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Kaspar Alter, Kurmainzischer Kanzleischreiber

Verfasst: Sa 1. Dez 2007, 15:08
von Irmel
Hallo Ihr fleißigen Forscher!
Kann jemand Angaben zu Kaspar Alter machen? Die Stadt Chur gehörte auch zum Streubesitz der Mainzer Erzbischöfe und auf der Rückseite des Familienwappens war vermerkt: eine Sippe aus der Schweiz.
- Editiert von Wolf am 01.12.2007, 20:47 -

Kaspar Alter, Kurmainzischer Kanzleischreiber

Verfasst: Sa 1. Dez 2007, 15:10
von Irmel
Der Eintrag des Kaspar Alter in die Kaiserliche Wappenrolle erfolgte 1623.

Kaspar Alter, Kurmainzischer Kanzleischreiber

Verfasst: Sa 1. Dez 2007, 16:47
von eritro
Die Stadt Chur soll als Streubesitz den Mainzer Erzbischöfen gehört haben? Verwegene Aussage. Wohl die einzige Beziehung von Chur zu Mainz war, dass das Bistum Chur von 843 bis 1818 ein Suffraganbistum des Erzbistums Mainz war. Die Stadt Chur hatte mit den Mainzer Erzbischöfen wenig bis gar nichts gemeinsam (vgl. hier unter dem Lemma Chur).
Die Alter sind in der Schweiz in Büren, Büsserach, Nunningen (alle Kanton Solothurn) und Bagnes (Kanton Wallis) vor 1800 alteingesessen (vgl. Schweizerisches Familiennamenbuch, Zürich 1989, 2. Aufl., S. 25).

Kaspar Alter, Kurmainzischer Kanzleischreiber

Verfasst: Sa 1. Dez 2007, 21:25
von Irmel
Original von eritro
Die Stadt Chur soll als Streubesitz den Mainzer Erzbischöfen gehört haben? Verwegene Aussage. Wohl die einzige Beziehung von Chur zu Mainz war, dass das Bistum Chur von 843 bis 1818 ein Suffraganbistum des Erzbistums Mainz war. Die Stadt Chur hatte mit den Mainzer Erzbischöfen wenig bis gar nichts gemeinsam (vgl. hier unter dem Lemma Chur).
Die Alter sind in der Schweiz in Büren, Büsserach, Nunningen (alle Kanton Solothurn) und Bagnes (Kanton Wallis) vor 1800 alteingesessen (vgl. Schweizerisches Familiennamenbuch, Zürich 1989, 2. Aufl., S. 25).

Hallo Eritro,
ich hoffe, daß ich die Antwort richtig eingebe und Deine Antwort nicht lösche. Ich bin sozusagen nagelneu im Forum und muß mich erst zurechtfinden. Danke erst mal für die schnelle Antwort.
Ein Suffraganbistum ist doch auch schon was, oder? Zumindest habe ich die Definition so verstanden, daß der Churer Bischof dem Mainzer Erzbischof unterstand und das von 843 - 1802. Zumindest stellt diese kühne Behauptung Karl Dienst in seiner Arbeit:" Napoleon I., ein Kirchenvater der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau?" hersg. im Journal für Religionskultur am Inst. f. Wissenschaftl. Irenik der Joh. W. Goethe-Universität F/M auf.
Allerdings spricht er in diesem Zusammenhang nicht von Streubesitz, diesen habe ich assoziert, da Chur so weit entfernt von Mainz liegt. Da in meinem ehemalig kurmainzischen Heimatstädtchen Tauberbischofsheim nahezu jedermann Mainz steuerpflichtig war, hatte ich dies für das Bistum Chur auch angenommen. Wenn dem nicht so ist, lasse ich mich gern eines besseren belehren. Oftmals waren Städte ja auch unter mehreren Herren aufgeteilt oder Freie Reichstädte oder beides wie Kempten. Die Unterstadt war Freie Reichstadt, die Ober = Stiftsstadt gehörte dem Bischof.
Mir ging es eigentlich um eine Verknüpfung zu dem kurmainzischen Kanzleischreiber. Da bisher sowohl in den Staatsarchiven Bronnbach und Würzburg, also auch im Stadtarchiv Mainz und dem Diözesanarchiv Würzburg keine Hinweise gefunden werden konnten und mir erst vor kurzem o.erw. Veröffentlichung zufiel, könnte die Spur ja auch in die Schweiz gehen, zumal das auf der Rückseite des Familienwappens handschriftlich vermerkt war.

Auf den Kanton Solothurn war ich auch schon gestoßen und erhielt von einem Wappenmaler die Beschreibung eines Alterschen Wappens. Demzufolge gäbe es dann drei verschiedene, jenes aus der Schweiz, das 1623 eingetragene (Siebmacher Bd.X) und unseres, das zwar wissentlich über fünf Generationen vererbt, aber in keinem Siebmacher zu finden ist.????