Zuppiger, Zuppinger, Suppiger, Suppinger, Supinger in der Schweiz
Verfasst: Do 17. Jan 2008, 22:26
Walther Janett schreibt
Die Zuppo - Familien
Walther Janett-Suppiger, Bülach
Zuppo ist wie Otto ein Vorname. Karl der Grosse regierte sein Reich beritten, wobei immer sein Notar namens Zuppo mitritt, um Landzuweisungen des Kaisers zu protokollieren. Etwa ein Dutzend solcher Akten befinden sich in den Staatsarchiven St. Gallen und Kopien in Zürich. Sie sind fast alle mit Zuppo unterschrieben. Ich nehme an, dass Zuppo in seinen alten Tagen einen Hof in St. Gallenkappel als Alterssitz vom Herrscher zugewiesen bekam.
Fünf Zuppo - Familien wurden bisher gefunden:
Zuppiger, Zuppinger, Suppiger, Suppinger und Supinger.
Herkunft und Entwicklung
Die Herkunft dieser fünf Familien mit ähnlichen Namen lässt sich auf das Gehöft In der Zuppigen in der Gemeinde St. Gallenkappel SG zurückführen. Kirchenbücher und weitere Dokumente bestätigen diese Feststellung.
1. Ruodi mit seinen fünf Söhnen wurde 1469 von der Gemeinde Fischenthal als neuer Kirchensigrist verpflichtet. Zuppiger wurden sie wegen ihrer Herkunft genannt. Durch die Reformation änderten sie den Namen in Zuppinger, um mit dem n die Religion anzuzeigen. Die Zuppinger Linie hat sich vor allem im Kanton Zürich stark entwickelt.
2. Eine Zuppiger Linie entstand in Rapperswil und Wagen bei Jona, deren Herkunft von Fischenthal oder St. Gallenkappel noch abzuklären ist. Heinrich Zuppiger ging nach Leuggern, heiratete dort 1660 und hatte 3 Enkel. Ausgestorben?
3. Burkhart Zuppinger *1552 von Fischenthal ging nach Oberlangenhart bei Zell ZH. Sein Nachkomme (Ur-ur-urenkel) Hans Ulrich Zuppinger *1722 in Zell wanderte vor 1748 mit Frau und 3 Kindern nach Amerika aus. Die Mutter und ein Kind starben bei der Überfahrt. Vater und zwei Kinder landeten in Philadelphia. Die Familie wanderte nach Ohio. Der Name änderte sich dabei endgültig zu Supinger. Die Supinger haben 3 Zwillingspaare.
4. Marx Zuppiger von Fischenthal wurde 1556 in Luzern als Hintersässe aufgenommen, sei es als Religionsflüchtling oder aus Armut. Bereits ein Jahr später wurde er eingebürgert, was auch damals nicht üblich war. Vielleicht wurde er seines Namens wegen besonders bevorzugt behandelt. Er ist der erste Suppiger Stammvater und starb bereits anfangs 1563.
5. Simon Suppiger wahrscheinlich der Bruder von Marx folgt als zweiter Stammvater. Nach etwa 100 Jahren im Luzernischen hat sich der Name endgültig als Suppiger erhalten. Die Familie wohnte in Wüschiswil, einem Weiler von Willisau. Die Willisauer hatten damals kein Geld für die Renovation des Kirchturms und verkauften daher Wüschiswil an die Gemeinde Grosswangen. Seither gibt es Suppiger von Willisau und Grosswangen.
6. Jakob Zuppinger *1556 von Fischenthal beurkundet am 12.1.1581, dass er vom Prior des Johanniterordens in Dänemark und Kontur des Ritterhauses Leuggern, Ritter Bernhard von Angeloch, des Werkmeisters Hof zu Hettenschwil im Kirchspiel Leuggern, zu einem Erblehen erhalten habe. Er begründet damit die Suppinger - Linie im Aargau. Sie behält das n im Namen, bleibt aber katholisch und stirbt 1974 aus. Der Forscher dieser Linie hiess Hermann J. Welti und war Lehrer in Leuggern.
Verwandtschaft
Als weiteres Zeichen kann die Zwillingsfähigkeit dieser Familien dienen. Auf 88 Geburten gibt es einmal Zwillinge. Um Zwillinge zu zeugen, müssen Vater und Mutter aus Zwillingsfamilien stammen, nicht nur die Mutter, wie die Schulmedizin heute immer noch annimmt und seit über 100 Jahren nie widerrufen hat. Einzig die Suppinger von Leuggern können trotz 60 Namensträgern nicht beurteilt werden. Die Kirchenbücher sind oft schwer leserlich und viele Geburtsdaten fehlen, sodass Zwillinge nicht erkannt werden können.