen findet und diese auch durch klassische Stammbäume verifizieren kann, insbesondere wenn die prozentuelle DNA-Übereinstimmung wunderbar passt.
Es gibt da aber auch die andere Seite, da kommen plötzlich Verwandte ans Licht, die eine hohe Übereinstimmung mit mir und meinen Familienmitgliedern aufweisen, die aber gemäss klassischer Stammbaumanalyse gar nicht mehr ins Raster fallen dürften, z.B. wenn der LCA mehr als 6 Generationen zurückliegt. Die DNA ist gnadenlos und zeigt auch Seitensprünge auf, welche unsere Vorfahren offenbar geschickt zu vertuschen wussten. Es gibt hier nun zwei Situationen - 1) man kann den "Samenspender" identifizieren oder 2) der Samenspender bleibt dubios.
Ein anderer Fall besteht durch die Praxis der Samenspende - hier ist ja von Anfang an alles klar, ausser dass es natürlich nach Aussen gerne geleugnet wird. Gemäss Gesetz hat das Kind das Recht, im Alter von 18 Jahren zu erfahren, wer sein biologischer Vater ist. Die Gesetzgebung hat natürlich nicht vorgesehen, dass mit Hilfe von DNA-Analysen diese Wissenslücke ohne Gesetzesverletzung überbrückt werden kann. Im Falle eines Verwandten kam es zum Jackpot, da kamen sofort der biologische Vater, vier Halbgeschwister, ein Cousin und eine Cousine. Das ist natürlich nicht der Regelfall, sondern weil wohl beide Seiten neugierig sind.
Wie kann man diese Beziehungen in einen Stammbaum einfügen? Ich finde da ja weder ONS noch Samenspende. Oder ist es hier von Nöten, die Stammbäume in "doppelter Buchhaltung" zu führen? Wie handhabt ihr solche Grenzfälle?
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Walt Bruetsch
- Supporter 2016
- Beiträge: 81
- Registriert: Di 18. Apr 2006, 15:40
- Geschlecht: Männlich
- Wohnort: United States of America, Tennessee
Re: Samenspender und Seitensprünge
Hello,
Here is a link to my website, where I explain how I handled an "adoption" of a baby by a family related to the baby's biological parents. https://sites.rootsweb.com/~bruetsch/andrews/index.htm
I used the term: "Also Known As" = aka
Hope this helps, Walt
Here is a link to my website, where I explain how I handled an "adoption" of a baby by a family related to the baby's biological parents. https://sites.rootsweb.com/~bruetsch/andrews/index.htm
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hhg
- Supporter2023
- Beiträge: 1352
- Registriert: Di 24. Mär 2009, 14:43
- Geschlecht: Männlich
Re: Samenspender und Seitensprünge
Nach meinem Geschmack gibt es bei (über den klassischen Vaterschaftstest hinausgehenden) DNA-Analysen zuviele Unsicherheitsfaktoren. Ohne solide Begründung glaube ich kaum, dass sich über mehrere Generationen ein näherer Verwandter des vermeintlichen Erzeugers ausschliessen lässt.
Bei Genealogien in meinem Bestand ist auch gar nicht so selten, dass nur eine Stamm-Mutter bekannt ist und keinerlei Aussicht besteht, den/die Väter ihrer Kinder zu identifizieren.
Mein Lösungsansatz ist die Orientierung nach Familienstrukturen, egal ob der Nachwuchs "nur" Pflegekind, adoptiert, oder ein "Kuckucks-Ei" ist. Ungewöhnliche Beziehungen werden ohnehin durch abweichende Nachnamen oder einen kleinen Vermerk ersichtlich.
Bei Genealogien in meinem Bestand ist auch gar nicht so selten, dass nur eine Stamm-Mutter bekannt ist und keinerlei Aussicht besteht, den/die Väter ihrer Kinder zu identifizieren.
Mein Lösungsansatz ist die Orientierung nach Familienstrukturen, egal ob der Nachwuchs "nur" Pflegekind, adoptiert, oder ein "Kuckucks-Ei" ist. Ungewöhnliche Beziehungen werden ohnehin durch abweichende Nachnamen oder einen kleinen Vermerk ersichtlich.
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Herminio Bossi
- Beiträge: 47
- Registriert: Mo 29. Nov 2021, 11:15
- Geschlecht: Weiblich
Re: Samenspender und Seitensprünge
Thank you very much.
