Frederic Vetter / Fetter
Verfasst: Di 17. Apr 2007, 23:13
Liebe Leser,
Ich möchte gerne bei Ihnen Folgendes vorlegen:
Ich suche Frederic Vetter / Fetter / Vetten/ Fetten/ Felter / Felten geb. ca. 1740 Wuerttemberg. Er kommt am 19. September 1770 mit Attest nach Vlissingen, Zeeland, Niedelande als "Schweizer Soldat Regim. Bouquet".
Am 22 Dezember 1770 heiratet er "J.M Uyt het Wirtembergsche" mit Anna Maria Frederika Harderling aus Vlissingen.
Quote Herrn Hans Ulrich Pfister, Archivaris bei dem Staatsarchiv Zürich, Switzerland:
"Ja, ich setze die Herkunft "von dem Wirtenbergsche" mit "aus dem Württembergischen", also "aus Württemberg" gleich, das tatsächlich in Deutschland liegt.
Das Soldatenhandwerk hat in der Schweiz eine lange Tradition. Das Ausüben des Kriegshandwerks im Dienste fremder Herren war seit dem Spätmittelalter ein wichtiger Erwerbszweig. Vertreter aus führenden Schweizer Familien kamen als Solddienstunternehmer zu grossem Reichtum. Vor allem Frankreich beschäftigte viele Schweizer Offiziere und Soldaten. Andere Schweizer Soldaten riskierten ihr Leben für Spanien, Savoyen, Österreich, Sardinien, die Niederlande, und so weiter (die letzten Angaben beziehen sich auf das 17./18. Jahrhundert). Als letzter Rest der Solddiensttradition besteht noch heute die 1506 gebildete Schweizer Garde in Rom, die ihren Dienst zum
Schutz des Papstes im Vatikan leistet.
In Zürich brachte die Reformation in den 1520er Jahren eine Änderung. Der Reformator Ulrich Zwingli, der als Feldprediger eigene Feldzugerfahrung hatte, lehnte den Solddienst für fremde Herren ab. Erst am Ende des 17. Jahrhunderts, zur Zeit einer grossen Wirtschaftskrise mit Arbeitslosigkeit und Hungersnot, wurde in Zürich wieder die Möglichkeit geschaffen, dass Einwohner des Kantons akzeptierten Solddienst leisten konnten. Für das reformierte Zürich kam dabei in erster Linie der Dienst für eine protestantische Macht in Frage, und da bot sich die Niederlande an. Das von 1693 bis 1714 bestehende Zürcher Defensivbataillon in holländischen Diensten wurde von Zürcher Offizieren kommandiert. Auch das spätere Zürcher Standesregiment in holländischen Diensten stand unter der Leitung von Offizieren, welche aus der Stadt Zürich stammten. Die Mannschaft bestand hauptsächlich aus Einwohnern der Zürcher Landschaft, vereinzelt auch aus Angehörigen benachbarter Kantone. Je nach Konjunkturlage war es schwierig, genügend Soldaten anwerben zu können. So konnte es vorkommen, dass auch Ausländer (Deutsche) aufgenommen wurden, um die vorgeschriebenen Kontingente aufzufüllen. Es ist deshalb gut möglich, dass Friedrich Vetter trotz seiner deutschen Herkunft in einem Schweizer Regiment diente".
Ende Quote
Ich bedanke mich im voraus für jede Auskunft.
Mit freundlichem Gruss
Christa Wijler
Hoofddorp
Niederlande
Ich möchte gerne bei Ihnen Folgendes vorlegen:
Ich suche Frederic Vetter / Fetter / Vetten/ Fetten/ Felter / Felten geb. ca. 1740 Wuerttemberg. Er kommt am 19. September 1770 mit Attest nach Vlissingen, Zeeland, Niedelande als "Schweizer Soldat Regim. Bouquet".
Am 22 Dezember 1770 heiratet er "J.M Uyt het Wirtembergsche" mit Anna Maria Frederika Harderling aus Vlissingen.
Quote Herrn Hans Ulrich Pfister, Archivaris bei dem Staatsarchiv Zürich, Switzerland:
"Ja, ich setze die Herkunft "von dem Wirtenbergsche" mit "aus dem Württembergischen", also "aus Württemberg" gleich, das tatsächlich in Deutschland liegt.
Das Soldatenhandwerk hat in der Schweiz eine lange Tradition. Das Ausüben des Kriegshandwerks im Dienste fremder Herren war seit dem Spätmittelalter ein wichtiger Erwerbszweig. Vertreter aus führenden Schweizer Familien kamen als Solddienstunternehmer zu grossem Reichtum. Vor allem Frankreich beschäftigte viele Schweizer Offiziere und Soldaten. Andere Schweizer Soldaten riskierten ihr Leben für Spanien, Savoyen, Österreich, Sardinien, die Niederlande, und so weiter (die letzten Angaben beziehen sich auf das 17./18. Jahrhundert). Als letzter Rest der Solddiensttradition besteht noch heute die 1506 gebildete Schweizer Garde in Rom, die ihren Dienst zum
Schutz des Papstes im Vatikan leistet.
In Zürich brachte die Reformation in den 1520er Jahren eine Änderung. Der Reformator Ulrich Zwingli, der als Feldprediger eigene Feldzugerfahrung hatte, lehnte den Solddienst für fremde Herren ab. Erst am Ende des 17. Jahrhunderts, zur Zeit einer grossen Wirtschaftskrise mit Arbeitslosigkeit und Hungersnot, wurde in Zürich wieder die Möglichkeit geschaffen, dass Einwohner des Kantons akzeptierten Solddienst leisten konnten. Für das reformierte Zürich kam dabei in erster Linie der Dienst für eine protestantische Macht in Frage, und da bot sich die Niederlande an. Das von 1693 bis 1714 bestehende Zürcher Defensivbataillon in holländischen Diensten wurde von Zürcher Offizieren kommandiert. Auch das spätere Zürcher Standesregiment in holländischen Diensten stand unter der Leitung von Offizieren, welche aus der Stadt Zürich stammten. Die Mannschaft bestand hauptsächlich aus Einwohnern der Zürcher Landschaft, vereinzelt auch aus Angehörigen benachbarter Kantone. Je nach Konjunkturlage war es schwierig, genügend Soldaten anwerben zu können. So konnte es vorkommen, dass auch Ausländer (Deutsche) aufgenommen wurden, um die vorgeschriebenen Kontingente aufzufüllen. Es ist deshalb gut möglich, dass Friedrich Vetter trotz seiner deutschen Herkunft in einem Schweizer Regiment diente".
Ende Quote
Ich bedanke mich im voraus für jede Auskunft.
Mit freundlichem Gruss
Christa Wijler
Hoofddorp
Niederlande