KI als Nutzen für die Familienforschung?
Verfasst: Mi 31. Jul 2024, 06:57
Künstliche Intelligenz wird heute von einschlägigen IT Firmen als Lösung (beinahe) aller Probleme dieser Welt dargestellt. Da müsste doch auch etwas für den Bereich Familienforschung abfallen? Ich habe mir mal ein paar Funktionen abgeschaut die hilfreich sein könnten. Meine Aufzählung ist keineswegs abschliessend. Ich bin mir sicher, dass Forschungs Kollegen noch mehr und andere Erfahrungen gemacht haben.
ChatGPT:
Allseits bekannt als Wunderwaffe für jeder Fragestellung. Wenn es aber um Daten geht, ist der Nutzen sehr beschränkt, es sei denn es geht um Persönlichkeiten. Ich verwende ChatGPT mehr um geschichtliche Zusammenhänge (einer bestimmten Zeit) besser zu verstehen oder mir Begriffe / Wörter erklären zu lassen. Vielleicht hat jemand andere, sinnvolle Verwendungszwecke gefunden?
AI Biography von MyHeritage
Mit einem HyHeritage Account kann man sich eine Biografie jeder Person im Stammbaum erstellen lassen, basierend auf den Daten und Angaben zu dieser Person. Zurzeit leider nur in Englisch. Hier ein Beispiel: Der erste Abschnitt der Biographe sind mehr oder weniger sämtliche Informationen in Prosa. Was ich gut finde, ist der historisch Kontext. Das gibt einen groben Überblick, was zu dieser Zeit los war auch an den verschiedenen Lokationen. Das hilft beim Einordnen.
Was die Ableitung der Herkunft des Namens betrifft, war ich eher überrascht! Wieviel davon stimmt weiss nur die Glaskugel, ist das doch schon die dritte Herleitung meines Nachnamens die ich gehört habe. Was mir ebenfalls gefällt, dass man die verschiedenen Quellen angibt und auch mitteilt, dass diese nicht übereinstimmen.
Leider kann die Funktion nicht mit allen Informationen umgehen und hat im obigen Beispiel ignoriert, dass die Person in der Schweiz als verschollen erklärt wurde und somit aus der Schweiz «geflüchtet» ist.
Den Nutzen dieser Funktion lass mal offen, das soll jeder für sich entscheiden.
Transkribus
Das Lesen alter Schriften ist zumindest bei mir ein Dauerbrenner. Immer wieder werden mir meine Grenzen aufgezeigt… Transkribus soll hier mittels KI Abhilfe schaffen: Mit einem Trial Account habe mich mal einen zufälligen Abschnitt aus einem Chorgerichtsmanual von 1818 verifiziert was denn das Ding kann:
Original: (muss man als Bild hochladen) Das Ergebnis: Auf den ersten Blick gar nicht mal so übel? Selbstverständlich kämpft auch dieses Tool mit der Lesbarkeit der Schrift als solches. Wer gar keine Kenntnisse der Schrift hat kann der Spur nach erkennen um was es geht. Für Profis wahrscheinlich keine grosse Hilfe. Für einen Amateur wie mich erkennt Transkribus ungefähr so viel wie ich. In einigen Passagen erkennt das Tools mehr in einigen weniger, aber das gemeinsame Endergebnis ist sicher besser und vor allem bin ich schneller (bei längeren Abschnitten).
KI hilft aber nicht, richtige Sätze zu bilden oder gar den Inhalt zu verstehen.
Generell muss ich sagen, dass all diese KI-Methoden nur Hilfsmittel sind und als solche anzuwenden sind.
Im Endeffekt braucht es immer (noch) HI (Human Intelligence) um den Kontext zu verstehen.
Gruss Walter
ChatGPT:
Allseits bekannt als Wunderwaffe für jeder Fragestellung. Wenn es aber um Daten geht, ist der Nutzen sehr beschränkt, es sei denn es geht um Persönlichkeiten. Ich verwende ChatGPT mehr um geschichtliche Zusammenhänge (einer bestimmten Zeit) besser zu verstehen oder mir Begriffe / Wörter erklären zu lassen. Vielleicht hat jemand andere, sinnvolle Verwendungszwecke gefunden?
AI Biography von MyHeritage
Mit einem HyHeritage Account kann man sich eine Biografie jeder Person im Stammbaum erstellen lassen, basierend auf den Daten und Angaben zu dieser Person. Zurzeit leider nur in Englisch. Hier ein Beispiel: Der erste Abschnitt der Biographe sind mehr oder weniger sämtliche Informationen in Prosa. Was ich gut finde, ist der historisch Kontext. Das gibt einen groben Überblick, was zu dieser Zeit los war auch an den verschiedenen Lokationen. Das hilft beim Einordnen.
Was die Ableitung der Herkunft des Namens betrifft, war ich eher überrascht! Wieviel davon stimmt weiss nur die Glaskugel, ist das doch schon die dritte Herleitung meines Nachnamens die ich gehört habe. Was mir ebenfalls gefällt, dass man die verschiedenen Quellen angibt und auch mitteilt, dass diese nicht übereinstimmen.
Leider kann die Funktion nicht mit allen Informationen umgehen und hat im obigen Beispiel ignoriert, dass die Person in der Schweiz als verschollen erklärt wurde und somit aus der Schweiz «geflüchtet» ist.
Den Nutzen dieser Funktion lass mal offen, das soll jeder für sich entscheiden.
Transkribus
Das Lesen alter Schriften ist zumindest bei mir ein Dauerbrenner. Immer wieder werden mir meine Grenzen aufgezeigt… Transkribus soll hier mittels KI Abhilfe schaffen: Mit einem Trial Account habe mich mal einen zufälligen Abschnitt aus einem Chorgerichtsmanual von 1818 verifiziert was denn das Ding kann:
Original: (muss man als Bild hochladen) Das Ergebnis: Auf den ersten Blick gar nicht mal so übel? Selbstverständlich kämpft auch dieses Tool mit der Lesbarkeit der Schrift als solches. Wer gar keine Kenntnisse der Schrift hat kann der Spur nach erkennen um was es geht. Für Profis wahrscheinlich keine grosse Hilfe. Für einen Amateur wie mich erkennt Transkribus ungefähr so viel wie ich. In einigen Passagen erkennt das Tools mehr in einigen weniger, aber das gemeinsame Endergebnis ist sicher besser und vor allem bin ich schneller (bei längeren Abschnitten).
KI hilft aber nicht, richtige Sätze zu bilden oder gar den Inhalt zu verstehen.
Generell muss ich sagen, dass all diese KI-Methoden nur Hilfsmittel sind und als solche anzuwenden sind.
Im Endeffekt braucht es immer (noch) HI (Human Intelligence) um den Kontext zu verstehen.
Gruss Walter