Technically is sperm donation is someway very comperable to adoption of the child of a former husband. In honor of the increasing amount of couples who need such services caused by infertility of one or both, and the DNA-Tests, this seem to be important. But because it's a delicate situation i think a strong restricted visibility is needed too.
https://gedcom.io/specifications/Family ... DCOMv7.pdf - here this is handled in the PEDI.
Technically is sperm donation is someway very comperable to adoption of the child of a former husband. In honor of the increasing amount of couples who need such services caused by infertility of one or both, and the DNA-Tests, this seem to be important. But because it's a delicate situation i think a strong restricted visibility is needed too.
https://gedcom.io/specifications/Family ... DCOMv7.pdf - here this is handled in the PEDI.
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Herminio Bossi
- Beiträge: 47
- Registriert: Mo 29. Nov 2021, 11:15
- Geschlecht: Weiblich
Re: Samenspender und Seitensprünge
@hhg Ja - das mit der Unsicherheit ist ein Problem. Im Falle meines durch IVF gezeugten Verwandten sind die Dinge klar - Vater ca. 50 %, Onkel (das bin ich) 25 %, Grossmutter (mütterlicherseits und väterlicherseits) 21 - 25 %, 3 Halbbrüder zwischen 21 und 25 %, eine Halbschwester 17.3 % (wurde daher von myHeritage als Cousine interpretiert, nahe bei den hierfür durchschnittlichen 12.5%, ist aber tatsächlich die Halbschwester).
Das andere Problem ist natürlich schwieriger, da hier die Verwandschaftsgrade im 0.5 % Bereich liegen. Mein Problem war einfach, dass ich eine grosse Zahl von unerklärbaren Verwandtschaften fand, und die ich auch bei gründlichster Stammbaumforschung nicht lösen konnte. Eine Verwandtschaft, die sich auch über mehrere nicht miteinander in Zusammenhang stehende Familien erstreckte. Und bei einem Vorfahren eines dieser "Verwandten" stand der merkwürdige Zweitname "Giest". Also recherchierte ich, was das bedeutete, und das war wohl ein alter Begriff für einen Unfruchtbaren. Nicht gerade schmeichelhaft.
Aber es gibt auch eine Reihe von Fällen, bei denen DNA-Übereinstimmungen mit Personen, die ich nicht einordnen konnte, wirklich durch klassische Genealogie gelöst werden konnten. Und in den meisten Fällen sind die Werte auch recht nahe an den Erwartungen.
Das andere Problem ist natürlich schwieriger, da hier die Verwandschaftsgrade im 0.5 % Bereich liegen. Mein Problem war einfach, dass ich eine grosse Zahl von unerklärbaren Verwandtschaften fand, und die ich auch bei gründlichster Stammbaumforschung nicht lösen konnte. Eine Verwandtschaft, die sich auch über mehrere nicht miteinander in Zusammenhang stehende Familien erstreckte. Und bei einem Vorfahren eines dieser "Verwandten" stand der merkwürdige Zweitname "Giest". Also recherchierte ich, was das bedeutete, und das war wohl ein alter Begriff für einen Unfruchtbaren. Nicht gerade schmeichelhaft.
Aber es gibt auch eine Reihe von Fällen, bei denen DNA-Übereinstimmungen mit Personen, die ich nicht einordnen konnte, wirklich durch klassische Genealogie gelöst werden konnten. Und in den meisten Fällen sind die Werte auch recht nahe an den Erwartungen.
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hhg
- Supporter2023
- Beiträge: 1352
- Registriert: Di 24. Mär 2009, 14:43
- Geschlecht: Männlich
Re: Samenspender und Seitensprünge
... das ist genau der Punkt: Die engere Verwandtschaft lässt sich in aller Regel anderweitig klären. Die vielfach angebotenen DNA-Tests halte ich in erster Linie für eine gute Geschäftsidee, bestenfalls für einen Fingerzeig für eigene Nachforschungen. Ein Vergleich unter verschiedenen Zweigen des gleichen Familiennamens, zu dem ich mich überreden liess, brachte recht dubiose Ergebnisse: "Erstaunliche Übereinstimmungen" mit Nachkommen einer spätestens um 1700 getrennten Linie, bei einer definitiv enger verwandten deutlich weniger.
Wie man forscht, bleibt natürlich jedem selbst überlassen. Die ursprüngliche Frage nach einem System für die Zuordnung irregulärer Kinder scheint ja über den link zu LDS geklärt. Ansonsten - viel Erfolg!
Wie man forscht, bleibt natürlich jedem selbst überlassen. Die ursprüngliche Frage nach einem System für die Zuordnung irregulärer Kinder scheint ja über den link zu LDS geklärt. Ansonsten - viel Erfolg!
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